Star Citizen, No Man's Sky und Co. - Die Wiedergeburt der Weltraum-Simulation - Star Citizen

(Special)

Star Citizen - Ein Mann, ein Traum und eine riesige Bewegung

Christopher „Chris“ Roberts ist der George Lucas der Weltraum-Simulationen. 1990 war er der Mann hinter Wing Commander und wirkte an Freelancer mit. Ende 2012 stellt er ein Projekt namens Star Citizen auf der Finanzierungs-Seite Kickstarter vor. Sein Versprechen: Die größte, umfangreichste Weltraum-Simulation zu schaffen, die die Spieler-Welt je gesehen hat. "Mit Star Citizen habe ich endlich die Chance, das Spiel zu machen, von dem ich als Kind geträumt habe, als ich Filme wie Star Wars gesehen habe", verrät Chris Roberts im Interview mit spieletipps. "In Star Citizen gibt es einen Grad an Freiheit, in dem es darum geht, einfach ihr selbst zu sein, den euch kein anderer Weltraum-Simulator bietet."

Chris Roberts habt ihr bereits Spiele wie Wing Commander zu verdanken. Jetzt will er mit Star Citizen das Genre der Weltraum-Simulationen revolutionieren.Chris Roberts habt ihr bereits Spiele wie Wing Commander zu verdanken. Jetzt will er mit Star Citizen das Genre der Weltraum-Simulationen revolutionieren.

Ursprünglich will er dafür 2.000.000 Dollar Startkapital von bereitwilligen Spendern sammeln. Zwei Jahre Später, im September 2015, sieht das ursprüngliche Spenden-Ziel wie ein schlechter Witz aus – denn bisher sind über 88 Millionen Dollar (etwa 77,9 Millionen Euro) zusammen gekommen. Das ist ein Drittel des Budgets eines GTA 5. Dennoch bleibt Roberts im Angesicht dieser Summe auf dem Teppich. "Ich denke nicht viel darüber nach, weil ich mich so auf das Spiel fokussiere. Aber ich sehe die Summe auch nicht, wie ein Hersteller, der sich über einen größeren Gewinn freut. 89 Millionen bedeuten für mich, dass ich noch mehr Inhalte in das Spiel einbauen und es noch besser machen kann."

Klar, dass die übrige Spieleindustrie auf dieses Projekt aufmerksam wird. Nach dem Start-Erfolg von Star Citizen fangen gleich mehrere Entwickler an, ebenfalls eine Weltraum-Simulation zu entwickeln. Denn so viele zahlende Spieler zeigen: Die Welt will offenbar wieder in den Weltraum. Zumindest vor dem heimischen Bildschirm. Hier scheint Geld zu holen.

Große Pläne – zu große Pläne?

Star Citizen ist gerade inmitten der Entwicklung und soll nach Plan irgendwann 2016 exklusiv für PC erscheinen. Falls dieser Plan aufgeht, erwartet euch laut Roberts ein komplettes, lebendiges Universum, das ihr online mit Raumschiffen unsicher machen könnt. Denn in Star Citizen sollt ihr stets mit und gegen menschliche Spieler spielen – nicht gegen bloße Künstliche Intelligenz.

Doch mehr als das: Ihr könnt ebenso euer Raumschiff auf Planeten oder in einer Weltraum-Basis landen, aussteigen und zu Fuß gegen andere Spieler antreten. Ebenso könnt ihr euch einen Weltraumtransporter zulegen, eure Freunde einladen und als Gruppe durch den Kosmos reisen, um zum Beispiel gemeinsam Schiffswracks zu bergen. Oder ihr versucht euch als Händler und häuft durch Warentransporte Reichtümer an. Was es bisher davon zu sehen gibt, wirkt vielversprechend. Aber auch komplex. Tatsächlich soll Star Citizen euch zwar jede Menge Spieloptionen geben, gleichzeitig aber auch neuen Spielern einen guten Start ermöglichen. "Wir haben einige Entwickler, die ein komplettes HOTAS-System aus Joystick und Schubregler für alle ihre Einstellungen nutzen - und möchten Spielern diesen Grad an Realismus bieten. Genauso gut könnt ihr euch aber einfach in ein Raumschiff setzen, ein wenig herumfliegen, ein paar Drohnen abschießen und euch wie Han Solo fühlen", so Roberts. "Es ist wie mit Starcraft - das könnt ihr alleine mit der Maus spielen. Aber so werdet ihr nicht der Beste Spieler sein. Denn alle Profis kennen die ganzen Tastenkürzel auswendig und messen sich in Aktionen pro Minute."

Star Citizen könnte die Revolution der Weltraum-Spiele werden ... oder ein Flop.Star Citizen könnte die Revolution der Weltraum-Spiele werden ... oder ein Flop.

Star Citizen basiert auf einer modifizierten Cry Engine 3 (unter anderem bekannt aus Crysis 3) und sieht großartig aus. Wer das Projekt mitfinanziert hat, darf bestimmte Teile bereits antesten – etwa eine kleine Arena inmitten des Alls, in dem kleine Scharmützel zwischen Raumschiffen stattfinden. Und wer aktuell schon Star Citizen spielt, zeigt sich begeistert über die bisherige technische Umsetzung. Ob Roberts der Grund ist, warum das Genre der Weltraum-Simulationen wiederauferstanden ist? "Ich glaube, dass ich die Leute einfach nur daran erinnert habe, was sie früher geliebt haben."

Dennoch: Aktuell werden auch erste Stimmen laut, die an Star Citizen zweifeln. Zu groß seien Roberts' Ambitionen, heißt es. Die Entwickler seines Studios Cloud Imperium Games mussten kürzlich immer öfter geplante Termine für neue Spielinhalte verschieben. Ob Roberts sich zu viel vorgenommen hat? Hoffentlich nicht.

Weiter mit: No Man's Sky und Elite - Dangerous

Tags: Hardware   Kickstarter   Multiplayer   Open World  

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