Vorschau Dark Souls 3 - Neue Feinheiten im Kampf / Einges bleibt beim Alten

Neue Feinheiten im Kampf

Wie erwähnt spielt ihr keine statischen Figuren mehr, die hauptsächlich damit beschäftigt sind, zu blocken.

Die neuen Waffenhaltungen lassen euch mächtige Angriffe vollziehen.Die neuen Waffenhaltungen lassen euch mächtige Angriffe vollziehen.

Selbstverständlich könnt ihr weiterhin so spielen, wenn ihr das wollt. Doch wer sowieso schon immer mit einem Zweihänder herumgelaufen ist, und den Schild zwecks der damit einhergehenden Attribute auf dem Rücken trug, kann nun auch besser wegrollen und ausweichen. Die spannendste Neuerung ist jedoch der Kurzbogen.

Habt ihr die Bögen in den älteren Teilen oft ähnlich den Kieselsteinen in Bloodborne benutzt, um einen Gegner aus der Gruppe herauszulocken oder um euch auf eine Brücke zu stellen und eine gefühlte Stunde auf den Schwanz eines Drachens zu schießen, um an eine begehrliche Waffe heranzukommen, nutzt ihr jetzt den Kurzbogen auch wirklich im Kampf.

Denn der schießt jetzt aus dem Rollen heraus. Endlich werden die Fernkampfwaffen sinnvoll in das Spiel eingebaut und sind nicht mehr nur Beiwerk. Ähnlich ist es mit den "Ready Stances" (Haltungen). Schon im zweiten Teil konntet ihr bestimmte Angriffe ausführen, wenn ihr in jeder Hand eine Waffe hattet. Im neuen Teil bekommen nun alle Waffen eine eigene Haltung oder eher: einen eigenen Spezialangriff. Der ist mächtiger und öffnet wichtige Angriffsmöglichkeiten in der Verteidigung der Feinde, ist jedoch langwieriger und bietet somit diesen auch ein größerers Angriffsfenster auf euch selbst.

Mit jeweils einer Waffe in der Hand lässt euch die Haltung eine Feindgruppe besser kontrollieren, in dem ihr einen Wirbelangriff ausführt. Mit einem Zweihänder beispielsweise haut ihr einen Soldaten in die Luft, der dann auf dem Boden aufschlägt und euch Zeit gibt, noch einmal zuzulangen. Die Axt lässt euch einen Schrei ausstoßen, der eure Feinde kurz zurücktreibt.

Wie es Dark Souls 2 und auch Lords of the Fallen (gerne als das "deutsche Dark Souls" bezeichnet) schon vormachten, ändern sich die Bewegungsabläufe der Bosse auch in Dark Souls 3. So zieht der Dancer of the Frigid Valley nach einiger Zeit zusätzlich zum Feuerschwert noch ein Ascheschwert und ändert dadurch auch seine Bewegungsabläufe, die ihr dann neu einschätzen lernen solltet.

Überrascht hat in der Anspielsitzung am meisten das lange "Backstab"-Fenster. Gelangt ihr in den Rücken eines Gegners und schlagt zu, läuft eine Animation ab, und ihr metzelt den Feind von hinten ab. In dieser Animation seid ihr nun - im Gegensatz zum zweiten Teil - wieder komplett unverwundbar. Die verkürzte Unverwundbarkeit aus dem zweiten Teil ist also nicht mehr gegeben.

Einges bleibt beim Alten

Noch sind längst nicht alle Neuerungen bekannt. Es wurde etwas über versetzbare Leuchtfeuer gemunkelt. Doch dazu gabe es keine neuen Infos.

Das ist wohl einer der gefürchteten Bosse.Das ist wohl einer der gefürchteten Bosse.

Überhaupt hätten sich From Software und Bandai Namco die Fragerunde für die Journalisten sparen können. Außer einem "Dazu können wir leider jetzt noch nichts sagen", war aus den Entwicklern nichts rauszuholen. Klar ist: Es wird wieder "Covenants", Mehrspieler-Komponenten und alles anderes geben, das ihr aus den Souls-Spielen kennt.

Was es mit dem merkwürdigen blauen Balken auf sich hat, der etwaige Assoziationen an einen Manabalken hervorruft, wollte auch niemand beantworten. Vielleicht erfahrt ihr bald etwas über das Magiesystem in Dark Souls 3 - und auf einmal ist doch alles so anders. Es bleibt abzuwarten. Bislang ist das Gesehene auf jeden Fall ein Souls-Spiel.

Wer daran noch zweifelt, dem sei einfach gesagt, dass im ersten Abschnitt der obligaorischen Burg in Dark Souls 3 - wie schon in Teil 1 und Demon's Souls ein Drache auf euch wartet, der eure Feinde und euch, wenn ihr nicht aufpasst, mit einem Feuertstoß grillt. Miyazaki scheint diesen Drachen zu lieben. Der Drache ändert diesmal jedoch die Gegenerpositionierungen. Große Ereignisse sollen nun die Welt deutlich mitgestalten.

Zusammenfassend sei gesagt, dass alle Souls-Verächter weiterhin die Finger davon lassen werden und allen Souls-Verehrern beim Anblick von Dark Souls 3 wieder ein Leuchten in die Augen treten wird. Das meiste bleibt also beim Alten. Irgendwie ist das beruhigend. Dark Souls 3 bleibt sich treu. Doch ob die Formel so spannend mit Dark Souls 4 und Bloodborne 2 ewig weitergestrickt werden kann, ist zweifelhaft. Vielleicht gibt sich From Software mal einen Ruck und versucht sich neben den guten Souls-Spielen wieder an einer neuen Idee. Gerne auch gewürzt mit Miyazakis Spielmechaniken.

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Tags: Horror   Fantasy   Singleplayer   Multiplayer   Gamescom 2015  

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