Test Just Cause 3 - Technische Schwierigkeiten, Fakten und Wertung

Jetzt die Wermutstropfen - technische Schwierigkeiten

Zum Test lag uns ursprünglich die Version für PC vor. Die ließ sich aber aufgrund übler Grafikprobleme wirklich nicht testen. Auf Anfrage bei Hersteller Square Enix erhielten wir die Auskunft, dass es Probleme mit AMD-Grafikkarten beziehungsweise dem neuesten Treiber geben würde. Daher wurde uns dann alternativ ein Testmuster für die PS4-Version übermittelt.

Wenn es so richtig kracht, geht die Hardware schon mal in die Knie.Wenn es so richtig kracht, geht die Hardware schon mal in die Knie.

Doch auch die Variante für die PlayStation 4 ist nicht frei von Probleme. Im ärgsten Schlachtengetümmel kommt es zu Einbrüchen in der Bildrate, die die Spielerfahrung signifikant mindern können. Schließlich handelt es sich um ein astreines Action-Spiel - abgehackte Zeitlupengrafik hat darin wirklich keinen Platz.

Wesentlich schlimmer scheint es jedoch die Xbox One getroffen zu haben. Obwohl das Spiel auf Microsofts Konsole meist ohnehin in niedrigerer Auflösung (nämlich 900p) läuft, gibt es gerade hier die schlimmsten Probleme. Die Bildwiederholrate sinkt stellenweise auf 17 Bilder pro Sekunde. Und jetzt noch etwas ebenfalls sehr Störendes: Ladezeiten erstrecken sich auf bis zu 15 Minuten pro Vorgang!

Alle drei Versionen von Just Cause 3 (PC, PS4 und Xbox One) verlangen nach einer ständigen Online-Verbindung. Dabei kam es wiederholt zu Verbindungsabbrüchen, weil die Server nicht erreichbar waren. Selbst im Offline-Modus versucht das Spiel dennoch, eine Verbindung herzustellen, was eine gefühlte Ewigkeit dauert. Diese Probleme sollen allerdings laut Square Enix behoben werden. Dennoch kann es nach wie vor vorkommen, dass die Server gerade überlastet sind und nach wie vor Verbindungsprobleme entstehen können. Hoffentlich gibt es auch dafür bald eine vernünftige Lösung. Die Entbindung des Online-Zwanges wäre zum Beispiel eine solche.

Und nun der Balsam

Neben Herausforderungen und der Befreiung von Siedlungen warten Missionen auf euch, die die Handlung vorantreiben. Teilweise schaltet ihr sie erst dann frei, wenn ihr eine bestimmte Anzahl von Provinzen (die aus mehreren Siedlungen bestehen) erobert habt. In den Missionen bekommt ihr spielerische Standardkost. Oftmals eskortiert oder beschützt ihr jemanden oder sollt etwas zerstören beziehungsweise bestimmte Ziele ausschalten.

Die optische Seite von Just Cause 3 ist beeindruckend.Die optische Seite von Just Cause 3 ist beeindruckend.

Nicht zu viel erwarten solltet ihr in Bezug auf Handlung und Charaktere. Es gibt witzige Momente – keine Frage. Insgesamt hinkt Just Cause 3 einem GTA 5 hier jedoch meilenweit hinterher. Die Charaktere und Dialoge sind meistens flach, die Geschichte alles andere als mitreißend. Richtig klasse geworden ist dafür die optische Umsetzung. Die Inselgruppe von Just Cause 3 glänzt mit einer üppigen, abwechslungsreichen Vegetation, einem hohen Detailgrad, starken Lichteffekten, Wetter und einer großartigen Wasserdarstellung. Das täuscht über die zunehmend repetitiven Aufträge hinweg, weil es immer wieder optisch was Neues zu entdecken gibt.

