Vorschau For Honor - Kein "Button Mashing" / Der eigene Krieger

Kein "Button Mashing"

Kennt ihr noch Die by the Sword? Das wurde damals als realitätsnahe Schwertsimulation vermarktet und stellte sich am Ende als Mausfuchtelspiel heraus. So spielt sich For Honor zum Glück nicht.

Ein Ritter gegen zwei Samurai ... da stehen die Gewinner schon fest.Ein Ritter gegen zwei Samurai ... da stehen die Gewinner schon fest.

"Dark Souls"-mäßig (sogar mit gleicher Tastenbelegung) haut ihr leicht und schwer zu, doch aus welcher Richtung der Ritter zuschlägt, entscheidet die Schwerthaltung. Wer beispielsweise mal in den Codex Wallerstein hineingeschaut hat, erkennt einige Techniken des Ritters wieder. Die sind nicht zufällig in For Honor: "Ich hatte vor zwölf Jahren einen Kurs im Deutschen Langschwert", erzählt Jason Vandenberghe, "seitdem trage ich das Spiel mit mir im Kopf herum."

Um die Techniken ins Spiel zu bekommen, nutzt Ubisoft "Motion Capturing". Das war aber wohl nicht ganz so einfach, wie Vandenberghe verrät: "Wir mussten erst einmal Stuntmen finden, die auch ausgebildete Kämpfer in Martial Arts sind und dann noch schauspielern können". Gefunden haben sie die dann wohl, denn die Kampfanimationen sind beeindruckend.

Gerade im Duell gegen einen Mitspieler; denn dann arretiert ihr eure Kamera auf den Feind und nehmt mit dem linken Analog-Stick die jeweilige Schwerthaltung ein: Links, rechts oder oben. Je nachdem welche Schwerthaltung nun euer Gegner einnimmt, trefft ihr bei einem Schlag seinen Körper oder sein Schwert und umgekehrt. Das klingt nun erst einmal recht undynamisch, spielt sich aber intensiv. Ihr versucht nun den Angriffswinkel und die Haltung eures Gegner vorauszuahnen, damit ihr zwar ihn, er aber nicht euch trifft.

So gestalten sich die schnellen Scharmützel mit einem feindlichen Spieler sogar etwas taktisch. Am Ende obsiegt derjenige, der mit seinem Schwert schmatzend in den Nacken des Gegners drischt. Dabei fällt vor allem das intensive Waffengefühl auf.

Der eigene Krieger

Denn das Schwert fühlt sich "schwer" an. Schlagt ihr zu, habt ihr nicht das Gefühl, eine Waffe aus Papier in den Händen zu halten, wie es einige japanische Spiele mit überdimensionalen Kriegsgeräten vermuten lassen.

Farben und Rüstungen sollt ihr personalisieren dürfen.Farben und Rüstungen sollt ihr personalisieren dürfen.

Dieses Waffengefühl trägt viel zur Stimmung des Spiels bei. In Verbindung mit den schon beschriebenen Geräuschen des "Sound Teams aus dem Wald" schafft es For Honor, die Schwertkämpfe gekonnt in Szene zu setzen. Wem sein gepanzerter Ritter zu langsam ist, bekommt im Verlauf des Spiels die Möglichkeit neue Rüstungen auszuprobieren, die an der Schnelligkeit und Stärke des Kriegers feilen.

Überhaupt sollt ihr euren eigenen Krieger mit allerlei Tand und Farben behängen können. "Spieler, die auf historische Korrektheit pfeifen", sagt Vandenberghe grinsend, "dürfen ihren Wikingern auch Hörner an die Helme kleben."

Schließlich wählt ihr, so der leitende Entwickler, nicht nur einen Kriegertyp, sondern auch die Werte, die mit diesem Typus verbunden werden. Deshalb haben es auch genau diese drei Krieger in die Kämpferriege geschafft. Jeder scheint mit diesen Archetypen etwas zu verbinden, was die Identifikation des Spielers mit seiner Figur erleichtert.

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Tags: Koop-Modus   Multiplayer   Gamescom 2015  

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