Test Black Ops 3 - Mehrspieler-Modi, Zombie-Modus und Wertung

Mehrspieler-Modi und Spezialisten

Die Zeit der hektischen Riesensprünge mit dem Exo-Skelett ist vorbei. Treyarch setzt auf eine Kette flüssiger Bewegungen und erlaubt nur eher gemächliche Hüpfer mit dem Jet-Pack, Rutschen, Schwimmen und das Entlanglaufen an einer Wand. Zu jeder Zeit habt ihr die volle Kontrolle über eure Waffe, auch unter Wasser. Das geht mit ein wenig Übung flott von der Hand und macht euren Agenten zu einer agilen Tötungsmaschine.

Die Karten, von denen zwölf direkt zur Verfügung stehen, sind wie üblich eher klein. Dafür aber verwinkelt und teilweise über mehrere Ebenen verteilt. Habt ihr die Kampagne gespielt, werden euch viele Schauplätze bekannt vorkommen. Beispielsweise der Bahnhof in Zürich, ein französisches Dorf während des Zweiten Weltkriegs oder die Quarantänezone in Singapur.

Als Modi stehen euch zehn bekannte Spielarten wie Team Deathmatch, Suchen & Zerstören, Herrschaft oder Capture the Flag zur Verfügung. Der bislang einzige neue Modus nennt sich Geleitschutz. Hier sollen die Teams abwechselnd einen Roboter in feindliches Gebiet begleiten und innerhalb eines Zeitlimits heil abliefern.

Battery, eine der neun Spezialisten, die zur Auswahl stehen.Battery, eine der neun Spezialisten, die zur Auswahl stehen.

Eine Neuerung sind die neun Spezialisten, die ihr als Grundgerüst für euren Charakter nehmen müsst. Ruin, Outrider, Prophet, Battery, Seraph, Nomad, Reaper, Spectre und Firebreak sind die Kennungen und jeder Spezialist verfügt über eine ganz besondere Waffe und Spezialfähigkeit. So verfügt Spectre über eine Aktivtarnung, die euch kurzzeitig unsichtbar macht und eine tödliche Klinge für den Nahkampf. Oder Reaper, der eine Minigun mit dem hübschen Namen Sense dabei hat und zur Ablenkung Klone von sich erstellen kann. Diese Spezialwaffen und – fähigkeiten stehen aber erst nach dem Erreichen einer bestimmten Punktzahl zur Verfügung.

Euren gewählten Spezialisten könnt ihr individuell anpassen. Einen anderen Kopf und Körper verpassen, eure Lieblingswaffe ausrüsten und mit Gesten für Drohung, Lob und Prahlerei, sowie einen Satz zur Verspottung eurer Gegner ausstatten. Hier hat sich Treyarch ordentlich Mühe gegeben und die fiktiven Actionhelden noch mit einer kompletten Historie versehen, die fortgeschrieben wird, je öfter ihr diese einsetzt.

Profi-Serie und Zombie-Modus

Wenn ihr euch mit eurem Spezialisten in der Profi-Serie etablieren und vielleicht auch einmal um fette Preisgelder in der Call of Duty Championship spielen wollt, seit ihr in der Arena genau richtig. Hier spielt ihr in 4er-Teams gegen internationale Konkurrenz, sammelt fleißig Erfahrungspunkte und macht Fortschritte bei den Herausforderungen und Waffenstufen. Änderungen gibt es im Ranking-System zu vermelden. Ihr bekommt für jedes gewonnene Spiel einen Stern. Nach zwei Sternen steigt ihr einen Rang auf. Das geht bis zu Rang fünf, danach benötigt ihr für die nächsten fünf Stufen je drei Sterne usw. Verliert ihr ein Spiel, gibt es einen Stern Abzug. Einen einmal erhaltenen Rang verliert ihr dagegen aber nicht.

Gespielt werden die Modi Suchen & Zerstören, Stellung und der aus Call of Duty - Advanced Warfare stammende Uplink. Es stehen euch zwei Listen zur Verfügung, die Profi-Serie und Moshpit. Der Unterschied: Die Profi-Serie erlaubt das Ausschließen und Schützen von Objekten, Waffen und Punkteserien per gemeinsames Abstimmen. Wenn ihr also verhindern wollt, dass beispielsweise bei 1700 Punkten das mächtige Mutterschiff angefordert werden kann, solltet ihr versuchen, dieses zu bannen. Eine weitere Bedingung ist, das jedes Teammitglied einen anderen Spezialisten spielen muss.

Der Zombie-Modus schickt euch diesmal in das Jahr 1940.Der Zombie-Modus schickt euch diesmal in das Jahr 1940.

Natürlich darf der Zombie-Modus nicht fehlen. Welle um Welle an Untoten und anderem Höllengetier gilt es alleine, oder mit bis zu vier Spielern in Kooperation, niedermachen. Sterbt ihr, geht es zurück an den Anfang. Es gibt keine Speicherpunkte, die euch vor dem Frust des Ablebens schützen. Die Karte Shadows of Evil“ bietet euch eine mysteriöse Film-Noir Umgebung und spielt in der Stadt Morg City in den 1940er Jahren. Vier üble Charaktere, darunter ein korrupter Polizist, eine hübsche, aber mörderische Dame und ein untalentierter Zauberer, finden sich mitten unter Zombies wieder und müssen wohl oder übel zusammen arbeiten.

