Test Xcom 2: Im Guerillakrieg gegen außerirdische Besatzer

von Marcus Heckler (01. Februar 2016)

Xcom 2 schickt euch in den Widerstandskampf gegen eine außerirdische Weltregierung. Auf euch wartet ein atmosphärischer Taktik-Leckerbissen mit abwechslungsreichen Missionen.

Der Widerstandskampf in Xcom 2 bietet zwar auch gewohnte Elemente aus dem Vorgänger, insgesamt fühlt sich das Taktikspiel aber erfrischend neu an. Die erste auffällige Neuheit stellt die fliegende Einsatzzentrale, genannt Avenger dar. Das umgebaute außerirdische Transportschiff bringt neben einer neuen Optik noch ein eigenes Spielgefühl im Vergleich zum unterirdischen Hauptquartier des ersten Teils. Im Test zu Xcom - Enemy Unknown, erfahrt ihr mehr über den Vorgänger.

Was erwartet euch also bei Teil 2? Ihr seid mit eurer Einheit mitten in einem Garten gelandet. Der Einsatz führt euch durch das Wohngebiet eines "Seattler"-Vororts. Die scheinbar friedliche Vorstadt-Idylle wird allerdings durch die Wachtürme der sogenannten ADVENT-Truppen gestört. An jeder Ecke könntet ihr auf eine Gruppe der außerirdischen Sicherheitskräfte stoßen.

Im Verborgenen schleicht ihr durch Garagen und Vorgärten auf euer Ziel zu, eine geheime Relaisstation der Außerridischen. Als einer eurer Soldaten an einem Fenster vorbei huscht, entdeckt euch ein Zivilist und schlägt Alarm. Sofort beginnen die Außerirdischen und ihre Verbündeten die Jagd auf eure Widerstandskämpfer.

Mit Xcom 2 präsentiert 2k Games einen der erwarteten Spielehits 2016. Die Außerirdischen haben mit den Regierungen der Erde Frieden geschlossen und bieten den Menschen eine schöne neue Welt des technischen und medizinischen Fortschritts. Doch ganz so friedlich ist diese von der ADVENT-Regierung kontrollierte Welt nicht, denn die Außerirdischen gehen mit Kritikern nicht gerade zimperlich um, und es verschwinden regelmäßig Menschen. Die einzige Hoffnung für die Menschheit besteht in den Widerstandskämpfern, die sich um die Überrreste der Xcom-Initiative bilden. Während ihr in Xcom - Enemy Unknown noch die Welt vor außerirdischen Invasoren verteidigt habt, befindet ihr euch jetzt im Befreiungskampf gegen außerirdische Besatzer.

Die Avenger - mobiles Hauptquartier mit Platzmangel

Eure fliegende Festung ist der Dreh- und Angelpunkt eures Widerstandskampfes. Hier erforscht ihr neue Technik, führt Autopsien an Außerirdischen durch und stellt Ausrüstung für eure Truppen her. Auf den ersten Blick bietet die Avenger alles, was ihr schon aus dem ersten Teil kennt. Doch das Raumschiff trumpft auch mit neuen Einrichtungen und Spielmechaniken auf. Im Testbereich organisiert ihr beispielsweise Projekte, bei denen experimentelle Ausrüstung und Munition getestet wird.

Die Avenger ist eure fliegende EinsatzzentraleDie Avenger ist eure fliegende Einsatzzentrale

Die größte Neuerung liegt allerdings in der Beweglichkeit eurer Einsatzzentrale. Während ihr noch im ersten Teil per Satelliten-Netzwerk auf Ufo-Jagd gegangen seid, besteht in Xcom 2 eure Hauptaufgabe in der Organisation eines weltweiten Widerstandsnetzwerks. Mit der Avenger fliegt ihr von einem Einsatz zum nächsten, nehmt Kontakt zu Widerstandsgruppen auf und erweitert so euren globalen Einfluss. Eine Kommunikationszentrale auf eurem Schiff legt dabei die Zahl der Widerstandsgruppen und Regionen fest, mit denen Ihr Kontakt aufnehmt.

Auffällig bei all den neuen Räumen und Funktionen eures Hauptquariers ist der mangelnde Platz. Auf der Avenger befindet sich nur Platz für zwölf Räume. Das stellt allerdings kein großes Problem dar, denn ihr baut bestehende Einrichtungen, wie etwa die Energie-Relais einfach aus und erhöht so deren Kapazität. Bevor ihr einen neuen Raum einrichtet, räumt ihr allerdings erst einmal die Avenger auf. Das Schiff ist nämlich mit außerirdischem Material verstopft. Im Unterschied zu Ausgrabungsarbeiten in eurem alten Hauptquartier lohnt sich das Aufräumen eures Schiffs allerdings. Der Frühjahrsputz belohnt euch nämlich mit Rohstoffen. Hauptzahlungsmittel in Xcom 2 sind übrigens Vorräte und Informationen. Für die Herstellung bestimmter Ausrüstung sammelt ihr außerdem Legierungen und Eliriumkerne.