Wer einmal mit Rico ins Wasser taucht, der will angesichts der Schönheit der Unterwasserwelt erst wieder an die Oberfläche, wenn der Sauerstoff-Vorrat zur Neige geht. Das Physik-Gerüst ist klasse, wenngleich es manchmal für seltsame Situationen sorgt und nicht immer nachvollziehbar ist. So war in einer Situation ein Boot durch einen kleinen Schubser umgekippt, so dass sich die damit zusammenhängende Herausforderung nicht mehr starten ließ. Ganz besonders gut gelungen sind aber die herausragenden Explosionseffekte. Wenn Rico die feindlichen Siedlungen zerlegt, dann fühlt ihr euch angesichts der optischen und akustischen Effekte tatsächlich wie in einem Actionfilm.

Fakten:

  • "Open World"-Spiel
  • dritter Teil der "Just Cause"-Reihe
  • Rico Rodriguez ist wieder Hauptfigur
  • Schauplatz ist die fiktive Inselgruppe Medici
  • immense Spielweltgröße, 130 Siedlungen zu befreien
  • spaßige Kombination aus Enterhaken, Fallschirm und Wingsuit
  • reichhaltiges Arsenal an Waffen und Fahrzeugen
  • alle Fahrzeuge können geentert werden
  • Zerstörung und Kreativität gehen Hand in Hand
  • Befreiung von Siedlungen, Missionen und Herausforderungen
  • Verbesserungen freischaltbar
  • beeindruckende Optik und Akustik
  • auf Dauer mangelnde spielerische Abwechslung
  • kaum spielerische Herausforderung
  • Handlung und Charaktere recht einfach gestrickt
  • massive technische Probleme auf Xbox One
  • erhältlich für PC, PS4 und XOne
  • hier geht's zu unserem Einsteiger-Guide zu Just Cause 3
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Meinung von Stephan Petersen

Just Cause 3 ist ein riesiges Actionspektakel. Ein spielbarer, völlig überdrehter Actionfilm. Unterstützt wird das Dargebotene durch eine starke Inszenierung. Insbesondere die Explosionseffekte gefallen mir. Das sieht nicht nur wie ein Actionfilm aus, sondern fühlt sich auch so an.

Das liegt ebenfalls an dem schlagkräftigen Waffenarsenal und der tollen Kombination aus Enterhaken, Fallschirm und "Wingsuit". Keine Frage, es macht Spaß, die feindlichen Siedlungen zu zerlegen und für die Rebellion zu befreien. Allerdings nicht auf Dauer, da es hinten raus an Abwechslung fehlt. Geschichte und Handlung reißen mich jedenfalls nicht mit.

Auch die Missionen sowie die Herausforderungen bieten überwiegend Standardkost. So viel Spaß die Zerstörungsorgie in den ersten Stunden auch macht, bald ist es zu eintönig, immer und immer wieder eine der 130 Siedlungen zu zerlegen. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad wenig anspruchsvoll. Mit der richtigen Strategie, die ihr schnell raus habt, ist die Befreiung einer Siedlung kein Problem.

Hinzu kommen technische Probleme, die von "geht so" auf PlayStation 4, über "das muss nun echt nicht sein" auf PC bis hin zu "das geht nun wirklich gar nicht!" auf der Xbox One reichen. Liebe Entwickler bei den Avalanche Studios: Gerade bei einem Spiel, das auf opulente und brachiale Action setzt, sollte die Technik stimmen. Ansonsten wirkt die schönste Explosion nur wie eine langweilige Diashow. Wenn das Geschehen dann auch noch entsprechend zähflüssig wird, ist das Klassenziel verfehlt worden.

Wer Spaß an einer virtuellen Zerstörungsorgie in Form eines virtuellen, überdrehten Actionstreifens hat, der liegt ansonsten bei Just Cause 3 richtig. Wer darüber hinaus spielerische Herausforderung und Abwechslung sowie eine starke Handlung wie bei GTA 5 sucht, der sollte einen Bogen um das neueste Abenteuer von Rico Rodriguez machen.

78

meint: Zerstörungsorgie mit massiven technischen Schwierigkeiten. Kurzfristig sehr unterhaltsam, doch auf Dauer fehlt Abwechslung und spielerischer Herausforderung.

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Tags: Open World   Online-Zwang  

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