Waffen kaufen, Barrikaden aufbauen und die Geheimnisse erkunden ist eure Aufgabe. An bestimmten Stellen kann sich ein Spieler in ein Tentakel-Biest verwanden, das mit Stromstössen Geräte aktiviert oder sich auf die Dächer schwingt und so neue Wege erkundet. Nur mit perfekter Koordination, Auswendiglernen von Gegnerwellen und viel Ausprobieren kommt ihr an versteckte Artefakte, die euch helfen, immer ein Stück des Weges durch die Stadt weiter zu kommen. Hilfe gegen den Frust, mal wieder an der zehnten Welle gescheitert zu sein, bieten die in der Gegend verstreuten Kaugummiautomaten. Kauft euch eine bunte Kugel, und verschafft euch so wertvolle Waffen- und Fähigkeitsboni.

Vergleich zwischen der alten und aktuellen Konsolengeneration

Vergleicht ihr die Fassungen der alten und aktuellen Konsolengeneration, fällt auf, dass die Grafik auf der Xbox 360 und der PS3 deutlich heruntergestuft worden ist. Die Unterschiede sind frappierend.

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Call of Duty - Black Ops 3: Der Vergleich

Einige Bilder beweisen, dass nicht nur die hochauflösenden Texturen fehlen, sondern auch einige Objekte aus der Spielwelt verschwunden oder mit einfacheren Modellen ersetzt wurden. Das liegt nicht am Entwickler Treyarch. Für die Portierungen sind die Firmen Beenox und Mercenary Technology verwantwortlich. Dabei erinnert das Ganze an die PS3- und Xbox-360-Fassung von Mittelerde - Mordors Schatten, die ebenfalls eine andere Firma portierte und die dadurch grafisch wie auch speielrisch darangelitten haben.

Fakten

  • 12. Teil der Call of Duty-Reihe
  • ihr könnt einen männlichen oder weiblichen Spielcharakter erstellen
  • die Kampagne umfasst 11 Missionen
  • die Kampagne kann kooperativ mit bis zu vier Spielern gespielt werden
  • die Szenarien sind größer und nicht mehr so schlauchig
  • viele unterschiedliche Gegnertypen
  • nach dem Ende der Hauptkampagne wird eine Weitere mit dem Namen Nightmares frei geschaltet
  • in dieser sind die Missionen in einer anderen Reihenfolge angeordnet und mit Zombies verseucht
  • eine spannende und überraschende Handlung
  • ihr erlangt Erfahrungspunkte und Fertigungs-Kits, mit diesen könnt ihr neue Ausrüstung und Cyberkernverbesserungen frei schalten
  • es gibt drei Arten von Cyberkernen, die euch besondere Fähigkeiten verleihen
  • wenn ihr Fähigkeiten wie Wandlaufen und hohe Sprünge nutzen wollt, werden diese im Bereich Taktikrahmen eurer Ausrüstung eingesetzt
  • im Unterschlupf könnt ihr im Datentresor das versteckte Spiel Dead Ops 2 Arcade finden
  • im Unterschlupft könnt ihr Waffen, Ausrüstung und Cyberkampf-Fähigkeiten in Ruhe ausprobieren
  • bisher größter Zombie-Modus
  • im Freien Modus gibt es vier Strecken
  • es gibt im Mehrspieler-Modus die Auswahl aus 9 Spezialisten, die über unterschiedliche Waffen und Spezialangriffe verfügen
  • es gibt 12 Mehrspieler-Karten, 11 Mehrspieler-Modi vorhanden
  • neu ist der Spielmodus Geleitschutz
  • in gewerteten Spielen verdient ihr für gewonnen Spiele Sterne
  • habt ihr genügend Sterne gewonnen, steigt ihr einen Rang auf
  • ihr könnt hohe Sprünge ausführen, an der Wand entlanglaufen, Schwimmen und Rutschen
  • bei jeder dieser Bewegungen habt ihr die volle Kontrolle über eure Waffe
  • die gesamte Erstauslieferung des Spiels beinhaltet die Bonusmap Nuk3town
  • erscheint am 6. November 2015 für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One
  • Achtung: Die Versionen für PS3 und Xbox 360 sind ohne Kampagne und liefern nur den Multiplayer- und den Zombie-Modus.
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  • Hier findet ihr viele hilfreiche Tipps zu Black Ops 3

Meinung von Ulrich Wimmeroth

Ich habe gut zehn Stunden für die Hauptkampagne gebraucht. Ich bin nicht durchgeeilt, habe keine der gut gemachten Zwischensequenzen abgebrochen, aber auch nicht alle Sammelobjekte gesucht und möglichen Wege durch eine Mission erkundet. Für die, danach frei geschaltete, Nighmares-Kampagne kann man mindestens noch einmal die gleiche Zeit rechnen. Dazu das "Freie Spielen", das spaßige Dead Ops 2 Arcade, der Zombie-Modus und einige Missionen sollte man auch mal im Koop gespielt haben. Nein, zu wenig Inhalt für den Preis kann ich den Black Ops wirklich nicht vorwerfen.

Treyarch liefert dazu eine überraschende Geschichte und zum Ende eine Überdosis Gedankenexperimente, die mich wirklich ins Grübeln gebracht haben. Die Amerikaner würden dazu wohl „Mindfuck“ sagen. Gewohnte „Over The Top“-Action, größere und offenere Szenarien, neue und sinnvolle Kampffähigkeiten meines Agenten und eine optisch opulente Präsentation. Persönlich gefällt mir auch die Erdung des Mehrspielermodus. Keine riesigen Sprünge, keine Luftakrobatik mehr. Rutschen, Springen, Wandlaufen, Schwimmen – und immer dabei die Waffe unter Kontrolle. Der Vorgänger Black Ops 2 hat immer noch gut gefüllte Server, der dritte Teil könnte den Erfolg weiterführen.

91 Spieletipps-Award

meint: So gefällt die Rückkehr der Black Ops: Rasante Daueraction mit starker Handlung, zwei Kampagnen und gelungenen Mehrspieler-Modi.

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