Pilot Down - Behind Enemy Lines (PC)
Artikel veröffentlicht am 26.10.2005
In "Pilot Down: Behind Enemy Lines" schlüpft der Spieler in die Rolle des amerikanischen Piloten Bill Foster, der im Winter 1944 während des Zweiten Weltkrieges über Deutschland abgeschossen wird. Das Besondere an diesem Spiel ist, dass es auf einer wahren Begebenheit basiert. Ob so etwas auch besonders viel Spaß macht, erfahrt ihr in unserem Test. Von Oliver Heitmann
Eine gute Story
Bill Foster ist Pilot eines Bombers, der während eines Luftkampfes abgeschossen und sich mit dem Fallschirm, mitten im winterlichem Deutschland, retten kann. Nur knapp mit dem Leben davongekommen, beginnt für dich als US-Pilot mitten im feindlichen Land der Überlebenskampf. Als Spieler steuerst du den Pilot Bill aus der Third-Person-Perspektive, was das Erkunden der Umgebung und das Ausspähen des Feindes erleichtert. Mitten im Feindesland abgestürzt, liegt es nun am Spieler sich nach Frankreich durchzuschlagen, um von dort aus in die neutrale Schweiz zu gelangen. Die erste Mission leitet gut in das Spiel ein, und macht den Spieler mit der Steuerung schnell vertraut. Freunde von Egoshootern werden sich schnell zurechtfinden. Gut gelungen ist auch, dass Gesundheit, Stärke und andere Charakterwerte des Soldaten wie in einem Rollenspiel gesteigert werden können. Oben links auf dem Schirm befinden sich die Lebensenergieanzeige und eine Anzeige über das Befinden, der Spieler muss regelmäßig essen und sich aufwärmen, um die Leiste wieder zu füllen. Neben der Möglichkeit Essen zu fangen, muss er auch Feuer anmachen um das Essen zuzubereiten oder sich zu wärmen.
Zum Spiel
Neben dem Hauptziel in jedem Storyabschnitt, gibt es immer noch Nebenziele, die erfüllt werden können, die allerdings nicht immer leicht zu finden sind und in der Missionsbeschreibung auch nicht erwähnt werden. Wenn man gut aufpasst, kann man gelegentlich erahnen, was das Nebenziel sein könnte. Zusätzliche Punkte kann man sich auch verdienen, indem man die geheimen Gegenstände einsammelt, die allerdings oftmals sehr gut versteckt sind. Es fehlt leider auch eine Karte, auf die man gelegentlich mal schauen könnte, wo man sich grad befindet, oder wo evtl. noch "geheime Ecken" oder Wege sein könnten. Schön gemacht sind dagegen die Sequenzen zwischen den Abschnitten, die in Comicstrips erzählt werden, im Spiel werden die Zwischensequenzen wie gewohnt als Video gezeigt. Ein bisschen schade finde ich, dass die KI nicht besonders gut ist, zum Teil sogar sehr unrealistisch. Das merkt man vor allem beim Schiessen. Der Scharfschützen-Modus ist unbrauchbar, da selbst bei Freier Schussbahn und Zoom auf den Gegner selten ein Treffer zu verzeichnen ist, und aus einer guten Deckung heraus zuschießen wie man es z. B. von "Metal Gear Solid" kennt, ist hier leider nicht möglich.
Die technische Seite
Zudem ist es auch nicht möglich Waffen von erledigten Soldaten aufzunehmen und selbst zu verwenden, was bei der geringen Munition oft ein Problem darstellt. Man muss sich entscheiden, ob man sich lautlos durchschleicht, oder ob man doch lieber zum Angriff übergeht, was oftmals doch der bessere Weg ist wie ich festgestellt habe. Ein weiteres Manko ist der fixe Schwierigkeitsgrad des Spiels. Die Grafik lässt leider auch sehr zu wünschen übrig, bei dem heutigen Stand der Entwicklung, könnte man schon etwas mehr erwarten. Es fehlt überall an Details, egal ob bei der Ausrüstung, Waffen, Landschaft, Gegner, die alle gleich aussehen oder in der Umgebung. Es wurde leider sehr gespart, egal wie hoch man die Auflösung dreht, oder die Detailstufen stellt, es fehlt überall an Detail, da hinkt das Spiel leider weit hinter Spielen wie "Medal of Honor" oder "Call of Duty" hinterher. Die Musik und Sound an sich sind da schon besser gelungen, genauso wie die Steuerung.
Fazit
von Oliver Heitmann
Trotz der guten Geschichte und dem interessanten Storyaufbau, geht das Spiel ein bisschen an der Grafik und den oft auftretenden Problemen unter, z.B. lenkt das Schießen auf Soldaten aus einer guten Positionen von einem Dach aus zwar die Aufmerksamkeit der Soldaten auf einen, erledigt aber nicht den Feind. Schön hingegen sind sowohl die Vielzahl der Waffen und das freie Bewegen im Spiel als auch die zahlreichen Möglichkeiten und Wege um das Ziel zu erreichen. "Pilot Down: Behind Enemy Lines" ist guter Durchschnitt, mehr nicht. Wer absolut nicht genug von Action-Spielen bekommen kann, macht keinen Fehler, wenn er sich das Spiel zulegt.
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