Test ESOTU - Steuerung im Kampf hui, Steuerung in den Menüs pfui

Wie für die Konsole gemacht

Mehr als ein Jahr lang wurde die Nachtklinge mit Maus und Tastatur durch Tamriel navigiert, entsprechend ungewohnt waren daher die ersten Minuten mit dem Gamepad. Dass die ersten Kämpfe dennoch gut von der Hand gingen, ist dem Kampfsystem von TESO zu verdanken, das wie für die Konsole gemacht ist.

Das actionreiche Kampfsystem von TESO ist wie für die Konsole gemacht.Das actionreiche Kampfsystem von TESO ist wie für die Konsole gemacht.

Im Kampf stehen euch gerade einmal sechs Fähigkeiten zur Verfügung. Dazu noch ein paar weitere Aktionen wie die Ausweichrolle, euer normaler Waffenangriff oder der schützende Block ... und fertig ist die Gamepad-Belegung. Damit spart sich TESO bereits im Vorfeld die gerade für Einsteiger verwirrende Mehrfach-Belegung aller Tasten, wie ihr sie etwa bei Final Fantasy 14 finden könnt.

In der Praxis funktioniert die Steuerung wunderbar, sogar besser als mit Maus und Tastatur. Wie im Rausch reiht ihr mit euren Aktions- und Schultertasten Fähigkeit an Fähigkeit, blockt feindliche Angriffe oder weicht mit einem Hechtsprung einem Flächeneffekt aus. Wenn ihr per Knopfdruck eure zweite Waffe in die Hand nehmt, erhaltet ihr eine völlig neue Palette an Zaubern und wechselt etwa vom Fern- in den Nahkampf oder versucht euch als Heiler.

Einen Makel gibt es aber doch: Auf dem PC könnt ihr die Kamera weit aus dem Geschehen herausbewegen, sodass ihr stets die perfekte Übersicht über den Kampf habt. Auf Konsole geht das kaum, die Kamera bleibt stets direkt hinter eurem Helden. Dadurch steigt zwar das Mittendrin-Gefühl, doch überseht ihr in den actionreichen Kämpfen auch schnell mal einen gefährlichen Flächeneffekt. Wer es noch intensiver mag, wechselt wie in Skyrim in die Ego-Perspektive.

Die Kehrseite der Medaille

Während sich euer Held auf der Konsole besser steuern lässt als auf dem PC, sehnt ihr euch aber vermutlich in den in den Menüs regelmäßig nach dem intuitiven Mauszeiger. Zenimax hat zwar den Aufbau der Fenster an die Gamepad-Steuerung angepasst, doch habt ihr stets das Gefühl, ein paar Klicks mehr zu benötigen als auf dem PC, um ans Ziel zu gelangen.

Der Verkauf von Gegenständen wird dank der Listenansicht zur Geduldsprobe.Der Verkauf von Gegenständen wird dank der Listenansicht zur Geduldsprobe.

Besonders stark fällt das etwa auf der Weltkarte auf, wenn ihr euch zu einem Wegpunkt in einer anderen Zone teleportieren wollt. Oder wenn ihr euch bei einem Händler durch eine ewig lange Gegenstandsliste quält, bis ihr endlich die Teile gefunden habt, die ihr verscherbeln möchtet.

Auch in Sachen Kommunikation hinkt die Konsole dem PC hinterher. Einen normalen Chat gibt es nicht, stattdessen wirft euch das Spiel mit allen Streitern in der Nähe in einen Sprach-Kanal, in dem ihr euch via Mikrofon miteinander unterhalten könnt. Bei Gruppenherausforderungen ist das eine feine Sache. Ohne Fremdsoftware wie Skype oder Teamspeak stürzt ihr euch ins Getümmel, sprecht Aktionen ab und trennt euch nach getaner Arbeit wieder.

In belebten Städten mutiert der Sprach-Chat jedoch schnell zur Plage. Dort lauscht ihr auch schon mal den Metallica-Klängen aus dem Zimmer eines nahen Mitspielers oder verfolgt einen Streit zwischen Mutter und Sohn. Gut, dass ihr jederzeit aus dem Kanal fliehen könnt. Wenn ihr ohne Einsatz eures Headsets mit euren Mitspielern kommunizieren wollt, bleiben euch nur ein paar vorgefertigte Textblöcke für Begrüßungen oder knappe Kampfanweisungen.

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Tags: Multiplayer   Online-Zwang   Open World  

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