Vorschau The Division: Es ist wirklich ein Rollenspiel, so spielt es sich

von Jens-Magnus Krause (15. Januar 2016)

Alter Schwede! Ein Online-Shooter mit einer offenen Spielwelt samt Koop-Modus und das in New York? Tom Clancy wäre stolz. Wir haben die Entwickler besucht.

Taktischer Angriff: Wer in "The Division" einfach drauf losstürmt hat schlechte Karten. Deckung und kluges Vorgehen sind Trumpf.Taktischer Angriff: Wer in "The Division" einfach drauf losstürmt hat schlechte Karten. Deckung und kluges Vorgehen sind Trumpf.

Was der schwedische Entwickler Massive vorhat, klingt groß. Aber funktionieren alle Einzelteile im großen Ganzen? So viel wie bisher über die Spielwelt, die Geschichte und die namensgebende Spezialeinheit "Division" bekannt ist, so wenig Informationen gab es bis jetzt zu Missionsabläufen, der Charakterentwicklung und euerem Hauptquartier. Doch nach vierstündigem Anspielen direkt bei den Entwicklern in Malmö sieht bei The Division nun alles anders aus - klarer, umfangreicher und tiefgehender.

Doch der Weg bis hierhin war kein leichter für Hersteller Ubisoft und den schwedischen Entwickler Massive: 2013 während der Spielemesse E3 angekündigt, musste man die geplante Veröffentlichung von 2014 auf 2015 verschieben und danach abermals auf den nun bestätigten 8. März 2016. Doch der naht nun mit großen Schritten.

Ein zusätzliches Opfer in der Entwicklungsgeschichte ist die Companion-App, die nicht mehr erscheint. Die per Smartphone oder Tablet steuerbaren Drohnen, sollten das Spiel um eine taktische Komponente erweitern, aber aufgrund nicht lösbarer Probleme in der Spielbalance fiel dieses Vorhaben letztendlich aber hinten über.

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Erste Bilder zu Tom Clancy's The Division

Auch Gerüchte und Vermutungen über den Einsatz einer Grafik mit verringertem Detailgrad, gerade im Vergleich zu der bei der Ankündigung verwendeten, machten die Runde. Keine leichte Ausgangsbasis also für das Online-Rollenspiel mitsamt offener Spielwelt und dem Fokus auf taktischen Vorgehensweisen.

Was bleibt knapp zwei Monate vor Veröffentlichung zu sagen? Das Spiel ist deutlich besser als seine Vorgeschichte vermuten lässt und bis auf wenige Unklarheiten wartet ein in seiner Facetten-Gesamtheit vermutlich noch nie dagewesenes Spielerlebnis auf euch.

Eine Krise soweit das Auge reicht

Die Hintergrundgeschichte von "The Division" basiert auf einer realen Simulation. Was paradox klingt, ist leider weniger gegensätzlich als ihr denkt. Experten des US-Militärs simulierten unter dem Projektnamen "Dark Winter" einen biochemischen Angriff auf die USA.

In diesem Szenario bringen Terroristen im Jahr 2001 ab dem "Black Friday", dem Freitag nach Thanksgiving (23. November), mit Viren verseuchte Geldscheine in Umlauf - mit verheerenden Folgen. Die Hilfe durch essenzielle Hilfskräfte wie Polizei und Feuerwehr bleibt alsbald aus, zivile Ungehorsamkeit breitet sich aus und es gibt stetig steigende massive Verluste in der Zivilbevölkerung. Zerstörte Geschäfte, Autos und komplett verwüstete Straßenzüge kommen hinzu - genauso wie das häufige Auftreten von neu formierten kriminellen Banden und Fraktionen. Und das alles innerhalb von nur fünf Tagen.

Horror-Szenario: Der biochemische Terrotisten-Angriff basiert auf einer echten Simulation des US-Militärs. Nach dem Motto: was wäre, wenn...Horror-Szenario: Der biochemische Terrotisten-Angriff basiert auf einer echten Simulation des US-Militärs. Nach dem Motto: was wäre, wenn...

Die Vereinigten Staaten - und damit auch New York - sind in dieser Simulation dem Abgrund nahe. In "The Division" ist die Simulation allerdings Realität. Und hier kommt ihr ins Spiel. Ihr führt fortan einen Kampf gegen die (noch) unbekannten Terroristen - und für das Fortbestehen von New York, den USA, der gesamten Menschheit. Euer Ziel: Zu klären, wer hinter dem biochemischen Angriff steckt.

Damit euch das gelingt, seid ihr ein Teil der Spezialeinheit mit dem Namen "The Division." In 4er-Teams per Koop-Modus oder wahlweise alleine, rückt ihr jeweils zu gefährlichen Missionen in Midtown-New-York (Mitte von Manhattan) aus - dem Schauplatz des Spiels.

In einer nahezu Ein-zu-eins-Abbildung von New York verbringt ihr "locker mehr als 20 bis 30 Stunden alleine mit der Geschichte des Spiels - danach geht es immer noch richtig los und weiter mit eurer Charakterentwicklung", erklärt der Associate Creative Director des Spiels, Julian Gerighty, im Interview.

Ob die bis dahin auf den Mittelteil von Manhatan beschränkte Umgebungskarte noch ausbaufähig, erweiterbar und erspielbar ist - das verriet der Entwickler nicht.

