Test Fallout Shelter: Bethesdas Gratis-Atombunker für unterwegs

von Sven Vößing (02. Juli 2015)

Überraschend präsentiert Bethesda zur E3 Fallout Shelter, um die Wartezeit bis Fallout 4 zu versüßen. Ein Spiel, das aber durchaus nicht bloß als Lückenfüller betrachtet werden sollte.

In Vault 310 geht es hoch her!In Vault 310 geht es hoch her!

Da sind sie schon wieder, die Raider. Nein, hat leider nichts mit Schokoladen-Keksen aus den 80ern zu tun. Raider sind fiese Geschöpfe, die nichts anderes wollen als aus der eigenen Vault Ressourcen zu klauen. Gut, dass zwei schwer bewaffnete Bewohner den Eingang überwachen und die Einbrecher schnell beseitigen. Jetzt aber schnell in den Wohnraum schauen, ein Neugeborenes möchte einen Namen erhalten und dann bricht noch ein Feuer im Kraftwerk aus! Ein ganz normaler Tag in Vault 310.

Fallout Shelter gewährt dem Spieler einen völlig neuen Einblick in die bekannte Endzeit-Serie. Es geht nicht darum, mit einem Charakter im Ödland zu überleben, sondern ein ganzer Bunker soll bei Laune und am Leben gehalten werden. Unseren (etwas betagteren) Tester erinnert das Spiel anfangs stark an Little Computer People. Jüngere Spieler werden hier vielleicht eher an Die Sims denken.

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Fallout Shelter

Am Anfang gilt es erst mal den Bunker einzurichten und den Einwohnern Aufgaben zuzuteilen. Ein Kraftwerk sorgt für Energie, ein Wasserwerk für sauberes Wasser und die Kantine für Nahrung. Vor der Vault warten auch schon die ersten Bewohner und wollen eingeteilt werden. Jeder Raum hat nämlich auch eine maximale Personengrenze, so dass eine Überfüllung ausgeschlossen ist.

Harmonie und Gleichgewicht

Aber einfach mal ein paar Einwohner wild in die Räume verteilen, ist keine gute Idee. Jeder Bewohner hat Fähigkeiten die in den unterschiedlichen Berufen hilfreich sind. Ein starker Vault-Bewohner ist zum Beispiel gut im Kraftwerk aufgehoben. Jemand mit Beweglichkeit hilft gut im Restaurant aus und ein hoher Wert in "Wahrnehmung" hilft beim Aufbereiten von Wasser. Klingt alles erstmal komisch, ergibt aber durchaus Sinn. Ein Kellner braucht nun mal viel Ausdauer, und Schadstoffe sollten im Wasser besser schnell entdeckt werden.

Passen die Fähigkeiten, läuft es auch auf der Arbeit!Passen die Fähigkeiten, läuft es auch auf der Arbeit!

Das Kraftwerk gilt es als erstes zu besetzen. Denn ohne Strom läuft nichts in der Vault. Als nächstes werden die restlichen Bewohner auf ein Restaurant und das Wasserwerk verteilt. Diese Räume sind wichtig für die Vault, denn es muss immer ein Minimum an Energie, Nahrung und Wasser generiert werden. Je mehr Räume und Einwohner dazu kommen, umso höher steigt diese Grenze. Weitere Tipps für den Einstieg, finden sich in unserem Einsteigerguide.

Passen die Fähigkeiten zu den Räumen, beschleunigt sich die Zeit in der, zum Beispiel, Wasser aufbereitet wird. Wichtiger ist aber auch noch das der "Vaulti" sich einfach wohl fühlt und die Laune steigt. Ein starker Bewohner kann in einem Restaurant nicht sein ganzes Potential aussschöpfen und teilt euch das auch mit, in dem seine Stimmung stark sinkt. Glückliche Bewohner arbeiten halt besser.


Die Nacht gehört der Liebe

Es gibt drei Möglichkeiten an neue Bewohner zu kommen. Sie klopfen an die dicke und stahlverstärkte Tür der Vault, sie liegen einem Paket bei oder ihr macht Liebe. Korrektur, die Bewohner machen Liebe. Bringt ihr einen männlichen und einen weiblichen Einwohner in einem Wohnraum zusammen, beginnen diese wild miteinander zu flirten und zu tanzen. Und irgendwann, ja irgendwann wird, natürlich nicht sichtbar, Liebe gemacht und infolgedessen tritt die Schwangerschaft ein. Die werdende Mutter kann aber weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen.

Hier liegt Liebe in der Luft.Hier liegt Liebe in der Luft.

Hier zeigt sich auch die Liebe zum Detail. Zoomt ihr in einen der Räume hinein, könnt ihr den kleinen Mono- oder Dialogen der Vaultbewohner lauschen. Gerade bei den Sprüchen beim Flirten läuft Gefahr, dass Zucker aus dem Smartphone tropft. Beispiel gefällig? „Du musst ein Flaschengeist sein, denn du erfüllst alle meine Träume.“ Da müsst ihr aufpassen, um nicht auf der Schleimspur auszurutschen.

Je glücklicher die Vaultis sind, umso schneller arbeiten sie und steigen schneller in den Stufen auf. Die Stimmung lässt sich an den entsprechenden Werten und an den Gesichtsausdrücken ablesen. Ja, die Bewohner sagen euch ,wenn es ihnen richtig mies geht.

Kurz vor dem Exodus

Die Einwohner der Vault müssen sich aber auch vor einer Vielzahl von Gefahren schützen. Neben den vorhin genannten Raiders greifen noch riesige Kakerlaken an und zwischenzeitlich bricht auch gerne mal ein Feuer aus. Für die Angriffe und Überfälle empfiehlt es sich, die Einwohner mit Waffen auszurüsten. Diese erhaltet ihr am einfachsten, wenn ihr einen Bewohner zur Erkundung rausschickt. Auch hier greift der Spieler nicht in die Handlung ein und kann nur beobachten und - wenn es dem Bewohner ganz schlecht geht - diesen wieder nach Hause rufen. Im Idealfall mit neuer Ausrüstung und neuen Waffen.

Die richtige Taktik beim Aufbau ist von größter Wichtigkeit. In der ersten Vault gibt es zum Beispiel viele Räume und zu wenig Einwohner. Die Stimmung sinkt bis fast auf Null, es gibt kaum noch Nahrung und Wasser und dann kommen auch noch die Raider. Zwar können Tote gegen Bezahlung wiederbelebt werden (die Wunder einer digitalen Welt), dies ist aber zeitlich begrenzt und fordert immer mehr Geld.

Noch ein kurzer Blick auf die Ausrüstung. Waffen, wer hätte das gedacht, sorgen dafür, dass sich die Vaultis besser verteidigen können. Mit Anzügen werden Fähigkeiten verstärkt, also auch diese weise einsetzen. Fähigkeiten können und sollten später in Trainingsräumen verbessert werden. Auch das fördert die Stimmung.

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Tags: Free 2 play   Science-Fiction  

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