Top 10: Vollkommen undurchsichtige Logik in Videospielen - Schwere Rüstungen sind gar nicht schwer, Magische Haarpracht, Unzerstörbare Türen

(Special)

Athletische Leistungen trotz schwerer Rüstung

Spring! So spring doch endlich!Spring! So spring doch endlich!

Rüstung in Videospielen wiegt eigentlich so gut wie nichts. Gut, sie wiegt schon was, sofern das Spiel über ein Gewichtssystem verfügt. Aber vergleicht eure heftige Stahlplattenpanzerung mal mit anderen Gegenständen in eurem Inventar. Geben wir ihr einfach mal den Gewichtswert 10. Was haben wir denn da? Ein Buch! Es wiegt: 1. Ergo ist eure Rüstung so schwer wie zehn Bücher. Das könnte einerseits bedeuten, dass ihr richtig dicke Wälzer mit euch rumschleppt, andererseits kann es auch heißen, dass eure Rüstung nicht mehr wiegt, als ein (dicker) Stapel Papier. So oder so: Ihr lauft mit dem Ding kilometerweit querfeldein, werdet nicht müde, wenn ihr eine nicht minder schwere Waffe schwingt und ihr springt über Felsen wie ein junges Reh.

Ganz ehrlich: Wäre das nicht so, würde irgendwo auch der Spaß verloren gehen. Und auch all die hart erarbeiteten Fähigkeiten, die euch auf das Tragen von schweren Rüstungen spezialisieren. Es ist schon O.K., so wie es ist. Aber logischer wird es dadurch auch nicht.

Magische Haarpracht

Wallehaar - Wunderbar!Wallehaar - Wunderbar!

Immer wieder schön, wenn euch ein Spiel die Möglichkeit bietet, euren eigenen Charakter zu erstellen. Hier was gedreht, da was geschraubt und fertig ist er, der wilde Krieger mit der brachialen Narbe auf der linken und der harten Tätowierung auf der rechten Backe. Was machen wir oben drauf? Am besten nichts. Glatze wirkt eh viel männlicher.

Nach drei Stunden könnt ihr diesen Humpty-Dumpty aber nicht mehr sehen und brecht - zwecks angestrebter Typ-Veränderung - zum örtlichen Friseur auf. Dort könnt ihr aus zahlreichen Frisuren und Farb-Nuancen wählen (weil ihr es euch wert seid). Und schon verfügt euer Krieger über einen prächtigen Afro, einen melodramatischen Langhaarschnitt oder einen im Wind wehenden Zopf.

Mal eine Frage: Wo kommen die Haare eigentlich her? Verfügen virtuelle Haarkünstler über das Geheimnis unbändigen Haarwuchses, der in wenigen Sekunden euer Aussehen von Vin Diesel zu Salma Hayek verändern kann? Und woher beziehen die Haare eigentlich ihre Substanz? Ziehen sie Material direkt von Haut und Nägeln ab? Hat eurer Charakter, nach der optischen Veränderung (Verbesserung?) irgendwo am Körper eine gigantische offene Wunde, weil die Haare doch auch aus irgendwas hergestellt werden müssen?

Oder greift der Axtkrieger von heute dann doch lieber zur fertigen Perücke in der Farbnuance "Schokotraum"? Eine Frage, deren Antwort von vorneherein jeglicher Logik entbehrt. Aber dennoch schön, dass es möglich ist.

Unzerstörbare Türen

Ja, klar. Hauptsache, die Tür ist verschlossen.Ja, klar. Hauptsache, die Tür ist verschlossen.

Ganz egal, wie fingerfertig ihr seid oder wie hoch euer eventuell vorhandener Wert in "Schlösser knacken" ist, ihr werdet sie immer wieder finden: Diese Türen, die sich nur durch den passenden Schlüssel öffnen lassen.

Und wir sprechen hier nicht von magisch versiegelten Türen, die ihr passendes arkanes Gegenstück brauchen, um sich zu öffnen. Nein, die Rede ist von stinknormalen, hundsordinären, handelsüblichen Türen, von deren Sorte ihr im Laufe eines Spiels schon über 100 Exemplare problemlos knacken konntet. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob eure Spielfigur über einen Körperbau verfügt, der nahelegt, dass er oder sie in der Freizeit Kokosnüsse zwischen Daumen und Zeigefinger zermalmt. Die Tür eintreten oder einschlagen? Das wiederum geht gar nicht.

Was ist mit dem schicken Raketenwerfer, den ihr während eurer Abenteuer gefunden habt? Der müsste die morsche Holzluke doch mal locker wegbraten können. Oder greift besser gleich zum Orbitalschlag, der das gesamte Gebäude in Schutt und Asche legt. Wenn sich der Rauch der Zerstörung verzogen hat, werdet ihr aber eines erkennen: Die Tür steht noch immer da.

Logisch? Eher nicht.

Weiter mit: Gegner haben unendlich Munition, Selektive Ignoranz, Wasser ist tödlich

Tags: Fun   Retro  

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