20 Jahre Virtual Boy: Darüber spricht Nintendo nicht gerne - Nintendo warnt seine Kunden vor

(Special)

Kopfschmerzen nach dem 3D-Ausflug

Bringen sie ihn zurück, bekommen sie die 3D-Brille um zehn Dollar vergünstigt – wenn sie ihn denn dann noch wollen. Tatsächlich sorgt Nintendos scheinbar so raffinierte Leihaktion in aller Regel dafür, die immerhin 750.000 interessierten Spieler von ihrem Interesse zu kurieren. Nintendo will Käufer locken, in Wahrheit ist es, als würde es seine eigenen Kunden fürsorglich vor dem Kauf warnen, indem es sie rechtzeitig abschreckt, bevor sie ihr Portemonnaie zücken können.

Wer zu Hause seinen geliehenen Virtual Boy auspackt, mag sich vom futuristischen Design zunächst noch täuschen lassen.Wer zu Hause seinen geliehenen Virtual Boy auspackt, mag sich vom futuristischen Design zunächst noch täuschen lassen.

Und nicht wenigen von ihnen steht der Schreck noch ins Gesicht geschrieben, als sie die Brille wieder abliefern: Nicht nur, dass sie erkannt haben, dass der vermeintliche Generator für virtuelle Realität mit nur einer Bildschirmfarbe alles andere als realistische Spielgefühle vermittelt. Einige von ihnen haben nicht nur Rückenschmerzen von der unbequemen Haltung beim Spielen, sondern auch noch Kopfweh. Anderen ist schlecht geworden oder schwindelig.

Eine Partie Virtual Boy als Mutprobe

Es soll vereinzelt sogar zu epileptischen Anfällen und längerfristigen Sehstörungen gekommen sein. Hinter verschlossenen Türen mögen sich bei Nintendo daraufhin hitzige Szenen abgespielt haben, öffentlich reicht die Firma nur in verbindlichem Ton für jedes Virtual-Boy-Spiel die Option nach, es nach 15 bis 30 Minuten automatisch unterbrechen zu lassen, und Kinder unter sieben Jahren sollten um ihrer Netzhaut willen den Virtual Boy auch besser meiden – zur Sicherheit.

Waterworld ist nicht nur das schlechteste VB-Spiel; es zählt zu den Tiefpunkten der ganzen Videospielgeschichte - wie man ja auch sieht.Waterworld ist nicht nur das schlechteste VB-Spiel; es zählt zu den Tiefpunkten der ganzen Videospielgeschichte - wie man ja auch sieht.

Namhafte Mediziner mutmaßen, dass exzessiver Gebrauch des Geräts (auch wenn das sicherlich nur als alternative Strafe zum Hausarrest denkbar ist) womöglich sogar dauerhafte Gehirnschäden auslösen kann. Spätestens jetzt ist das Schicksal von Gunpei Yokois letztem großen Projekt besiegelt: Der Virtual Boy ist nicht nur eine unbequeme Enttäuschung, sondern gefährdet angeblich auch die Gesundheit! Nintendos Image hängt zu dieser Zeit am seidenen Faden.

Weiter mit: Ein voller Erfolg in Amerika! Oder?

Tags: Retro   Onkel Jo  

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