10 überstrapazierte Dinge in japanischen Rollenspielen (JRPGs) - Nummer 2: Das Imperium ist böse, das Königreich ist gut

(Special)

Nummer 2: Das Imperium ist böse, das Königreich ist gut

Die Stadt Midgar aus FF7. Hier kann nichts Gutes rauskommen, oder doch?Die Stadt Midgar aus FF7. Hier kann nichts Gutes rauskommen, oder doch?

Wie schön, wenn die Lage der Welt und die Gesinnung von Nationen so einfach und klar zu erkennen sind, wie in japanischen Rollenspielen! Als Faustregel gilt: Sobald ein Land einen Kaiser hat, ist es ein Imperium und allein deswegen schon von grundauf böse, verdorben und schlecht. Ein Königreich, jedoch, verfügt über einen weisen, oftmals knuddeligen König, der sein Volk milde und mit großem Verständnis durch die Widrigkeiten des Lebens führt.

Außerdem verfügt das Imperium stets über die gesamte Technik auf der ganzen Welt. Flugmaschinen, Strahlenwaffen, absurd große versteckte Laboratorien, in denen unsägliche Experimente durchgeführt werden, fliegende Kampfstationen und Kampfroboter. Dazu kommt noch eine schlagkräftige Miliz, die mit Energiewaffen und Power-Rüstungen ausgestattet ist. Es liegt auf der Hand, dass jedes Imperium in jedem Fantasy-Universum nur eines im Sinn hat: Mehr Macht (was sie dann damit machen, wird eigentlich nie beantwortet), mehr Grausamkeit, mehr Eroberungen, mehr von allem. Der Imperator ist dabei oft nur eine Marionette seines Beraters oder Generals, der sich auch gerne mal als der ultimative Endboss entpuppt.

Außerdem - und das ist besonders wichtig - ist die Hauptstadt des Imperiums stets zweigeteilt. Im oberen Bereich leben die Reichen und Adeligen, im unteren Bereich hingegen tummeln sich die Bürger, der Abschaum, die Diebe und Mörder. Hier befindet sich auch meistens das Hauptquartier der Diebesgilde.

Im Königreich indessen lebt die Bevölkerung im Einklang mit der Natur, huldigt den acht Elemantar-Geistern (Feuer, Wasser, Erde, Blitz, Eis, Wind, Licht und Dunkelheit; Auch das entspricht in etwa der stereotypen Aufteilung.), bemüht sich um den Ackerbau und hütet den Schrein am Stadtrand, der vor 100 Jahren die große Invasion des Imperiums verhindert hat, indem er ... ähm, ein Licht ausgesendet hat, das die Bösen vertrieben hat.

Ein Handel mit vorhandener Technik existiert übrigens nicht. Diese gehört - wie bereits erwähnt - exklusiv dem jeweiligen Imperium und geht meist auf Kosten der Lebenskraft irgendwelcher ätherischer Wesen, die in den düsteren Laboren unter der Stadt unter der Egide eines wahnsinnigen Professors in großen Glaskanistern ihr übernatürliches Leben aushauchen.

Übrigens: "Imperium" ist 1:1 durch "Firma" austauschbar. Auf Firmen trifft nämlich auch alles zu, was in der Spielwelt böse ist.

Weiter mit: Nummer 3: Tsk, bringt der ein Schwert zu einer Schießerei

Tags: Fantasy   Anime   Retro   Fun  

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