PES: 20 Jahre virtueller Fußball im Rückblick - Untergehende Nachfolger, Vorbereitungen für nächste Höhepunkte

(Special)

Jahreszahlen anstatt Ziffern

Die größte Neuerung in der Serie im Jahr 2007 ist von außen betrachtet die Verpackung. Wie der Name PES 2008 vermuten lässt, trennt sich Konami von den Ziffern hinter dem PES-Schriftzug und ersetzt diesen durch Jahreszahlen. Zusätzlich erscheint ein echter Star auf der Spieleverpackung. Jan Schlaudraff! Äh, nein ... der zwar auch, aber gemeint war Cristiano Ronaldo.

Jung: Dem jungen Lionel Messi ist seine Jugend in PES 2008 wortwörtlich im Gesicht anzusehen.Jung: Dem jungen Lionel Messi ist seine Jugend in PES 2008 wortwörtlich im Gesicht anzusehen.

Ansonsten gibt es eine neue KI namens Teamvision, die Spielzüge automatisch erkennt und euch so das Leben im Verlauf des Spiels schwer machen will. Ansonsten spielt sich das Spiel aber nicht mehr so flüssig wie der Vorgänger und der Editor-Modus ist nur noch abgespeckt enthalten - vieles kann gar nicht mehr editiert werden. Die Präsentation samt Kommentatoren, Fangesängen und Menüs verliert haushoch gegen die Konkurrenz in Gestalt von Fifa 08 - trotz der erstmaligen Veröffentlichung auf PlayStation 3.

2008 erscheint dann mit PES 2009 der nächste Teil. Zwar ist auf dem Cover jetzt Lionel Messi, die offizielle "Champions League"-Lizenz ist enthalten und das Spieltempo ist nicht mehr so extrem überdreht. Dafür sehen die Animationen noch sehr aus wie Fußballer-Roboter und der "Werde zur Legende"-Modus kann mit dem "Be a Pro"-Modus von Fifa nicht mithalten. Von der Präsentation ganz zu schweigen, die sich altbacken, langweilig und uninspiriert präsentiert.

PES 2010 erscheint wiederum ein Jahr später und versucht mit Fifa mitzuhalten. Die Neuerungen, wie zum Beispiel eine "360 Grad"-Steuerung, eine nochmals verbesserte KI und die bisher meisten enthaltenen Lizenzen in einem PES klingen gut.

Aber auch hier fehlt jedoch der letzte Feinschliff. Alleine die dröge Präsentation auf dem Spielfeld, die Grafik, die Kommentatoren und die Anzahl der immer noch fehlenden Lizenzen trüben den Spielspaß.

Die Vorbereiter des nächsten Wendepunktes

Die nächsten drei Spiele der Reihe sind allesamt nicht schlecht, stehen aber dennoch jeweils im Schatten des Konkurrenten Fifa. Das liegt einerseits an dem Versuch an die alte Spielbarkeit heranzukommen - und jeweils zu scheitern. Und zum anderen, weil die Präsentation inzwischen nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist und mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten kann. Egal, ob Kommentatoren, Spielmenü-Optik oder die schrecklich eintönigen Fangesänge. In nahezu allen Belangen zieht Konami den Kürzeren.

PES 2011 macht viele Details aber auch richtig gut: Wettereffekte wirken sich auf das Ballverhalten aus, "Full HD"-Auflösung auf dem PC, stark erweiterter Editor und die Meisterliga ist online spielbar. Aber das Beste ist immer noch, sich feige im gegnerischen Strafraum per Schwalbenfunktion fallen zu lassen. Das war für viele Lacher gut!

Auch PES 2012 macht vieles super: die Spielergesichter wirken authentisch, es gibt viele Taktikoptionen, Trainer an der Seitenlinie rufen rein und ein zweiter Spieler ist gleichzeitig steuerbar. Richtig gut: Ihr könnt euch ein eigenes Stadion bauen. Top!

Mit PES 2013 verbessert Konami die Serie mit herrlichem Offensiv-Fußball inklusive steilen Diagonalpässen und schönen Tempowechseln - dazu eine Prise Unberechenbarkeit, wirkungsvolle Tricks und Finten.

Viel Zeit verbrachten Spieler hier im neuen, situativen Trainingsmodus, der einem alle Bewegungen, Tricks und Finten beigebracht hat. Alles getreu dem Motto: Einfach zu erlernen, hart zu meistern.

Weiter mit: Wackelig zu alter Stärke, Gestärkt in die Zukunft

Tags: Retro   Singleplayer   Gamescom 2015  

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