Ein bunter Haufen Widerstandskämpfer

Wie im Vorgänger steht es euch wieder frei eure Soldaten zu individualisieren. Neben der Rüstungs- und Waffenfarbe, wählt ihr Helme, Frisuren und Nationalität eurer Rekruten. Xcom 2 bietet dabei allerdings einige neue Details, beispielsweise tätowiert ihr dieses Mal die Arme eurer Helden, wählt Sonnenbrillen und Halstücher aus oder platziert ein paar Narben in den Gesichtern eurer Veteranen. Sicher bietet euch die Charaktererschaffung in Fallout 4 mehr Details, doch für ein Taktikspiel sind die Möglichkeiten ordentlich. Wer möchte gestaltet in der sogenannten Charaktersammlung einfach ein paar Soldaten vorab, schreibt ihnen eine Biografie und rekrutiert sie später im Spiel.

Sobald eure Rekruten Gefechtserfahrung gesammelt haben, entwickeln sie sich in eine von vier Charakterklassen. Neben dem altbekannten Scharfschützen und Grenadier, der dem schweren Soldaten aus dem ersten Teil entspricht, führt ihr jetzt auch den Spezialisten und Ranger ins Feld. Letzterer stellt sich seinen Gegnern im Nahkampf und schwingt dazu ein Schwert, dass ihr durch Forschung gegen bessere Varianten tauscht. Der Spezialist hält sich dabei mehr im Hintergrund auf und unterstützt seine Kollegen mit der Gremlin genannten Drohne. Diese heilt eure Truppen aus der Ferne, attackiert Gegner oder hackt sich in Sicherheitssysteme ein.

Jenseits des Schlachtfeldes warten ebenfalls neue Aufgaben auf eurer Personal. So basteln eure Ingenieure beispielsweise nicht nur an neuer Ausrüstung, sondern räumen die Avenger auf und besetzen wichtige Räumlichkeiten, wie den bereits erwähnten Tesbereich. Eure Forscher schalten im Verlauf des Spiel außerdem eine fünfte Soldatenklasse, den Psi-Soldaten frei.

Abwechslungsreiche Missionen und neue Gegner

Xcom 2 bietet euch zwei grundlegende Missionstypen. Auf der Weltkarte erfüllt ihr Aufträge, bei denen ihr bestimmte Gebiete scannt und somit Vorräte, Informationen und neues Personal sammelt. Diese Einsätze ersetzten die aus dem ersten Teil bekannte, teilweise eintönige globale Suche nach Einsätzen und Ufos und blasen einen frischen Wind in die Spielmechanik. Bei eurer Erkundungtour, findet ihr auch Kontakte zum Schwarzmarkt. Hier kauft ihr gegen Informationen, Forschungsboni, Rohstoffe und Personal

Auf der taktischen Weltkarte ist Einiges los.Auf der taktischen Weltkarte ist Einiges los.

Dazu kommen die altbekannten taktischen Einsätze bei denen ihr eure Eingreiftruppe zusammenstellt und den Außerirdischen ans Leder rückt. Auch hier warten vielseitige Missionen auf euch. So evakuiert ihr wichtige Persönlichkeiten, sichert Gegenstände oder überfallt ADVENT-Konvoys. Manche Einsätze haben dabei eine zeitliche Rundenbegrenzung, bei anderen Aufträgen verteidigt ihr bestimmte Einrichtungen oder schaltet alle Gegner in einem Gebiet aus.

Die meisten Mission beginnen eure Soldaten verborgen, was das Thema das Widerstandskampfes gelungen wiedergibt. Die Verborgenheit bietet euch taktische Vorteile, indem ihr beispielsweise Hinterhalte legt. Sobald der erste Schuß fällt oder ihr in das Sichtfeld eurer Feinde geratet, fliegt eure Tarnung allerdings auf. Mit dem Spezialisten und seiner treuen Drohne stellt ihr gelegentlich Verborgenheit wieder her, wenn ihr Wachtürme hackt. Mit Hilfe von Hacking-Angriffen desorientiert ihr aber auch Gegner oder beschafft Rohstoffe. Die Vorteile aus euren Haking-Aktionen sind allerdins zufällig generiert. Neu ist auch die Funktion gefallene und betäubte Soldaten zur Evakuierungszone zu tragen und Missionen frühzeitig mit Notevakuierungen abzubrechen.

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