Test Fifa 16 - Verbesserte Grätschen und neue Offensivmöglichkeiten

Grätschen bis zum Ballgewinn

Ebenfalls neu: die erweiterten Zweikampfmechanismen, die euch mehr Möglichkeiten in der Balleroberung geben. Mit einem gezielten Rempler in der Luft könnt ihr das Kopfballduell im Strafraum für euch entscheiden und den Ball klären. Und mit den neu animierten Grätschen könnt ihr den Ball gezielt erobern und einen Konter einleiten.

Zweikampf: Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive habt ihr nun mehr Möglichkeiten, den Ball zu behaupten.Zweikampf: Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive habt ihr nun mehr Möglichkeiten, den Ball zu behaupten.

Allerdings funktioniert letzteres nicht immer. Es kommt vor, dass ihr den soeben eroberten Ball sofort wieder an den Gegner abtreten müsst - weil ihr ihn nicht immer schnell genug kontrollieren konntet. Aber hey, so ist Fußball.

Auch dadurch unterbindet der Entwickler die absurden "von Grundline zu Grundlinie"-Spielzüge, die im Vorgänger noch viel zu häufig und problemlos funktionierten. Jetzt geht es vielmehr darum aus dem Ballgewinn in der Verteidigung oder im Mittelfeld etwas zu machen. Vorzugsweise etwas Intelligentes. Ihr könnt euer Aufbauspiel mit Sprints oder Pässen in den freien Raum forcieren - so wie ihr es wollt.

Dennoch gibt es nach wie vor eine Möglichkeit, das Mittelfeld schnell zu überbrücken: gelupfte Pässe in den freien Raum. Diese führen noch zu häufig zu gefährlichen Torchancen.

Dafür positionieren sich die Verteidiger jetzt häufig vor den Angreifern, so dass diese gedeckt sind und keine Anspielstation mehr darstellen.

Passen, dribbeln, flanken

Um die Balance zu wahren, haben auch die Angreifer dazugelernt. Die drei größten Neuerungen sind: präzise Pässe, Dribbling ohne Ballberührung und Flanken.

Angegriffen: Neue Dribbling-Bewegungen und straffere Schüsse vergrößern eure Möglichkeiten in der Offensive.Angegriffen: Neue Dribbling-Bewegungen und straffere Schüsse vergrößern eure Möglichkeiten in der Offensive.

Drückt ihr gleichzeitig die Pass-Taste und die rechte Schultertaste, spielt ihr einen präzisen und harten Pass, bei dem der Ball wenig hüpft und eher wie entlang einer Linie auf dem Feld entlangläuft. Der Vorteil: So könnt ihr über weite Distanzen dennoch Flachpässe spielen, die auch bei euren Mitspielern ankommen.

Und auf engem Raum funktioniert dies ebenfalls. So könnt ihr euch aus brenzligen Situationen befreien. Allerdings solltet ihr immer darauf achten, wen ihr anspielen wollt. Steht dieser Mitspieler nicht gut zu euch, kann er solch einen Pass nur schwer kontrollieren. Dennoch ist diese Pass-Methode ein probates Mittel gegen die intelligente Verteidigung.

Per Dribbling ohne Berührung - klingt irgendiwe ironisch, oder? - könnt ihr eure Gegner aussteigen lassen, ohne den Lauf des Balls zu verändern. Kennt ihr nicht? Kennt ihr doch! Der argentinische Fußballer Lionel Messi zelebriert das mindestens einmal pro Spiel. Haltet ihr die linke Schultertaste gedrückt, könnt ihr gleichzeitig mit dem linken Stick euren Spieler bewegen - ohne die Laufrichtung des Balles zu verändern. Täuscht mit eurem Körper links an und nehmt den Ball dann rechts mit und am Gegner vorbei. Funktioniert gut - allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Denn die damit verbundene Animation verrät erfahrenen Fifa-Spielern recht schnell, was gleich folgt und ist demnach zu verteidigen.

Schafft ihr es aber am Außenverteidiger vorbei, seid ihr in bester Position für eine Flanke. Auch hier gibt es Neues. Generell wirken die Flanken härter, schneller und zielstrebiger. Zusätzlich könnt ihr den Ball anschneiden und die Flanke vom Tor wegziehen - in den Lauf eures Stürmers. Dabei ist es wichtig, die neuen variablen Laufwege eurer Stürmer zu beobachten. Wer zieht wo die Abwehr auseinander? Und wen genau möchtet ihr anspielen? Das Beste daran ist: Eure Flanken finden präzise den Kopf eures Stürmers. Aber das ist aufgrund der körperbetonten Luftkämpfe keine Tor-Garantie. Gut so!

Alte Schwächen gibt es aber immer noch: Im Mittelfeld gibt es zu häufig das altbekannte "Ping-Pong"-Verhalten des Balles, bei dem der Ballbesitz gefühlt jede Sekunde wechselt. Ebenfalls hat man über keinen Spieler die 100-prozentige Kontrolle, da ihr gerade bei Dribblings den Ball aufgrund von reaktionsschwachen virtuellen Fußballern verliert. Das kann frustrieren - und das macht Hauptkonkurrent PES 2016 im Vergleich deutlich besser, weil hier die Reaktionszeit der Profis stimmt.

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Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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