Vorschau Deus Ex - Mankind Divided: Zwischen den Fronten

von Daniel Kirschey (18. August 2015)

Wieder entführt euch der neue Teil der "Deus Ex"-Saga in eine dystopische Zukunft. Adam Jensen wandelt als Ausgestoßener zwischen zwei Welten.

Entscheidungsfreiheit, offene Welt, multiple Wege führen zum Erfolg, Illuminati, düstere Zukunft - Willkommen in der Welt von Deus Ex. Im neuen Teil der Kult-Reihe namens Deus Ex - Mankind Divided wird die Zukunft jedoch noch düsterer, als ihr es ohnehin schon gewohnt seid. Zumindest für Adam Jensen. Der ist wieder die Hauptfigur des Spiels und passt nicht mehr in die Welt hinein.

Denn zwei Jahre nach dem Ende des gelungenen Vorgängers Deus Ex - Human Revolution, der auch im spieletipps-Test "Deus Ex Human Revolution: Teil 3 auf dem Prüfstand" gut abschnitt, ist auf der Welt viel passiert. Nachdem Adam Jensen im Vorgänger mehr oder weniger unfreiwillig mit Augmentierungen versehen wurde, müsste er im neuen Spiel ins Ghetto. Denn im Jahr 2029 sind Augmentierungen, also technische Verbesserungen des Körpers, nicht mehr so gern gesehen.

Die nicht-augmentierten Menschen wollen mit den Veränderten nichts mehr zu tun haben, weshalb diese kurzer Hand ins Ghetto wandern. Die Spannung in der Welt wächst also weiter. Und Adam Jensen steckt wieder mittendrin. Entwickler Eidos verlegt die Handlung dieses Mal zum Teil nach Prag in die Tschechiche Republik, um ihr finsteres Zukunftsbild zu zeichnen.

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Deus Ex - Mankind Divided

Auf der Gamescom 2015 stellen sich Produzent Olivier Proulx und der Verantwortliche für die Spielmechanik Patrick Fortier von Eidos den Fragen von spieletipps. Die perfekte Gelegenheit, ein wenig Licht in die dunkle Zukunft um Adam Jensen und die Illuminati zu werfen. Mehr zur Spielmechanik von Deus Ex - Mankind Divided findet ihr im Artikel: "Deus Ex - Mankind Divided: Kampf der Maschinenmenschen"

Diese bösen Augmentierungen

Eidos vebindet die Rollenspiel-Elemente wieder mit den Augmentierungen Jensens. Das bietet sich schließlich an.

Was wohl dieses schwarze Zeugs an Jensen ist?Was wohl dieses schwarze Zeugs an Jensen ist?

Doch in einer Welt, in der Augmentierungen nicht gerne gesehen sind - was bedeutet das für Jensen? Steht er deswegen automatisch auf der Seite der ghettoisierten Unnatürlichen? "Nein", erklärt Produzent Olivier Prouxl, "Jensen gehört nirgendwo so richtig hin." Außerhalb der Ghettos schläge ihm nämlich Misstrauen aufgrund seiner Augmentierungen entgegen. Und in den Ghettos ist er ebenfalls kein gern gesehener Gast, da den heruntergekommenen Bewohnern Jensens Augmentierungen einfach zu blitzblank seien. Die ganze Welt steht Jensen also argwöhnisch gegenüber.

Jensen steht zwischen den Fronten und will auch gar nicht für die eine oder die andere Seite Partei ergreifen. Ein Vertrauenssystem oder etwas Ähnliches sucht ihr vergebens. Denn Jensen hat eigene Ziele. Nach dem Fall von Sarif Industries gehört Jensen der Task Force 29 an, einer Anti-Terroreinheit gegründet von Interpol. Doch da er vermutet, dass diese von den Illuminati unterwandert ist, arbeitet er als Doppelagent noch mit dem sogenannten Juggernaut Collective, einem Zusammenschluss von Hackern, zusammen.

Das bedeutet auch, dass Jensen ab und zu gegensätzliche Aufträge von den beiden Gruppen erhält. Hier greifen dann wahrscheinlich die für Deus Ex so bekannten Entscheidungsmomente. "Das heißt jedoch nicht, dass ihr eine Gruppe wählen müsst, es geht mehr darum, was Jensen durch die Gruppen in Erfahrung bringen will", führt Prouxl aus. Denn Jensen verbleibt nach dem Ende des Vorgängers mit einigen offenen Fragen.

Im neuen Teil gibt es auch wieder Nebenmissionen, die jedoch mit der Geschichte des Spiels verbunden sind. Sie sind in diese eingeflochten und stehen nicht kontextlos im Raum. Beim Alten bleibt aber die Art der Welt: Deus Ex - Mankind Divided wird kein "Open World"-Spiel. Wieder setzt sich die Karte aus einzelnen Abschnitten zusammen, die jetzt zwar größer sind, doch nicht nahtlos aneinanderhängen. Für das was Eidos mit Deus Ex - Mankind Divided vorhat, ist dies wohl auch der richtige Weg und hat schon im Vorgänger gut funktioniert. Außerdem ist der Entwickler dann auch nicht gezwungen eine riesige Welt mit sinnfreien Sammelgegenständen zu füllen, um spielerische Interaktionen aus dem Nichts zu erschaffen.

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Tags: Science-Fiction   Singleplayer   Gamescom 2015  

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