Test Journey: Die Kunst des Reisens

von Daniel Kirschey (31. Juli 2015)

In Journey spielt ihr nicht nur eine Reise, ihr empfindet sie nach. Was schon die PS3 mit Faszination erfüllte, wird nun auf der PS4 noch ein Stück faszinierender.

Journey - ein Kunstspiel. Bedeutet dies etwa eine prätentiöse Grundstimmung und zu wenig Spielmechanik wie bei so vielen anderen sogenannten Kunstspielen? In englischsprachigen Ländern flüstern Kritiker hinter vorgehaltener Hand über "Style over substance" - auf Deutsch heißt das einfach "Mehr Schein als Sein". Trifft dies auf Journey zu? Mal sehen.

Gleich ins Bett. Hm, noch etwas früh. Vielleicht genau die richtige Zeit, um Journey anzuspielen. Nur mal reinschauen, was das eigentlich ist; und warum Spieler und Kritiker so viel Aufhebens um das Spiel machen.

Das Spiel startet. Ein paar Firmennamen flackern über den Bildschirm - nichts Ungewöhnliches also. Der Startbildschirm zeigt ein paar Sanddünen, die brennende Sonne und zwei Fahnen, die im Wind flattern und an irgendetwas angebunden sind. In der linken unteren Ecke steht kurz und knapp "Neue Reise". Auf Englisch kommt das selbstverständlich noch besser rüber: "New Journey".

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Journey: Eine Reise die verändert

Ein Druck auf den Startknopf und die Reise beginnt. Eine Figur mit rotem Kapuzenumhang und Maske steht einsam in der Wüste. Aus dem Umhang lugen zwei spitze Beinchen. Einmal die Kontrolle über das sonderbare Wesen übernommen, ist außer Sand nicht viel zu sehen. Auf einer Düne erkennt ihr die zwei Fähnchen. Also erst einmal da draufhalten, sonst ist hier ja nicht viel.

Sobald das Umhangmännchen den Kamm der Düne erreicht, erweitert sich das Bild und ein Panorama zeigt einen leuchtenden Berg. Das Wort "Journey" glimmt über diesem. Dann schaut ihr in die anscheinend unendliche Wüste. Völlig auf sich allein gestellt, watet die Maskenfigur weiter.

Wohin und Warum

Gut, jetzt stakst ihr halt in einer Wüste umher. Einige Steinpfosten stecken im Boden. Weiter rechts ist eine Ruine auf der etwas leuchtet. Noch ist nicht wirklich klar, warum die rot gewandete Figur überhaupt durch die Wüste stapfen muss. Was treibt sie an?

Der Berg wartet auf euch.Der Berg wartet auf euch.

Eine Frage, die für die Identifikation des Spielers mit der Figur durchaus wichtig ist. Bislang treibt euch eher die Neugier an. Im Erkundungsmodus haltet ihr voll auf das leuchtende Ding zu. Steht der namenlose Held davor, absorbiert er das Glimmen. Auf dem Rücken webt sich aus dem Umhang eine glitzernde Schärpe hervor.

Mit der sammelt ihr herumfliegende Bänder ein, die eure Schärpe aufladen. Erst jetzt könnt ihr springen. Nicht nur springen: Fliegen, Gleiten und Drehungen vollziehen. Wie ein Tänzer wirbelt das Umhangmännchen durch die Luft. So erreicht ihr eine zuvor unpassierbare Anhöhe. Auf der befinden sich aktivierbare Steinpfähle. Mit einem Druck auf den Kreis-Knopf erstrahlen sie im Licht und eine Zwischensequenz setzt ein. Die erzählt das Spiel in kryptischen Reliefbotschaften. Ihr habt einen neuen Abschnitt freigeschaltet.

Das ganze Spiel bedient sich nur zwei Knöpfen. Der X-Knopf dient zum Springen, Fliegen, Gleiten und der Kreis-Knopf zum Aktivieren und Kommunizieren. Durch einen Druck auf den Kreis-Knopf erscheint eine helle Kugel um euch herum, an deren Spitze ein Symbol erstrahlt; dazu ertönt ein Klang. Bevor ihr euch im nächsten Gebiet fragt, warum ihr eigentlich in dieser Wüste seid und was eigentlich eure Aufgabe ist, begegnet euch ein anderes Maskenmännchen.

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Tags: Koop-Modus   Remake   Singleplayer   Indie  

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