Vorschau The Division - Charakterentwicklung und Missionsablauf

Ausbaufähiges Können

Zu Beginn des Spiels, aber auch zwischendurch, könnt ihr jederzeit euren Charakter verändern und verbessern. Nicht nur, dass ihr aus verschiedenen Elementen wie Geschlecht, Gesichtern und Hautfarben auswählen könnt - nein auch vorhandene Besonderheiten wie Narben und Tattoos könnt ihr bestimmen. Einen Einfluss auf das Spielgeschehen hat eure Wahl hierbei natürlich nicht.

Ganz im Gegensatz dazu spielt es eine große Rolle, welche Waffen ihr wählt. Zwei Hauptwaffen könnt ihr aus einer Sammlung an Maschinenpistolen und -gewehren, Schrotflinten oder Scharfschützengewehren wählen. Dazu könnt ihr noch eine Zweitwaffe, beispielsweise eine Pistole, tragen. Jede dieser Waffen könnt ihr zusätzlich mit Modifikationen wie Schalldämpfer, größerem Magazin und Zielfernrohr versehen - was wiederum die Werte wie "Damage per Second", also den Schaden pro Sekunde, verändert bzw. verbessert.

Neue Waffen könnt ihr übrigens nicht kaufen, sondern ihr findet sie dort, wo ihr sie auch vermutet: in verlassenen Gebäuden oder Geschäften beispielsweise.

Neben euren Waffen trägt euer Division-Soldat auch wählbare und modifizierbare Ausrüstungsgegenstände wie eine Schutzweste und Spezialhandschuhe. Ebenfalls im Kampf mit an Bord: Gesundheitspakete (Medi-Kits), Granaten und recht lustige Jubel- und Verhöhngesten wie klatschen und winken.

Wie ihr wollt: In "The Division" stattet ihr euren Charakter mit den Waffen und Fähigkeiten aus, die ihr für sinnvoll haltet. Vordefinierte Klassen gibt es nicht.Wie ihr wollt: In "The Division" stattet ihr euren Charakter mit den Waffen und Fähigkeiten aus, die ihr für sinnvoll haltet. Vordefinierte Klassen gibt es nicht.

Bis jetzt könntet ihr es auch mit einem "Shooter" zu tun haben, den ihr aus der Kameraperspektive der dritten Person steuert. Doch hier handelt es sich ja um ein Rollenspiel - und das nicht zu knapp.

Jeder Treffer beim Gegner und auch das Auffinden wertvoller Gegenstände spielen eine große Rolle in "The Division", sammelt ihr so doch wertvolle Erfahrungspunkte.

Nach und nach schaltet ihr nämlich neue Charakterfähigkeiten frei. Ihr könnt jeweils drei Fähigkeiten bestimmen, die ihr im Kampf anwenden möchtet. Jede könnt ihr per Knopfdruck auf eine oder zwei Schultertasten aktivieren. Wollt ihr beispielsweise einen Mini-Geschützturm aufstellen, drückt ihr die rechte Schultertaste. Per linker Schultertaste aktiviert ihr ein tragbares Schutzschild und ihr könnt fortan nur noch mit der Pistole schießen. Oder ihr drückt beide Schultertasten und aktiviert so eure stärkste Fähigkeit - zum Beispiel könnt ihr damit alle Mitglieder eures Teams heilen oder jedem mehr Schusskraft verleihen. Selbstverständlich hält dieser Zustand nur eine begrenzte Zeit lang an und benötigt dementsprechend auch Regenrationszeit.

Und hier schließt sich ein weiteres Mal der Kreis der drei Elemente: jede Fähigkeit gehört einem Bereich der Medizin, Technik oder Sicherheit an. Wie in eurer Operationsbasis.

Neben Fähigkeiten gibt es auch Talente und so genannte Perks. Talente sind kurzzeitige, passiv aktivierte Verbesserungen. Wechselt ihr per Knopfdruck gerade die Deckung, erleidet ihr beispielsweise 30% weniger Schaden bei dieser Aktion. Perks dagegen sind ebenfalls passive Verbesserungen, aber dauerhaft ab Freischaltung aktiviert. Beispiel: Ihr könnt ein Medi-Kit mehr tragen.

Übrigens unterteilen die Entwickler ihr Spiel bewusst nicht in Charakterklassen, sondern ihr arbeitet mit "Loadouts", also selbst zusammengestellter Ausrüstung. So könnt ihr euch jederzeit umorientieren und den Charakter völlig ohne Grenzen so entwickeln, wie ihr möchtet.

Wer jetzt nicht mehr durchblickt: keine Sorge! Zu Beginn des Spiels und auch im späteren Verlauf gibt es immer wieder Erklärungspassagen und Texthinweise, die euch langsam in die gesamte Thematik einführen. Ansonsten wäre das wirklich tiefgehende Charaktersystem überfordernd.

