Test Xenoblade Chronicles X - Fakten und Wertung

Fakten:

  • umfangreichstes Spiel für Wii U
  • enthält deutsche Übersetzung
  • riesige Spielwelt
  • Echtzeitkämpfe mit Elementen aus rundenbasierten Gefechten
  • 10 wählbare Klassen
  • über 300 sammelbare Ressourcen
  • bedingt frei wählbare Neben- und Hauptmissionen
  • Spielergruppe mit bis zu drei Nebencharakteren
  • später auch Gefechte in Kampfanzügen
  • Online-Funktion erlaubt Zusammenspiel mit anderen Spielern
  • erhältlich für Wii U
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Meinung von Michael Krüger

Was hab ich mich auf Xenoblade Chronicles X gefreut. Sowohl die Wii- als auch die 3DS-Version des Vorgängers begeisterten mich. Eine große Spielwelt voller Geheimnisse, eine tolle und teilweise berührende Geschichte und starke Charaktere. Gekrönt wurde diese Mischung mit einem intelligenten und fordernden Kampfsystem, das selbst nach unzähligen Stunden nicht langweilig wurde.

Es ist für mich schwierig, das neue Spiel der Reihe zu beurteilen. Ja, die Entwickler haben sicherlich viele Dinge gut gemacht. Mira ist ein toller Planet, der viele Überraschungen beherbergt. Die ersten 20 bis 30 Stunden war ich voller Freude und vor allem Vorfreude auf mehr. Doch nach und nach musste ich feststellen, dass ich mich in einem Treibsand aus Monotonie befinde. Es ist als würde man das Intro eines Liedes hören und darauf warten, dass es losgeht - doch das tut es nicht.

So sehr ich die Gestaltung der Figuren im Vorgänger mochte so wenig einprägsam finde ich sie in Xenoblade Chronicles X. Leere und vor allem deformierte Puppengesichter, die weder eine Persönlichkeit ausstrahlen, noch in irgendeiner Weise berühren oder gar eine Beziehung zulassen. Da kann auch die Spielmechanik nicht trösten, denn diese stagniert für meinen Geschmack zu schnell und bleibt fast durchgehend unverändert. Ich lerne, wann Gegner unbezwingbar sind und akzeptiere es. Aber ganz ehrlich: So war es auch bereits im Vorgänger. Irgendwann war auch da der Punkt erreicht, an dem jeder Feind vor der Kampfkraft meiner Truppe in die Knie gehen musste.

Natürlich vergleiche ich Xenoblade Chronicles X mit dem Vorgänger. Da es den gleichen Namen trägt, ist das eine logische Konsequenz und ein Vergleich, den sich das Spiel gefallen lassen muss. Diesem hält es in meinen Augen jedoch nicht stand, denn was eine bewegende Reise und ein durchgehend befriedigendes Spielerlebnis war, verkommt in Xenoblade Chronicles X zu einer - wenn auch beeindruckend großen - Masse aus hübsch inszenierter Belanglosigkeit. Für die ersten 30 Stunden zolle ich ihm dennoch einen gewissen Grad an Respekt.

Meinung von Dennis ter Horst

Mich hat Xenoblade Chronicles X nach knapp 30 Minuten gehabt und ich wollte nicht mehr aufhören. Einer der für mich jetzt schon tollsten Momente des Spiels ist der erste Kampf. Die Musik fängt mit einem düsteren, elektronischen Sound an und auf einmal setzt die Gitarre ein – genau mein Ding. Auch sonst liebe ich die Geräuschkulisse und freue mich schon darauf, mir bald den Soundtrack ins Haus zu holen. Auch die Landschaften finde ich toll und es macht einfach Spaß, die Gegend zu erkunden. Dies ist auch sinnvoll, da euch die Nebenmissionen des Spiels im Grunde in jeden Winkel der Karte schicken, um irgendetwas zu sammeln. Normalerweise ist dies recht plump und kann sich auch schon einmal etwas ziehen, aber die Spielwelt hat so viel zu bieten und überall gibt es etwas zu entdecken, sodass mir dies wirklich nichts ausmacht.

Wer den Vorgänger schon gespielt hat, kennt das Kampfsystem in seinen Grundzügen bereits und dürfte schnell zurechtkommen. Ein paar Änderungen sind natürlich dabei, aber das ist ja klar. Jedoch kann ich es verstehen, wenn sich Neulinge anfangs etwas überfordert fühlen. Im Grunde könnt ihr am Anfang schon so gut wie überall hin, alle Bereiche der großen Stadt NLA sind für euch zugänglich und man weiß gar nicht so richtig, womit man anfangen soll. Auf dem Pad sind viele Symbole zu sehen, mit vielen Personen kann gesprochen werden und ihr bekommt erst mit der Zeit mehrere Info-Boxen spendiert, die euch Näheres erläutern. Das Spiel versucht zwar, den Spieler Schritt für Schritt anleiten, doch oft fällt das Ergebnis dabei verwirrend und kompliziert aus.

Für mich ist Xenoblade Chronicles X das Spiel des Jahres auf der Wii U. Es ist riesengroß, bringt einen Batzen an Umfang mit sich und es macht einfach Spaß, die Musik zu hören, die großen Areale zu erkunden und die doch noch eine oder andere, verborgene Höhle zu entdecken. Es ist nicht das perfekte Spiel, aber über die Fehler kann ich getrost hinwegsehen, da mich das Spiel einfach zu sehr fesselt und die positiven Punkte überwiegen. Ich kann es jeden Rollenspiel-Liebhaber einfach nur wärmstens ans Herz legen, denn je länger man es spielt und je mehr man von dem Spiel versteht, umso mehr Spaß macht es – auch nach bereits einigen Spielstunden.

85 Spieletipps-Award

meint: Gigantischer Umfang und epochale Spielwelt mit zahlreichen komplexen Ideen. Großartiges Spiel, jedoch nicht frei von Mängeln.

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Tags: Science-Fiction   Open World  

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