Vorschau Far Cry - Primal - Reittiere bestätigt, Meinung von Onkel Jo

Es gibt Reittiere für den Biestmeister

Die wahren Hauptdarsteller im Spiel sind jedoch die Tiere. „Im Vergleich zu Far Cry 4 haben wir haben die Dichte der Tierpopulation verdoppelt“, verkündet Davies stolz.

Bei Nacht an den Feind angeschlichen. Mit dabei: Ein gezähmter, tierischer Begleiter.Bei Nacht an den Feind angeschlichen. Mit dabei: Ein gezähmter, tierischer Begleiter.

Mit den Mammuts erspäht ihr die größten bereits zu Beginn des Abenteuers. Neben harmlosen Ziegen und Schildkröten trefft ihr bald auch auf gefährlichere Gesellen wie Wildschweine, Wölfe, Tiger, Bären ...

Mit Fleischködern gelingt es euch, einige dieser Bestien zu zähmen. Das ersetzt die kaum vorhandene Waffenvielfalt, die außer Keulen, Flitzebögen, Speeren und Pflanzen-Bomben wenig zu bieten hat. Habt ihr die Tiere erst einmal gekrault und in euren Bann gezogen, erweisen sie sich als wertvolle Hilfe. Sie verteidigen euch selbstständig gegen Feinde, ihr dürft sie auch gezielt auf Ziele hetzen. Und wer erst einmal einen Bären geritten hat, will nicht mehr zu Fuß die Berge besteigen.

Ihr trefft auf merkwürdige Gestalten. Doch nicht jeder einarmige ist ein Bandit.Ihr trefft auf merkwürdige Gestalten. Doch nicht jeder einarmige ist ein Bandit.

Wir werden uns im anstehenden Test genauer mit der Spielmechanik beschäftigen. Bis dahin werft ruhig noch einen Blick in den Artikel „Far Cry Primal: 10 Gründe, warum es das wildeste Far Cry wird“.

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Fakten:

  • Nachfolger von Far Cry 4, nutzt den gleichen Grafikmotor
  • spielt im Jahr 10.000 vor Christus in der Steinzeit
  • Ihr befehligt wilde Tiere
  • ein Mehrspieler-Modus oder Kooperativ-Modus ist nicht geplant
  • Erscheint voraussichtlich am 23. Februar 2016 für PS4 und Xbox One und am 1. März 2016 für PC.
  • auch als "Collector's Edition" mit Sammlerbox, Wörterbuch, Karte, Soundtrack auf CD sowie Bonusmissionen erhältlich
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Zurück in die Urzeit mit Far Cry Primal

Meinung von Joachim Hesse

Ich möchte an Far Cry Primal ein paar Sachen kritisieren. Deshalb drei Sätze vorweg. 1. Es ist ein gutes Spiel. 2. Es zieht euch schnell ins Geschehen. 3. Es sieht toll aus. So, nachdem das geklärt ist, kann ich dem Ganzen ja trotzdem auch ein paar auf die Zwölf geben. Denn so richtig überzeugt mich das Ganze nach der ersten Proberunde nicht. Meine Kritikpunkte:

A). Die deutschen Untertitel im Spiel lesen sich teilweise, als ob ein polnischer Tarzan die deutsche Sprache vergewaltigt. „Wir finden kleines Mammut“, „Jetzt du sein mein Auge am Himmel“ ... wenn das das Steinzeit-Gefühl imitieren soll, dann sind vermutlich an jedem Bahnhofsvorplatz in Deutschland die Säbelzahntiger nicht fern.

B). Im Gegensatz zu The Witcher 3 lohnt es sich kaum auf eigene Faust auf Erkundungstour zu gehen. Wer sich abseits der Handlung durch die offene Welt hangelt, findet zwar neue Lager und vereinzelte Nebenmissionen, bahnbrechende Ausrüstung jedenfalls konnte ich nicht aufspüren. Die Gegend sieht zwar schön aus, aber lohnende Schatzkisten am Ende einer Höhle existieren offenbar nicht. Was sollte da auch drin stecken? Ein neues Bärenfell zum Überwerfen oder eine neue Keule? Nicht gerade spannend, finde ich.

C). Der für die Charaktere zuständige Entwickler heißt vermutlich Karl Lagerfeld. Die Figuren verfügen offenbar über den perfekten Body-Mass-Index (BMI) und entsprechen vom Körperbau her aktuellen, westlichen Schönheitsidealen. Vielleicht haben die Männer und Frauen in der Steinzeit aber auch einfach nur gerne ihren Körper durch Entsagung und Mammut-Fitness zufällig genauso definiert wie für einen Hollywood-Film. Wer war dabei, der das Gegenteil beweisen könnte?

D). Bei einem Steinzeit-Szenario bietet sich ein ausgeklügeltes Nahkampf-System an. Das scheint Ubisoft aber irgendwie vergessen zu haben. Ihr knüppelt stattdessen eher unbeholfen mit harten oder schnellen Schlägen auf die Gegner. Taktik kann ich dabei nur bedingt ausmachen. Wilde Tiere dürft ihr zusätzlich mit Feuer verscheuchen. Ein bisschen mehr For Honor und weniger Far Cry 4 wäre vermutlich nicht verkehrt in einem Spiel, in dem die coolsten Fernkampfwaffen aus einem Bogen und einem Speer bestehen.

E). Es gibt keine Saurier! Menno! Na gut, die waren halt schon ausgestorben. Aber das war doch bei Turok auch egal ...

Nun gut, wie schon eingangs angedeutet, ist das alles kein Beinbruch. Die grundlegende Spielmechanik funktioniert und schon bald findet ihr euch im Sog von „Pflanzen pflücken“, „Fähigkeiten lernen“ und „gegnerische Stellungen einnehmen“ wieder. Es haben schon Spiele, die deutlich weniger zu bieten hatten, die Herzen ihrer Spieler erobert. Hoch anrechnen solltet ihr dem Spiel auf jeden Fall, dass es den Sprung in ein frisches Szenario wagt. Ich wünsche Far Cry Primal nur das Beste.

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Tags: Entwicklerbesuch   Onkel Jo   Singleplayer   Video  

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