20 Jahre Virtual Boy: Darüber spricht Nintendo nicht gerne - Spielkonsole zum Taschenbuchpreis

(Special)

Spielkonsole zum Taschenbuchpreis

Selbst Supergrafik und Topspiele hätten der Konsole dabei nicht helfen können. Vielleicht war das Plumb schon bei seiner Arbeit an dem Virtual-Boy-Spiel Waterworld bewusst. Die Filmumsetzung gilt selbst unter den generell mauen VB-Spielen als eine denkwürdig dunkle Stunde in der Geschichte des Spielspaß.

Nintendo kündigt noch eine Brusthalterung für Kunden an. Aber daraus wird nichts mehr.Nintendo kündigt noch eine Brusthalterung für Kunden an. Aber daraus wird nichts mehr.

Noch im Mai 1996 senkt Nintendo den Preis für einen Virtual Boy aus Verzweiflung auf nur noch 99 Dollar (91 Euro). Danach ist es den Kaufhausketten in den Vereingten Staaten selbst überlassen, wie viel sie sich für das Gerät noch zu verlangen trauen. In einigen Teilen des Landes sollen sogar 20-Dollar-Preisschilder gesichtet worden sein. Und das für ein Gerät, das noch anderthalb Jahre zuvor Gunpei Yokois ganzer Stolz gewesen war. Dafür schämen sich die Verantwortlichen bei Nintendo in Grund und Boden. Und deshalb gibt die Firma auch nie offiziell bekannt, dass sie den Virtual Boy abschreibt, sondern verfrachtet die (immerhin ja transportable!) Konsole ganz ohne Aufheben in die schummrigste Ecke des Nintendo-Archivs.

Viele Gründe für den Flop

Die Wii U gilt mit knapp zehn Millionen verkauften Exemplaren in mehr als zweieinhalb Jahren als Reinfall – gegenüber dem Virtual Boy ist sie ein Kundenmagnet: Gerade mal 770.000 Stück bringt der Konzern unter die Leute – ein kommerzieller Totalausfall. Und dafür gibt es ein ganzes Gemenge von Gründen, angefangen bei der erzwungenen Einsamkeit beim Spielen, der Irritation der Kunden, die einen neuen Game Boy erwartet hatten, und dem anfangs noch hohen Preis.

Bei Teleroboxer spielt ihr einen Boxer in der Ego-Perspektive. Aber müssen seine Gegner denn so abartig hässlich sein?Bei Teleroboxer spielt ihr einen Boxer in der Ego-Perspektive. Aber müssen seine Gegner denn so abartig hässlich sein?

Wer sich von all dem nicht erschüttern lässt, hat aber bestimmt von den (häufig auch dramatisierten) Gesundheitsrisiken gehört. Oder er ist von der Grafik enttäuscht, weil er schon eine PlayStation hat. Oder die zum Start erschienenen Spiele überzeugen ihn nicht. Oder er wartet lieber auf das N64 – ist ja nur noch ein Jahr hin. Die Liste ließe sich leicht fortsetzen. Ja, für den Virtual Boy kam wirklich alles zusammen und mit seiner Werbekampagne hat Nintendo noch einmal alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.

Weiter mit: Rettungsring Nintendo 64

Tags: Retro   Onkel Jo  

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