Am Anfang war eure Operationsbasis

Nach einer für das Tom-Clancy-Thriller-Universum typischen Intro-Sequenz, inklusive der Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte, befindet ihr euch in einem Hub wieder. Das ist die Zone, in der ihr anderen Online-Spielern begegnen könnt und einfach abhängt, an eurem Inventar schraubt oder die nächsten Missionen plant. Kämpfen ist hier nicht.

Nachdem ihr euch am "Situation Board" - einer Art Pinnwand - oder auf eurer per Agenten-Uhr abrufbaren Hologramm-Karte für eine Mission entschieden habt, treibt eine Zwischensequenz die Geschichte weiter voran. Da ihr je nach Mission in Manhattan zwangsläufig einige Meter zu Fuß unterwegs seid (Autos, U-Bahnen oder Busse fahren nicht mehr), könnt ihr eine Schnellreise-Funktion zu euren Team-Kameraden oder freischaltbaren Speicherpunkten nutzen. Sehr praktisch!

Gemeinsam stark: Nur wer sich als Team abspricht und Aufgaben verteilt, hat im heruntergekommenen New York eine Überlebenschance.Gemeinsam stark: Nur wer sich als Team abspricht und Aufgaben verteilt, hat im heruntergekommenen New York eine Überlebenschance.

Bevor ihr jedoch mit einer der ersten Missionen startet, stattet ihr mit eurem Charakter der "Fähigkeitenstufe vier" eurer Operationsbasis einen Besuch ab. Das hat nichts mit Operationen im Krankenhaus zu tun, sondern ist vielmehr ein physikalisches, lebendiges Abbild eures Spielfortschrittes.

Bei eurer Operationsbasis handelt es sich sozusagen um eine Art großes Haus, welches eure Basis darstellt. Kein anderer hat Zugriff auf diese - sie gehört ganz euch. Zu Beginn des Spiels ist es allerdings kein besonders schöner Ort: Die Einrichtung ist zerstört, der Boden voller Müll und wertlose Gegenstände wie Schreibtische, Stühle und Leitern stehen überall im Weg herum.

Personal ist vor Ort quasi nicht vorhanden, außer ein paar Leuten von der Joint Task Force (JTF) - bestehend aus Nationalgarde, Polizei, Feuerwehr und Medizinern. Das gemeinsame Ziel: die Basis stetig mit Fachkräfte-Personal und damit mit Fachwissen zu erweitern, um von dort die Welt zu retten. Einfach, oder?

Ich bau mir die Welt, wie sie mir gefällt

Je mehr Spielfortschritt ihr erlangt habt, desto mächtiger ist auch eure Operationsbasis - logisch. Im Endeffekt läuft es so: Eure Operationsbasis ist in drei Bereiche unterteilt - in einen Medizin-, Technik- und Sicherheitsflügel. Eure ersten Aufgaben sehen grob beschrieben vor, für jeden dieser Bereiche einen verantwortlichen Experten ausfindig zu machen und zu euch in Sicherheit zu bringen.

Habt ihr beispielsweise die Ärztin Dr. Jessica Kandel gefunden und befreit, ist diese fortan für euren Medizin-Bereich in eurer Basis die Verantwortliche. Jede weitere eurer erfolgreich absolvierten Missionen, die das Thema "Medizin" hat, verbessert die Möglichkeiten von Dr. Kandel, weil ihr beispielsweise neue Informationen oder Arbeitsgeräte herangeschafft habt. Durch diese Vorgehensweise werdet ihr nicht nur mächtiger, sondern kommt auch den Terroristen in der Geschichte näher. Gleiches gilt für die weiteren Operationsbasis-Bereiche der "Technik" und "Sicherheit." Dafür sind die Herren Rhodes und Benitez verantwortlich.

Feuer frei: Auf offener Straße trefft ihr im Spielverlauf immer wieder auf feindliche Fraktionen.Feuer frei: Auf offener Straße trefft ihr im Spielverlauf immer wieder auf feindliche Fraktionen.

Warum das Ganze? Weil jeder Bereich 10 Erweiterungsmöglichkeiten hat. Das bedeutet: Erledigt ihr Missionen mit dem Thema "Medizin", schaltet ihr die Währung der sogenannten "Medizin-Flügel-Versorgungen" frei - mit denen ihr nach und nach die 10 Erweiterungsmöglichkeiten des Medizin-Bereichs freischalten könnt. Jede dieser Erweiterungen schaltet wiederum neue und modifizierte Charakter-Fähigkeiten, Talente und Perks (dauerhafte Belohnungen) frei.

Und jetzt kommt der springende Punkt: Eure Charakter-Entwicklung ist ebenfalls in die drei Bereiche der Medizin, Technik und Sicherheit unterteilt. Das bedeutet: Je nachdem welche Missionen ihr aus den drei Bereichen erledigt, wirkt sich das über Umwege der Operationsbasis auch immer zwangsläufig auf eure verfügbaren Charakterfähigkeiten aus. Drei unterschiedliche Missionsthemen stehen hier für drei unterschiedliche Bereiche, in denen ich meinen Charakter ausbauen kann. Alles nach dem Motto: ich bin, was ich erfolgreich gespielt und geschafft habe.

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Tags: Entwicklerbesuch   Online-Zwang   Multiplayer  

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