Test GT Legends

von Daniel Frick (18. November 2005)

Ein knappes Jahr ist vergangen, seit die schwedische Spieleschmiede "Simbin" der Konkurrenz gezeigt hat, wie eine erstklassige Rennsimulation auszusehen hat. Die Fachpresse war sich einig und "GTR" hat Preise eingesammelt wie selten ein Rennspiel davor. Nun sind die Schweden zurück mit der Fortsetzung "GT Legends" und den namensgebenden Oldtimer-Klassikern der 60er und 70er Jahre. Die große Frage: Kann das Spiel seinen Vorgänger noch toppen? Lenkrad an den Schreibtisch geschraubt und los geht's auf die Piste!

CorvetteCorvette

Spielmodi und Features

"GTR" hatte zwar auch einen Schwierigkeitsgrad für Anfänger beinhaltet, war aber doch in erster Linie eine Rennsimulation. Eine Rennsimulation erster Klasse, muss dazu gesagt werden. Wenn das überhaupt ein Kritikpunkt sein kann, dann war das der Größte am Vorgänger. Nun simuliert die Fortsetzung also munter weiter. Doch neben einem anderen Szenario hat man dem Spiel auch etliche Neuerungen verpasst. Während die 3 Schwierigkeitsgrade in "GTR" auch gleichzeitig die 3 verschiedenen Spielmodi beinhalteten, ist dies nun in "GT Legends" mehr entkoppelt. Neu stehen 5 Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto weniger aktivierbare Fahrhilfen stehen zur Verfügung. Kern des ganzen Spiels stellt der umfangreiche Karrieremodus dar. Beginnend mit dem gewählten Schwierigkeitsgrad und einem Austin Mini verdient man sich seine ersten Sporen bei den Rennen. Nach und nach spielt man sich so die 23 Streckenvarianten und 90 Wagenmodelle frei. Gewonnene Rennen werden je nach Schwierigkeitsgrad mit einer entsprechend hohen Siegprämie honoriert. Vom gewonnenen Geld baut man dann seinen Fuhrpark aus, denn in den höheren Rennklassen sind dann edle PS-Recken wie Porsche 906, Ferrari 275 GTB/C oder die gute alte Corvette gefragt. Es ist eine Herausforderung, seinen Fuhrpark zu vergrößern und eine Freude, ihn dann Stück um Stück wachsen zu sehen.

Offene...Offene...

Wie im Vorgänger: Realismus pur

Was man den schwedischen Entwicklern von "Simbin" schon beim Vorgänger hoch angerechnet hat, ist die Perfektion, die sie bei der Umsetzung des Realismus an den Tag gelegt hatten. Ohne jede Frage ist das auch in "GT Legends" die große Stärke. Angefangen über die GPS-vermessenen Strecken, die auch aktuelle Veränderungen berücksichtigt haben, über die bis zur kleinsten Schraube originalgetreu nachempfundenen Autos inklusive authentischen Cockpits über den ebenfalls originalgetreuen Motorensound der einzelnen Rennboliden: Hier wurde fast schon wahnhaft genau die Realität simuliert. Das geht beim Sound dann sogar so weit, dass man mit etwas Übung wirklich schon am nahenden Klang des gegnerischen Motors weiß, von welchen Wagen man gerade verfolgt wird. Klasse! Die Grafikqualität ist ebenfalls fantastisch, wenn auch mit dem Preis hoher Hardwareanforderungen und langer Ladezeiten verbunden. Dann kann man jedoch sprichwörtlich die Chromteile funkeln sehen und der Fuß am Gaspedal und die Hand an der Schaltung bewegen sich synchron zum wirklichen Spielgeschehen.. Die Krönung ist erneut das Fahrverhalten: Auf der höchsten Stufe ist es eine echte Herausforderung, die auch beim Fahrverhalten real nachempfundenen wilden PS-Boliden der 60er Jahre zu zähmen und schnell bricht das Fahrzeug in den Kurven aus oder landet bei einem falschen Bremsmanöver im Kiesbett. Lediglich das optische Schadensmodell ist eine Ausnahme beim fanatischen Realismus der Programmierer.

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