Nach der Theorie kommt die Praxis

Unsere erste Mission während des Anspielens ist eine Rettungsmission: wir müssen das Madison-Field-Krankenhaus erreichen und Dr. Jessica Kandel retten. Sie soll wie oben erwähnt unsere Medizin-Expertin für unsere Operationsbasis werden.

Bereits auf den verwüsteten, mit verlassenen Autos blockierten Straßenzügen, treffen wir auf erste Widersacher. Die Entwickler nennen das "Roamers", also fremde Patrouillen. Gemeinsam mit zwei weiteren menschlichen Spielern gehen wir hinter herumstehenden Autos in Deckung. Nach Absprache via Headset eröffnen wir gleichzeitig das Feuer. Deckung und Absprachen sind die zwei zentralen zu beherzigenden Vorgehensweisen. Ansonsten ist es schnell vorbei. Beim Schusswechsel fällt auf, dass die menschlichen Widersacher nicht nach einem Kopfschuss tot umfallen. Das wäre zwar realistisch, würde aber extrem den Rollenspiel- und XP-Sammel-Charakter konterkarieren.

Solo: Auch als Einzelspieler könnt ihr überleben - und sogar die Missionen ohne Probleme abschließen.Solo: Auch als Einzelspieler könnt ihr überleben - und sogar die Missionen ohne Probleme abschließen.

Nach dem Gefecht blickt ihr auf den Radar in der oberen Bildschirmecke, der euch jederzeit eure Ziele, Teamkameraden und Feinde anzeigt. Im verlassenen Krankenhaus angekommen, hierbei handelt es sich um die umfunktionierte weltbekannte Sport- und Veranstaltungshalle "Madison Square Garden", folgt Gegnerwelle auf Gegnerwelle. Wir ballern uns übers Spielfeld, durch die VIP-Logen, den Regie-Raum und finden schließlich Dr. Kandel. Auf dem Dach beseitigen wir die letzten Bösewichter und die Mission ist geschafft.

Insgesamt hat die Mission unterhalten, weil ihr jedes Feuergefecht taktisch angeht. In Absprache mit euren Kameraden besiegt ihr eure Feinde mit Granaten, euren Waffen und geschicktem Flankieren.

Allerdings muss man auch sagen, dass es vom Ablauf her - auch in anderen Missionen - immer eine vorhersehbare Abfolge von unterschiedlich starken Gegnerwellen war. Schade ist es auch, dass die Super-Soldaten keinen Schleich-Modus beherrschen, also auch keine stillen Attacken per Messer. So seid ihr zum Ballern gezwungen.

Fortschritt macht Laune

In einer zweiten Mission besitzt euer Charakter bereits Fähigkeitenstufe 20 und der Schwierigkeitsgrad ist eine Stufe höher, in unserem Fall "hart". Hier könnt ihr übrigens zwischen normal, hart und herausfordernd wählen.

Die Mission sieht vor, dass wir das Lexington Event Centre sichern und alle Feinde töten. Was direkt auffällt: ihr habt deutlich mehr Fähigkeiten, Talente und Perks zur Auswahl, ebenfalls gibt es deutlich mehr Waffen und Ausrüstungsgegenstände. So seid ihr auch gegen stärkere Gegner gut gewappnet. Und das ist auch nötig.

Gegnerwelle um Gegnerwelle erscheint im Erdgeschoss. Wir kämpfen uns weiter nach oben, bis wir in einer Art Halle angekommen sind. Hier lautet unsere einzige Aufgabe: Töten Sie Larae Barrett, einen Oberschurken und damit Endboss. Was nun auffällt: seine Komplizen haben nicht nur mehr Lebensenergie, sondern auch eine Rüstung. Wir benötigen also mehr Kugeltreffer, als noch im früheren Spielverlauf. Auch hier gilt wieder: Deckung und Absprache sind das A und O.

Ruhe vor dem Sturm: Das fiktive New York bietet nicht nur tolle Kampfschauplätze - sondern auch Gegenden zum Erkunden.Ruhe vor dem Sturm: Das fiktive New York bietet nicht nur tolle Kampfschauplätze - sondern auch Gegenden zum Erkunden.

Viel Spaß bringen die herausfordernden aber fairen Kämpfe allemal. Jedoch muss an dieser Stelle die Frage erlaubt sein: Was noch? Da bis jetzt keine andersartigen Gegner wie Monster bekannt sind, die ja auch nicht ins Geschehen passen würden, bleibt der Zweifel, ob es auf Dauer mit den Gegnerwellen nicht zu eintönig ist?

