Test Dead or Alive Ultimate

von Florian Funk (19. Februar 2005)

Nach einem eher mittelprächtigen Ausflug in die Welt des Beach Volleyball geht es mit der "Dead or Alive" Serie nun "Back to the Roots". Diesen Ausdruck kann man im Falle von "Dead or Alive: Ultimate" sogar wörtlich nehmen, denn statt mit "Code Cronus" endlich eine waschechte Fortsetzung zu präsentieren, werkelte Team Ninja lieber an einem Xboxlive tauglichen Update der ersten beiden Teile. Ob sich das lange Warten gelohnt hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Der Kampf im Gewittersturm ist optisch sehr schick.Der Kampf im Gewittersturm ist optisch sehr schick.

Frischzellenkur

Während andere Prügelspiel Serien mit abgedrehten Charakteren und gewaltigen Supermoves beeindrucken, liegt der Schwerpunkt bei der "Dead or Alive" Serie schon seit Jahren auf der Optik und dem Brustumfang der weiblichen Charaktere. Statt der Trilogie aber endlich einen würdigen Nachfolger zu genehmigen, versucht man nun vielmehr die Onlinegamer dieser Welt zu erreichen, sprich diejenigen die Microsofts Xboxlive Service in ihr Herz geschlossen haben. Nach dem phänomenalen dritten Teil (immerhin Xbox Launchtitel) waren die Hoffnungen in die Online Version von "Dead or Alive" natürlich immens. Doch eine wirklich eigenständige Episode ist "Dead or Alive: Ultimate" dann leider nicht geworden, sondern viel mehr eine Completition der ersten beiden Teile. Am einfachen, intuitiven Kampfsystem hat sich nichts geändert, mittels den vier Tasten wird geschlagen, getreten, geworfen und geblockt (oder gar gekontert). Ein intensives erlernen der Moves ist hierbei eher weniger nötig als beispielsweise in "Street Fighter" oder "Tekken", da die meisten Attacken ohnehin recht simpel gestrickt sind. Insgesamt wirkt die Steuerung aber etwas träge, und nicht immer 100% punktgenau. Dies gilt übrigens für beide Episoden, die sich prinzipiell recht ähnlich spielen, sich also lediglich in ihrer Komplexität deutlich voneinander unterscheiden.

Der Erstling kann seine Herkunft allein optisch nicht verheimlichen.Der Erstling kann seine Herkunft allein optisch nicht verheimlichen.

Dead or Alive

Nun aber wende ich mich dem Erstling der Serie zu, welcher wahrscheinlich von den meisten Käufern der "Ultimate" Version ohnehin ungespielt bleiben wird. Verwunderlich wäre dies nicht, denn technisch und spielerisch ist "Dead or Alive" kaum noch zeitgemäß. Die Grafik wurde zwar minimal aufgepeppt, aber wirklich gut schaut es deshalb noch lange nicht aus. Bei den Spielmodi bietet "Dead or Alive" in etwas das Gleiche wie die späteren Teile, nur mit dem Unterschied, dass hier noch der Modus "Kumite" vorhanden ist, bei dem ihr euch mit etlichen Kontrahenten messen müsst. Spielerisch lag die Urversion bereits sehr nah an den späteren Episoden, jedoch fehlen hier massig Moves und damit die nötige Abwechslung. Mehrstöckige Arenen sind ebenfalls nicht vorhanden. Der Soundtrack konnte mich nicht so richtig begeistern, genauso wenig wie das lausche Intromovie. "Dead or Alive" ist übrigens genau so wie "Dead or Alive 2" online spielbar, und verfügt im Großen und Ganzen auch über die gleichen Features. Dass die beiden Spiele auf verschiedenen Disc's platziert wurden ist insofern praktisch, da wohl wirklich nur die absoluten Serienveteranen hier mal einen Blick riskieren werden. Neuauflagen von "Tekken3""oder "Soul Blade" wären mir doch bei weitem lieber gewesen, aber Letztere stammen ja bekanntlich aus dem Hause Namco und kamen somit nicht wirklich für dieses Spiel in Frage.

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