Test Star Wars - Galactic Battlegrounds

von Gerd Schüle (22. Februar 2002)

Bis heute gibt es kaum ein erfolgreiches Computerspiel, das auf einer Filmvorlage basiert. LucasArts hat sogar im Echtzeit-Genre bis heute nur Flops produziert. Die Fans der Star Wars-Saga warten immer noch auf ein akzeptables Strategiespiel zu den Filmen. Nach dem Komplettausfall von "Rebellion" unternimmt LucasArts nun mit dem im letzten Jahr erschienenen "Galactic Battlegrounds" ein neuen Versuch, ein gutes Spiel im Echtzeit-Strategie-Genre zu platzieren. In unserem Test erfahrt ihr, was daraus geworden ist.

Eine gut ausgebaute BasisEine gut ausgebaute Basis

Schützenhilfe

Damit sich solch ein Fiasko wie bei dem sterbenslangweiligen Star Wars - Rebellion nicht nochmals wiederholt, hat sich LucasArts Schützenhilfe bei den erfolgreichen Mannen der Ensemble Studios geholt. Durch den Erwerb einer Lizenz der Age of Empires 2: Age of Kings-Engine sicherten sie sich das Grundgerüst eines sehr erfolgreichen Spiels. Allerdings scheint den Entwicklern in dem Augenblick, als sie die Grafik-Engine in ihrem Besitz hatten, der Mut zur Eigenständigkeit völlig abhanden gekommen zu sein. Wie ist es ansonsten zu erklären, dass "Galactic Battlegrounds" fast eine 1:1 Kopie des großen Vorbilds geworden ist, nur eben mit einem anderen Szenario - sozusagen Star Wars im Mittelalter. Anders ausgedrückt könnte man auch sagen: Mit der Grafik-Engine wurde auch gleich das gesamte Spielsystem übernommen. Wie bei "AoE2" baut man 4 verschiedene Ressourcen ab, stampft eine Basis aus dem Boden, in der man dann eine schlagkräftige Armee zusammenstellt, damit man den Feind überrollen kann.

AT-ATs im EinsatzAT-ATs im Einsatz

Zusammenhangslos

Positiv ist, dass man in "Galactic Battlegrounds" alle bekannten Völker aus den 4 Filmen in die Schlacht führen kann. Die spielerischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Völkern sind allerdings mehr als gering. Es ist völlig egal, ob man die Gungans oder das Imperium übernimmt, der Spielablauf ist fast identisch. Die Missionen in den 6 verschiedenen Kampagnen sind inhaltlich sehr eng und gut an die Filmvorlagen angelehnt und dank zahlreicher Skriptereignisse sehr abwechslungsreich und spannend. Weniger gut ist dagegen, dass die Kampagnen keine durchgehende Story haben. Die einzelnen zusammenhangslosen Einsätze sind nur durch belanglose Kurzepisoden miteinander verknüpft. Hier hat LucasArts das Potential aus den Filmvorlagen leider nicht ausgenutzt. Hätte man eine durchgehende Handlung entwickelt und die Missionen mit Filmausschnitten als Zwischensequenzen miteinander verbunden, wäre zumindest die Atmosphäre des Spiels genial und einmalig.

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