Immerhin erhaltet ihr deutlich mehr XP und wertvollere Belohnungsgegenstände auf höhren Schwierigkeitsgraden. Übrigens lassen Standard-Gegner unterschiedliche Belohnungen fallen, wie Munition oder Zubehörteile. In eurer Operationsbasis könnt ihr euch damit auch neue Waffen-Modifikationen herstellen lassen.

Neben den Hauptmissionen gibt es auch Nebenmissionen. In diesen verteidigt ihr beispielsweise wichtige Ausrüstungskisten oder müsst bestimmte Leute finden. Dazu gesellen sich die "Encounters", also Begegnungen mit fremden Fraktionen. Wenn Widersacher gerade eine Apotheke ausrauben oder Waffenhandel betreiben, könnt ihr eingreifen.

Böse Buben

Die im Spiel vorkommenden Gegner gehören unterschiedlichen Fraktionen an. So gibt es die Rikers, die in orangefarbenen Overalls aus dem Gefängnis auf Riker Island ausgebrochen sind. Oder die Cleaners, die mit ihren Schutzanzügen, Gasmasken und Flammenwerfern einzig und allein die Stadt von allem säubern wollen - und damit ist wirklich von allem und jedem gemeint. Thugs sind dagegen Klein-Kriminelle, die Profit aus der misslichen Lage anderer schlagen wollen und den Division-Einheiten das Leben schwer machen. Laut den Entwicklern soll es noch deutlich mehr Fraktionen im fertigen Spiel geben.

Im Kampf selbst verhalten sich die Widersacher übrigens sehr variabel. Sie treten immer zu mehreren auf und einige stürmen mit ihren Baseballschlägern oder Schrotflinten direkt auf euch los. Um diese müsst ihr euch zuerst kümmern. Andere gehen in Deckung und verlassen diese auch nur, wenn ihr nicht schießt. Stichwort Granate. Wiederum andere schleichen sich über die Flanken an und wollen euch von den Seiten ans Leder. Dennoch passiert es auch, dass die sie sich einfach in eure Schussrichtung stellen und dort stehen bleiben - bis sie platt sind. Schlau ist anders.

Detailverliebt: Eingefrorene Straßen, Müllsäcke, Generatoren, Papiermüll und zerstörte Autos säumen die verlassenen und blockierten Straßenzüge.Detailverliebt: Eingefrorene Straßen, Müllsäcke, Generatoren, Papiermüll und zerstörte Autos säumen die verlassenen und blockierten Straßenzüge.

Wer auf Kämpfe gegen menschliche Gegner steht, für den ist die "Dark Zone", die dunkle Zone, der richtige Bereich. Dieser rot auf der Karte markierte Abschnitt ist über Schleusen-Eingänge zu erreichen - und das ohne Ladezeiten. Pro Instanz treiben sich laut Entwickleraussagen 20 bis 24 menschliche Spieler dort herum, zusätzlich zu den immer noch vorkommenden vom Computer gesteuerten gegnerischen Fraktionen.

In dieser Zone geht es eigentlich darum, die wertvollsten Ausrüstungsgegenstände zu sammeln bzw. frei zu spielen. In der Regel läuft es so ab: eine Kiste mit wertvollen Ausrüstungsgegenständen ausfindig machen, sie dann zu einem Extraktionspunkt schleppen und dort einen Hubschrauber rufen. Erst wenn der Helikopter die Kiste am Haken hat, habt ihr auch die Ausrüstung sicher.

Das Gemeine daran: andere menschliche Spieler können euch daran hindern. Das bedeutet, wenn ihr auf andere Einheiten trefft, müsst ihr euch entscheiden. Helfe ich ihnen im Kampf gegen vom Computer gesteuerte Feinde? Helfe ich Ihnen den Extraktionspunkt zu sichern? Oder lasse ich sie die Kiste finden und töte sie dann? Töte ich vielleicht sogar mein eigenes Team, kurz bevor der Hubschrauber die Kiste ausfliegt? Trauen und Vertrauen sind hier die alles entscheidenden Schlagwörter.

Übrigens: Wer andere Division-Soldaten anschießt, bekommt den Status "Rogue". Und das ist nichts Gutes. Dann sehen euch alle anderen Division-Soldaten dauerhaft auf ihrem Radar und ihr seid Freiwild, weil Abtrünniger. Je mehr ihr euch "daneben" benehmt, desto länger dauert es, bis ihr wieder "unsichtbar" auf dem Radar seid. Es kann aber auch genauso gut euer Spielstil sein, aggressiv alles und jeden zu töten, was sich euch in den Weg stellt. Eure Entscheidung.

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Tags: Entwicklerbesuch   Online-Zwang   Multiplayer  

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