20 Jahre Virtual Boy: Darüber spricht Nintendo nicht gerne

(Special)

von Christian Detje (21. Juli 2015)

Er gilt als Nintendos blamabelster Fehltritt. Dabei sollte er eine 3D-Revolution werden. Heute feiert er seinen 20sten Geburtstag. Doch was hatten die Spieler damals an ihm auszusetzen?

Ist die Geschichte des Virtual Boys nun tragisch oder komisch Tragisch ist sie - unter Umständen - für seinen Erfinder Gunpei Yokoi. Der Virtual Boy war nach 30 Jahren bei Nintendo sein letztes großes Projekt. Ausgerechnet das misslang und hinterlässt somit einen Makel auf dem schillernden Lebenswerk des Game-Boy-Vaters.

Gunpei Yokoi gilt als bescheidener Mann. In freundlichem Ton erklärt er den Virtual Boy.Gunpei Yokoi gilt als bescheidener Mann. In freundlichem Ton erklärt er den Virtual Boy.

Allzu kluge Zeitgenossen mögen konstatieren, der gute Yokoi hätte eben aufhören sollen, als es am Schönsten war, gleich nach seiner Erfindung, dem Game Boy. Das ist natürlich Unsinn, denn Gunpei Yokoi war kein selbstständiger Künstler oder Alleinunterhalter, sondern ein Angestellter mit Arbeitsvertrag - und sicherlich mit nicht gerade fürstlichem Lohn.

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20 Jahre Virtual Boy: "Tauchgang in ein privates Universum"

Aber wie steht es mit dem Virtual Boy selbst? Muss sich der erfahrene Ingenieur Yokoi nicht doch den Vorwurf gefallen lassen, er habe mit dem teufelsfarbenen 3D-Augenkiller aber mal so richtig Mist gebaut - ganz gleich, was der Konzern ihm verdankt? Hat er womöglich gar die Marke Nintendo beschädigt? Schaut erst mal und urteilt dann.

Weiter mit: Überhastete Imagekampagne

Tags: Retro   Onkel Jo  

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