Vorschau Just Cause 3 - Die Insel / Fakten & Meinung

Die Insel

Besonders stolz ist Avalanche auf ihre Grafikroutine und auf die Inseln. Denn für Medici haben die Entwickler ein außergewöhnliches Grafikgerüst eingesetzt.

Rico kehrt zu seiner Heimat Medici zurück, um sie vom Diktator zu befreien.Rico kehrt zu seiner Heimat Medici zurück, um sie vom Diktator zu befreien.

In vielen Spielen ist die Welt nicht plastisch. Das heißt, bis auf das, was ihr seht, wie etwa die Oberfläche der Welt, ist nichts grafisch existent. Ihr bewegt euch sozusagen nur auf Grafikplatten unter denen das Nichts beginnt. Gut zu erkennen, wenn ihr mal aufgrund eines Fehlers durch den Boden und damit aus den Grenzen des Levels oder der Welt fallt.

Bei Just Cause 3 ist dies nicht der Fall. "Die Grafikroutine erschafft ganze plastische Landstriche", erklärt Lesterlin begeistert, "So können wir richtige Tunnel - beispielsweise für Straßen - in die Landschaft graben."

Über einige Schluchten führen gewaltige Brücken. Und auch diese zerstört ihr mit einem gut gesetzten Angriff. Damit die Insel nicht irgendwann komplett in Trümmern liegt und leblos erscheint, errichten sich die Brücken, nachdem ihr das Gebiet verlasst, wieder von selbst. Das heißt, ihr könnt euch nochmals dem Spaß der Zerstörung hingeben. Nur Tankstellen und feindliche Einrichtungen bleiben zerstört.

Habt ihr durch Taten, wie etwa die Befreiung ganzer Städte vom Einfluss des Diktators, die Rebellen von Medici auf eurer Seite, liefern diese euch überall auf die Insel Autos und Waffen. Geht so eine Kiste mit einem Auto vor euch nieder, springt sie auf, gibt euer gewünschtes Auto preis und verstreut dabei Konfetti. Überhaupt fällt auf, dass die Entwickler des Spiels anscheinend mächtig Spaß an ihrer Arbeit haben. Das springt während des Spielens oft genug über und sorgt für Freude am Spiel.

Auf der Insel verstreut findet ihr Missionen und sogenannte Challenges. Die Missionen führen die Geschichte von Just Cause 3 voran, während ihr in den Challenges kleine Aufgaben meistert, wie beispielsweise eine perfekte Flugrunde mit dem Wingsuit hinzulegen. Viel gab es von den Missionen noch nicht zu sehen. Doch alleine die Insel reizt zum Experimentieren und Zerstören. Denn im Herzen ist Just Cause 3 vor allem eines: ein Sandbox-Spiel. Roland Lesterlin bringt es mit nur einem kurzen Satz auf den Punkt: "Tu, was immer du willst!"

Bildgewaltige Explosionen sind bei Just Cause 3 häufig zu sehen.Bildgewaltige Explosionen sind bei Just Cause 3 häufig zu sehen.

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Fakten:

  • "Open World"- / Sandbox-Spiel
  • dritter Teil der "Just Cause"-Reihe
  • Rico Rodriguez ist wieder Hauptfigur
  • Rico kehrt in sein Heimatland Medici zurück
  • ihr stellt euch dem Diktator General Di Ravello entgegen
  • die Insel hat eine ähnliche Größe wie die Insel aus Just Cause 2
  • mit dem Enterhaken zieht ihr euch an Gebäuden hoch
  • mit eurem Hakenwerfer malträtiert ihr aber auch Feinde
  • den Fallschirm könnt ihr so oft benutzen, wie ihr wollt
  • mit dem Wingsuit gleitet ihr durch die Lüfte
  • für Zerstörung bekommt ihr Chaospunkte
  • fast alles ist zerstörbar
  • ihr wertet euren Fallschirm, Enterhaken und Wingsuit auf
  • integrierte "Leaderboards"
  • große Anzahl an "Challenges"
  • Geschichte wird durch Missionen erzählt
  • Just Cause 3 soll voraussichtlich im Winter 2015 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen

Meinung von Daniel Kirschey

Wer die Vorgänger-Spiele gezockt hat, weiß was ihn erwartet. Nur ist diesmal der Maßstab größer. Das gilt jedoch nicht für die Inseln selbst, sondern für die Explosionen, die zerstörbaren Gebäude und Anlagen ... also für die Action.

Die heutige Technik macht es möglich. Ich bin über die Entscheidung der Entwickler die Insel nicht zu vergrößern froh. Ich will nicht gefühlte Stunden unterwegs sein, wenn ich von Punkt A nach B will. Gerade dann nicht, wenn zwischen den beiden Punkten einfach nichts ist.

Was ich jedoch begrüße - gerade in einem Sandbox-Spiel - ist, wenn ich abgelenkt werde. Eigentlich will ich zu einer bestimmten Stadt, diese befreien und die naheliegende Basis dem Boden gleich machen. Doch auf dem Weg dahin entdecke ich immer wieder etwas, das mich ablenkt und aufhält. Das lässt die Welt lebendig erscheinen.

Just Cause 3 ist ein wirklicher Sandkasten. Die Frage ist jedoch, ob die Möglichkeiten, die die Entwickler dem Spieler zur Hand geben, auch auf längere Zeit funktionieren. Bislang habe ich noch zu wenig vom Spiel gesehen, um dies abschließend beantworten zu können. Hier klärt erst der Test und das vollständige Spiel darüber auf.

Wie sind die Missionen in die Spielmechanik eingeflochten? Machen alle Challenges wirklich Spaß und was ist der Anreiz, diese zu meistern? Noch sind viele Fragen ungeklärt. Aber eine Antwort kann ich dennoch schon jetzt geben,

Und zwar auf die Frage: Macht Just Cause 3 denn Spaß? Ja! Die fließende Fortbewegung mit Enterhaken, Fallschirm und Wingsuit ist großartig. Und die Explosionen ... lassen einen oft genug mit offenen Mund zurück. Doch das beste ist, dass ich die Explosionen und die Zerstörung ganzer Basen immer wieder aufs Neue entdecken kann, indem ich mit den Mechaniken und zerstörbaren Dingen, die mir die Avalanche Studios im Spiel anbieten, herumexperimentiere.

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Tags: Open World   Singleplayer   E3   E3 2015  

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