Test Mad Max - Die Weite der Welt / Wüstenbeute

Die Weite der Welt

Hat Max erst einmal ein Auto unter dem Hintern, eröffnet sich dadurch das gesamt Ödland. Laufen wollt ihr sicherlich nicht, denn ein Blick auf die Karte verrät, wie riesig die Welt ist.

Gastown ist der Alptraum aller Umweltschützer.Gastown ist der Alptraum aller Umweltschützer.

Obwohl Mad Max in einer Wüstenlandschaft spielt, besteht im postapokalyptischen Australien nicht alles aus Sand. Na ja, um ehrlich zu sein: Das meiste dann doch. Trotzdem unterscheiden sich die Kartengebiete genügend, dass es euch nicht vorkommt, als würdet ihr dauernd durch das gleiche Gebiet preschen. Mal ist der Landstrich wie ein Canyon gezeichnet, mal sprenkeln Schwefelfelder die Gegend in ein grelles Gelb. Auch wenn die Grafik nicht überragend ist, zieht das Ödland einen in den Bann.

Wer sich doch daran wagt, mit dem bösen Max die Welt "per pedes", also zu Fuß, zu erkunden, braucht viel Zeit - und wird die guten Autokämpfe schmerzlich vermissen. Dann doch lieber mit Magnum Opus die Ödnis durchstreifen. Das Spiel ist schließlich dafür ausgelegt, dass ihr ein Fahrzeug benutzt. So kommt ihr auch am schnellsten zu den Lagern der Feinde.

Die sind auf der Karte verteilt und sollen von euch zerstört werden. Für Abwechslung sorgt, dass nicht alle Lager gleich aufgebaut sind und es vier Lagertypen gibt, die auch jeweils ein eigenes Vorgehen fordern. So sollt ihr beispielsweise in den Ölpumpen- und Öltransferlagern jeweils die Pumpe oder Transfertanks mithilfe von entzündeten Benzinkanistern in Flammen aufgehen lassen. Geht so ein Benzintank in die Luft, ergötzt ihr euch am Klang und Anblick der Explosionen. Schließlich ist das Spiel vom Entwickler, der euch auch Just Cause 2 und demnächst Just Cause 3 bringt.

Sogenannte "Stank Gum"- und "Top Dog"-Lager laden euch zu einer Gewaltorgie ein, da ihr in diesen den Oberbösewicht oder eine Zahl an Wüstlingen vernichten sollt. Ein bisschen Einerlei stellt sich irgendwann trotzdem ein. Die vier Lagertypen, können nicht ganz verdecken, dass sich eure Aktionen schlussendlich wiederholen. Also wieder in den Magnum Opus und weiter in die Welt von Mad Max.

Tanken nicht vergessen

Doch wer jetzt glaubt, er könne sich auf den Fahrersitz - der auch im Spiel rechts zu finden ist - begeben und endlos in der Wüste herumfahren, wird schnell bemerken, dass er wie im wirklichen Leben auf Benzin angewiesen ist.

Mad Max auf Erkundungstour mit seinem geliebten Auto.Mad Max auf Erkundungstour mit seinem geliebten Auto.

Irgendwann bleibt die Karre stehen, tankt ihr die spärliche Ressource nicht nach. Benzin findet ihr verteilt an den Orten, an denen ihr auch Schrott und andere Dinge findet. Damit ihr nicht ständig von einem Ressourcenort zum nächsten fahrt, könnt ihr einen der Benzinkanister mit aufs Auto laden.

Trotz der Plünderungsorte, Lagern und anderen interessanten Punkten, existiert in der riesigen Welt einiges an Leerlauf. Die Dichte der Orte in der Welt, die mit einer Spielmechanik verknüpft sind, könnte durchaus höher ausfallen. Es ist kein The Elder Scrolls 5 - Skyrim, in dem ihr auf dem Weg zur Winterfeste beispielsweise an einem Leuchtturm vorbeikommt, der nach genauerer Untersuchung eine dramatische Nebenaufgabe birgt. Fast alle Gestalten, die ihr in der Wüste von Mad Max trefft, greifen euch bloß an.

Bei den besagten Plünderungsorten findet ihr neben Schrott und Benzin auch historische Relikte. Das sind Gegenstände aus der Zeit vor der Apokalypse, die wie ein Puzzle zur alten Zeit fungieren. Sie erzählen die Geschichte einer vergessenen Zeit. Doch mehr als Sammeln ist auch hier nicht drin.

Übrigens: Die Ubisoft-Türme aus Assassin's Creed, mit denen ihr Punkte auf der Karte freischaltet, haben ebenfalls ihren Weg als Heißluftballons in Mad Max gefunden. War das wirklich nötig? Langsam schleicht sich die Frage ein, ob einige Entwickler hinsichtlich der Lösung bestimmter Spielmechanikprobleme wirklich so fantasielos sind. Ist das nicht irgendwie auch mal anders zu lösen?

Nochmal zurück zum Schrott. Den braucht ihr wirklich, denn ihr benutzt ihn hauptsächlich dafür, um Magnum Opus aufzuwerten. Gleichzeitig ist das Restmetall eine Art Währung, wie es die Kronkorken in den Fallout-Spielen sind.

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Tags: Science-Fiction   Singleplayer   Open World  

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