Top 10: Vollkommen undurchsichtige Logik in Videospielen - Nehmt euch, was ihr braucht, Fass mich an und du bist tot, Das starre Inventar

(Special)

Nehmt euch, was ihr braucht. Stört niemanden.

Greift ruhig zu! Es gibt keine Konsequenzen.Greift ruhig zu! Es gibt keine Konsequenzen.

Das Leben eines Videospielhelden ist schon hart. Die Preise für bessere Ausrüstung sind hoch, Gegner lassen nicht immer die gewünschten Teile fallen, und um an Geld zu kommen, sollt ihr langwierige Quests bestehen.

Da bietet es sich doch an, in irgendjemandes Eigenheim einzudringen (die Türen sind ohnehin stets offen und stellen quasi eine Einladung dar) und sich dort nach Herzenslust an fremdem Eigentum zu bedienen. Das funktioniert wunderbar, selbst wenn die Hausherren direkt daneben stehen. Gerne erzählen sie euch auch nach begangener und bezeugter Straftat ihre Lebensgeschichte inklusive intimer Details.

Die Welt in Videospielen ist eure Auster. Alles, was man mitnehmen kann, könnt ihr auch ungestraft euer Eigen nennen. Es wird sich so gut wie niemand daran stören. Und wenn doch, dann gibt es maximal ein paas missmutige Worte. Echte Konsequenzen für euer Handeln müsst ihr aber nur selten befürchten.

Eine interessante Ausnahme bilden da die Spiele von Bethesda. Hier könnt ihr nicht einfach wahllos alles einsacken. Wenn ihr dabei erwischt werdet, landet ihr im örtlichen Knast. Aber auch darin besteht eine gewisse Unlogik. Denn manchmal ist es euch erlaubt, zum Beispiel einen prall gefüllten Geldbeutel vom Tisch zu mopsen. Das ist gar kein Problem. Aber fasst um Himmels Willen nicht die Blaubeere an, die da ganz allein auf der Kommode liegt! Solltet ihr das tun, rückt euch der Hausherr sofort mit einem Dolch auf den Pelz, die Stadtwache stürmt das Haus (und zwar auf der Stelle) und es entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod.

Nun ja, vielleicht war die Blaubeere ja ein Erbstück.

Fass mich an und du bist tot

Mario weiß, dass der Kerl oben rechts seinen sicheren Tod bedeutet.Mario weiß, dass der Kerl oben rechts seinen sicheren Tod bedeutet.

Ähnlich wie das gefürchtete Wasser (siehe oben), kann die simple Berührung eines ansonsten ungefährlichen gegnerischen Körperteils zum sofortigen Tod einer Spielfigur führen. Hauptsächlich betroffen sind auch hier wiederum Helden in Hüpfspielen.

Wenn zum Beispiel Mario einem Gumba auf den Kopf springt, ist dessen Ableben schon nachvollziehbar. Mario ist zirka doppelt so groß wie sein watschelnder Gegner und verfügt über ein gar prächtiges Bäuchlein. Springt er also aus mehreren Metern Höhe auf ihn drauf, bricht er ihm damit sämtliche Knochen, sorgt für ein Schädeltrauma, und verletzt innere Organe. Umgekehrt jedoch reicht die Berührung eines großen Zehs, um den Italiener wieder an den Anfang des Levels zu schicken. Ein großer Zeh. Ein Zeh!

Kollege Donkey Kong geht es da nicht anders. Springt er einer Riesenwespe in die Augen, sucht die nicht gleich heulend das Weite. Nein, Donkey Kong stirbt. Das Konzept des "Schaden nehmens" ist erst durch solche Helden wie Mega Man eingeführt worden. Ein Treffer - die Energieleiste nimmt ab. Klingt schon irgendwo sinnvoll. Dennoch: Es gibt noch immer einen Unterschied, ob der kleine blaue Roboter von einem Geschoss getroffen wird, oder ob ein ansonsten kugelrunder Gegner einfach nur in ihn hineinlatscht. Das Ergebnis ist jedoch das gleiche.

Das starre Inventar

Nicht alle Spiele bieten euch ein so üppiges Inventar.Nicht alle Spiele bieten euch ein so üppiges Inventar.

So, was haben wir denn da? Eine Pistole, einen Revolver, ein Sturmgewehr, einen Granatwerfer, eine Schrotflinte, einen Raketenwerfer, eine Mini-Gun und zwei vollautomatische Maschinengewehre. Das Kampfmesser nehmt ihr besser auch noch mit, man weiß ja nie. So, kann's losgehen? Ach nein, Munition muss noch mit. Wie, ihr könnt nur 20 Schrotpatronen mitnehmen? Was soll das denn?

Na gut, dann bleibt halt der Raketenwerfer hier. Ist tierisch schwer und äußerst sperrig. Kommt ohnehin nur selten zum Einsatz. So, abgelegt. Könnt ihr jetzt mehr Munition mitnehmen? Nein, nix da. 20 Schrotpatronen und nicht eine einzige mehr. Hallo? Merkt ihr's noch?

Oder aber - sofern ein Tragkraftwert vorhanden ist - ihr habt 280 verschiedene Zaubertränke im Gepäck, X Zutaten für weitere Gebräue, 23 Bücher, 79 Erzklumpen, mehrere gebratene Ziegenbeine, Eintöpfe, 180 Äpfel (in grün und rot), eine Auswahl an frischem Gemüse, drei Schwerter, zwei Schilde, einen Dolch, noch ein paar Zauberbücher, 99 Dietriche, etwa 800 Pfeile, einen dazu passenden Bogen, cirka 30 unterwegs aufgelesene Notizen und Briefe, noch einen Sack voll magischer Utensilien für unterwegs und natürlich ein komplettes Rüstungsset. Von den paar Goldbarren im Rucksack ganz zu schweigen.

Ist das ein Problem? Nö, gar nicht. Euer Tragkraftwert ist optimal ausgenutzt. Übrigens macht es natürlich rein gar keinen Unterschied, ob ihr nackt und ohne jegliche Ausrüstung rumtanzt, oder über oben beschriebenes Arsenal verfügt. Eure Bewegungsfreiheit ist in beiden Fällen vollkommen gleich.

Oh, was seht ihr denn da? Einen Schmetterling! Die Flügel braucht ihr dringend für den nächsten Heiltrank. Gefangen, Flügel abmontiert und dann ... geht es nur noch im Schneckentempo weiter. Der "Butterfly Effect" bekommt in Videospielen eine gänzlich neue Bedeutung. Oft reicht ein winzig kleiner und federleichter Gegenstand, um euren Helden in ein Kriechtier zu verwandeln.

Weiter mit: Essen ist die neue Medizin

Tags: Fun   Retro  

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