Vorschau Dark Souls 3 - Darkborne / Fakten & Meinung

Darkborne

Doch nicht alles, was ihr in Dark Souls 3 findet erinnert an Bloodborne. Selbstverständlich gibt es auch vieles, das sofort das "Dark Souls"-Spielgefühl hervorruft. So zum Beispiel der Mehrspielermodus.

Die feindlichen Ritter erinnern ein wenig an die Baldur Knights aus dem ersten Teil.Die feindlichen Ritter erinnern ein wenig an die Baldur Knights aus dem ersten Teil.

Das "Menschlichkeitssystem" ist im dritten Ableger in "Embers" (glühende Asche / Kohle) überführt worden. Statt Menschlichkeit oder menschlichen Abbildern werft ihr euch diesmal Embers ein. Dadurch stellt ihr die Kraft des Aschefürsten im Spieler wieder her. Nun könnt ihr Freunde zu euch in die Partie einladen. Also eigentlich alles beim Alten. Umgekehrt – wenn ihr in die Welt eines Spieler einfallen wollt – bleibt ebenfalls alles beim Gleichen.

Das geht sogar soweit, dass es ähnliche Situationen wie in den beiden Souls-Vorgängern gibt. Ihr erscheint als roter Geist in der Partie eines anderen Spielers, eure Figur erhebt sich langsam. Vor ihr stehen schon drei Kämpen, der Spieler der Welt und zwei eingeladenen Helfer. Sobald sich der Körper eures eigenen Recken in der Welt vollkommen manifestiert und er Schaden nehmen kann, hauen die drei wie verrückt auf ihn ein. Das Erlebnis, einen anderen Spieler zu überfallen, bestand aus einen Bruchteil von Sekunden und war nicht gerade heroisch. Willkommen in Dark Souls!

Dark Souls 3 legt wohl außerdem wieder den Fokus auf die Estus-Flaschen. Diesmal gibt’s jedoch zwei davon. Einmal den normalen Estus-Flakon und einmal den Aschen-Estus-Flakon … oder wie er wohl demnächst heißen wird: Aschtus-Flakon. So lange Namen spricht ja niemand gerne aus. Die Zunge ist faul und das Gehirn trübe. Und übrigens: Von irgendwelchen Lebenssteinen ist zum Glück noch nichts zu sehen.

Auch wenn der eigene Ritter etwas schneller zu sein scheint, so schnell wie die Spielerfigur in Bloodborne ist er noch lange nicht. Gut, mittlerweile gibt es auch eine Klasse, die sich "Academy Assassin" nennt. Die trägt eine Renaissance-Maske und einen Dreispitz und könnte somit direkt aus Bloodborne stammen. Und die Bewegungsabläufe und Geschwindigkeit dieser ist enorm. Ob sie jetzt wirklich an die von Bloodborne herankommt, ist noch nicht deutlich genug. Doch zumindest Krieger mit dicker Rüstung sollten sich wieder in Schildkröten-Manier durch die Abschnitte schlagen lassen. Gelangt ihr in den Rücken des Feindes und landet einen Schlag, bekommt ihr wieder eine spezielle Animation zu sehen, wobei diesmal - wie im ersten Teil - die Unverwundbarkeitsphase wieder deutlich länger ist, als es in Dark Souls 2 der Fall war.

Auch Ritter auf der Gegenseite versprühen ein ungemeines Souls-Gefühl. Nicht nur, dass sie wunderbar in die mittelalterliche Welt passen, auch die Bewegungsabläufe und Angriffsmuster erinnern deutlich an die Vorgänger. Jeder der schwer gepanzerten Ritter bietet einen intensiven Kampf. Einige neue Bewegungen, wie ein Schildschlag nach hinten, stellen neue Herausforderungen auch für Veteranen dar. Ihr sucht die Lücke, setzt, um die Deckung zu durchbrechen, die neuen Haltungen ein und taktiert euch gegenseitig. So kennt und liebt ihr Dark Souls.

Zu den neuen Haltungen und anderen Neuigkeiten zu Dark Souls 3 lest ihr mehr in der spieletipps-Vorschau Dark Souls 3: Neue Infos zum nächsten Souls-Spiel sowie der spieletipps-Vorschau Dark Souls 3 - Das Sterben geht weiter!.

Da spritzt das Blut!Da spritzt das Blut!

Fakten:

  • spielt erneut in einer sterbenden Welt
  • der Aschefürst kehrt wieder
  • gewohnt hoher Schwierigkeitsgrad
  • Asche als wichtiges Element in der Magie
  • Mehrspielersystem ähnlich wie in Dark Souls 2, aber vielleicht mit bis zu 6 Teilnehmern
  • weniger, dafür aber größere Gebiete
  • neue Kampffertigkeiten wie Waffenhaltungen samt Spezialaktionen
  • Drachen spielen erneut eine Rolle
  • schnellerer Held und wendigere Gegner
  • bekannte Elemente wie Estus-Flakon oder das Leuchtfeuer
  • Kurzbogen jetzt verstärkt im Kampf einsetzbar
  • Ereignisse verändern die Welt
  • erscheint voraussichtlich Anfang 2016 für PC, PlayStation 4 und Xbox One
  • Dark Souls 3 ab 49,99 Euro auf Amazon vorbestellen

Meinung von Daniel Kirschey

Einige fragen sich nun vielleicht: "Warum ist dieser Vergleich so wichtig? Hauptsache es wird ein gutes Spiel!" Klar, aber denkt dran: Kritik an Souls-Spielen und an Bloodborne ist immer, um es mit der geläufigen Phrase zu sagen, Kritik auf hohem Niveau. Dark Souls 3 ist schon nach den kurzen Abschnitten, die ich gespielt habe unglaublich gut. Und ich kann es gar nicht abwarten, bis das Spiel erscheint, um vollständig einzutauchen.

Wenn eine Spielereihe durchweg eine so hohe Qualität bietet, liegt die Kritik halt manchmal in den kleinen Details. Zwar kam mir beim Anspielen auf der Gamescom 2015 der "Bloodborne-Anteil" weniger gewichtig vor (wie ihr im Artikel nachlesen könnt), doch als ich im Stresstest gegen Ungeheuer und andere Spieler angetreten bin, schlich sich bei mir persönlich das Gefühl ein, dass schon ganz schön viel Bloodborne in Dark Souls 3 steckt. Und ich bin da vielleicht ein bisschen kleinlich, aber ich mag mein Dark Souls "soulig". Ich würde mich über ein Bloodborne 2 überaus freuen, aber wenn ich Dark Souls spiele, will ich auch das typische „Dark Souls“-Gefühl haben.

From Software könnte hier die Grenzen etwas klarer ziehen und so zwei unabhängige, charakteristische und unverwechselbare Spiele-Reihen, also Marken, erschaffen. Sonst besteht die Gefahr, dass die einzelnen Elemente in einem Souls-Borne-Brei verschmelzen und das wäre – aus meiner Sicht – schade.

Unabhängig von dieser Kritik im Detail – um es noch einmal zu sagen: Das Spiel ist jetzt schon, nicht nur ein Augenschmaus (so schön war Dark Souls noch nie), sondern auch spielerisch von einer hohen Qualität. Die Lichtdynamik verspricht endlich das zu werden, was From Software schon für Dark Souls 2 versprochen hatte. Und die neuen Haltungen erweitern die spielerische Individualisierung auf angenehme Weise. Dark Souls 3 wird richtig gut!

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Tags: Fantasy   Horror   Singleplayer   Multiplayer  

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