Aufgedeckt: 10 Irrtümer über die Entwicklung von Spielen (und deren Richtigstellung) - Irrtum Nummer 2: Eine gute Idee ist alles, was ein Spiel braucht

(Special)

Irrtum Nummer 2: Eine gute Idee ist alles, was ein Spiel braucht

Ist euch das auch schon passiert? Ihr habt eine Idee und findet sie geradezu grandios! Sofort berichtet ihr euren Freunden darüber und könnt dann gar nicht verstehen, warum die das jetzt gar nicht so grandios finden. Oft geschieht das auch im Rahmen der Konzeption eines Videospiels.

Nur eine gute Idee muss doch reichen, um Link das Wasser reichen zu können. Oder?Nur eine gute Idee muss doch reichen, um Link das Wasser reichen zu können. Oder?

Jemand hat die "perfekte Idee". Und man will ja auch auf die Forderungen der breiten Masse hören, da gibt es nämlich auch "total coole" Ideen. Das nächste Uncharted soll endlich Laserwaffen bieten. Warum kommt Super Mario nicht in Street Fighter vor? Die von Borderlands sollen endlich mal ein Strategiespiel rausbringen. Und überhaupt: Wo bleibt eigentlich Half-Life 3?

Die meisten Spiele, denen eine Idee zugrunde liegt enthalten von eben dieser Idee oft so gut wie gar nichts mehr, wenn sie erst im Laden auf den Regalen stehen. Oft steht die harsche Realität der Produktionsmechanismen im Weg. Oder aber der Ideenbringer sieht in einem ersten Prototyp, dass sich die Idee zwar gut anhört, aber im Spiel irgendwie so gar nicht zündet. So zumindest wird es bei größeren Herstellern und Entwicklern gehandhabt.

Was ist aber mit der immer größer werdenden Menge an Spielen, die über Plattformen wie Kickstarter finanziert werden? Dort verlässt sich ein potenzieller Kunde - also ihr - auf einen knackigen Werbespruch, ein paar hübsch anzusehende Grafikentwürfe und das Versprechen des Entwicklers, dass das Spiel ganz toll wird. "Crowdfunding" ist grundsätzlich nicht schlecht, bringt aber auch sowohl für Entwickler als auch für Spieler gewisse Probleme mit sich. Wann immer während der Entwicklung ein Begriff in einem Forum, während eines Livestreams oder auf Twitter fällt, nehmen die zukünftigen Kunden dies bereits für bare Münze.

Dem Entwickler ist klar, dass eine Idee nur der Anfang eines langwierigen und komplexen kreativen Prozesses ist. Die Fans hingegen sind enttäuscht, wenn genau dieser eine Punkt nun doch nicht den Weg ins Spiel findet. Es gibt zahlreiche Prozesse im Zuge der Entwicklung, die rein gar nichts damit zu tun haben, was sich die Spieler erwarten. Ohne diese Abläufe kommt es aber erst gar nicht zu einem fertigen Spiel.

Die einzige Abhilfe für diese Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung und tatsächlichen Geschehnissen ist konstante Kommunikation und allergrößte Vorsicht im Umgang mit Versprechen. Denn diese können oft nicht gehalten werden.

Weiter mit: Irrtum Nummer 3: Pfeif auf Bugs! Hauptsache, das Spiel kommt auf den Markt

Tags: Fun   Bug   DLC  

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