Test PES 2016 - Schussverhalten und Steuerung

Schuss und Tor

Wie die Zweikämpfe ist auch das Schießen kontextabhängig. In erster Linie von dem jeweiligen Spieler und seinen Fähigkeiten. Zlatan Ibrahimovic hat bekanntermaßen einen extrem harten Schuss. Bei schlechteren Schützen sorgt das längere Drücken der Schuss-Taste lediglich dazu, dass der Ball höher fliegt - meistens über das Tor. Bei Ibrahimovic erzeugt das längere Drücken der Taste vielmehr einen noch härteren Schuss. Das fühlt sich nicht nur mächtig druckvoll an, sondern auch realistisch und damit authentisch.

Parade: Die Torhüter agieren reflexartig schnell. Nur noch wenige Fehler unterlaufen ihnen.Parade: Die Torhüter agieren reflexartig schnell. Nur noch wenige Fehler unterlaufen ihnen.

Natürlich ist mit einem guten Spieler nicht jeder Schuss auch ein Treffer. Es gibt ja noch die Torhüter. Diese reagieren nun schnell auf brenzlige Situationen, wehren mit Reflexen knifflige Aufsetzer ab und springen nach einer Parade schneller wieder auf ihre Füße, um mögliche Nachschüsse abwehren zu können. Ab und an - aber wirklich selten - machen aber auch die Computer-Torhüter böse Fehler. Mal unterlaufen sie eine Flanke oder parieren Bälle in die Mitte. Das ist dann natürlich bitter, aber irgendwo auch ein Stück weit Fußball: Fehler passieren.

Die Idee der bereits erwähnten exakten Abbildung der Spieler-Persönlichkeiten, geht aber auch über die bekanntesten Fußballer hinaus. Weniger bekannte Spieler fallen ebenfalls durch ihren Spielstil auf: Mit Sebastian Rode von Bayern München spielt ihr keine atemberaubenden, aber sehr zielgenaue Pässe. Der Abwehrhühne Vincent Kompany von Manchester City ist in der Luft eine Macht - in Sachen Antizipation, Beschleunigung und Geschwindigkeit hat er in Zweikämpfen am Boden aber auch mal das Nachsehen. Dagegen sprintet Rafinha jederzeit seine Außenbahn auf und ab und steht für Flanken aus dem Halbfeld jederzeit parat.

Dennoch stört eines an diesen Eigenschaften: Manche Spieler sind schlichtweg übermächtig. Angriffe von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo sind in vielen Situationen einfach nicht abzuwehren. Greift ihr diese nicht mit zwei Gegenspielern an, schenken sie euch des Öfteren Gegentore ein. Auch hier könnte man sagen: ja gut...das ist ja wie im echten Leben. Da ist tatsächlich etwas dran, aber in echt es gibt auch einige Abwehrspieler, die Messi oder Ronaldo den Ball abnehmen können. In PES 2016 ist das schwer - verdammt schwer.

Taktische Komponenten und einfache Steuerung

Dass wichtige Spieler den Unterschied ausmachen können, wirkt sich auch auf die Wichtigkeit eurer Team-Taktik und Auswechslungen aus. Beides kann immensen Einfluss auf euren Erfolg im Spiel haben. Bringt ihr zehn Minuten vor Abpfiff einen schnellen Außenstürmer rein, kann dieser die müde Abwehr des Gegners schwindlig dribbeln.

Für genügend Anspielstationen sorgen eure computer-gesteuerten Mitspieler mit ihren Laufwegen. Stürmer starten in freie Räume und heben dabei ihren Arm, um euch ihren Laufweg anzuzeigen. Das fühlt sich variabel und dynamisch an. Dennoch gibt es auch einen Nachteil: offensive Außenverteidiger rücken teilweise soweit vor, dass sie immer auf der Grenze zum Abseits befinden - teilweise noch weiter vorne als eure Stürmer. Fangt ihr euch dann einen Konter ein, fehlen diese natürlich hinten. Auch hier heißt es: ab ins Taktik-Menü und die zahlreichen Einstellungen wie Formation, Offensiv- und Defensivausrichtung nutzen.

Dribbling: Ihr könnt Gegenspieler alleine schon durch geschickte Körpertäuschungen aussteigen lassen.Dribbling: Ihr könnt Gegenspieler alleine schon durch geschickte Körpertäuschungen aussteigen lassen.

Das neue PES 2016 vereinfacht die Steuerung alleine schon deshalb, weil ihr jederzeit die volle Kontroller über eure Spieler habt. Schnelle Richtungswechsel per Analog-Stick reichen teilweise schon aus, um Gegenspieler aussteigen zu lassen. Manchmal müssen es aber auch kleine Tricks wie Übersteiger sein, um am Gegner vorbei zu ziehen. Aber das alles gelingt euch nach ganz wenigen Spielen und fühlt sich intuitiv an. Was ihr denkt, führen euere Spieler auch genauso auf Knopfdruck aus. Dennoch seid ihr nicht unzertrennlich mit dem Ball verwachsen: Sprinten ihr im falschen Moment oder verzettelt euch beim Dribbling ist der Ball weg. So einfach ist das. So simpel ist Fußball.

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