Diese 10 Spiele haben ihre Schöpfer ruiniert - Daikatana, Sim City, Lair

(Special)

Nummer 2: Daikatana von Ion Storm

Kurz und bündig: Daikatana ist absolut vergessenswert. Langweiliger Spielablauf gepaart mit unglaublich dummer Künstlicher Intelligenz (oder eher: Künstliche Dummheit) haben das groß angepriesene Shooter-Epos ganz schnell in den Abgrund der Belanglosigkeit fallen lassen.

Dabei steht hinter dem Entwickler ein bekannter Name, nämlich John Romero. Dieser hat sich selbst mit Doom, Doom 2 - Hell on Earth und Quake virtuelle Denkmale gesetzt. Mit seiner neuen Firma Ion Storm wollte er seinen Ruhm vervielfachen und neue Maßstäbe in der Spieleentwicklung setzen. Das hat absolut nicht funktioniert.

Sehr wohl in Erinnerung geblieben ist aber die Werbekampagne für Daikatana. Mit ganzseitigen Printanzeigen mit dem Text "John Romero's about to make you his bitch." (John Romero macht dich zu seiner "Bitch") wurde die Aufmerksamkeit auf ein Spiel gelenkt, das im Endeffekt niemand spielen wollte.

Bereits 1997 angekündigt, kam Daikatana erst im Jahr 2000 auf den Markt und enttäuschte auf nahezu allen Ebenen. Als Konsequenz musste Entwickler Ion Storm bereits ein Jahr später seine Aktivitäten für immer einstellen.

Nummer 3: Sim City (2013) von Maxis Emeryville

Als 2013 ein neues Sim City auf den Markt kam, hätte der Erfolg eigentlich vorprogrammiert sein sollen. Denn nicht umsonst bekommen viele Spieler bei der bloßen Erwähnung der Städtebau-Simulation feuchte Augen. Was aber dann geschah, hat niemandem geschmeckt.

Hersteller Electronic Arts und Entwickler Maxis Emeryville dachten, es sei eine hervorragende Idee, die Spieler dazu zu zwingen, immer online zu sein. Das sorgte schon im Vorfeld der Veröffentlichung für miese Stimmung bei den Konsumenten. Um die Wogen zu glätten, hat Maxis verkündet, die ständige Online-Anbindung "sei ein wichtiger Bestandteil der Spielerfahrung". Was genau nun daran so wichtig ist, hat niemand jemals erfahren. Tatsächlich stellte sich die Funktion als nichts anderes als eine Form von DRM heraus (DRM steht für "digital rights management", also Verwaltung von digitalen Rechten). Eine Beschränkung, die Piraterie verhindern soll.

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Bürgermeister spielen im Sim City des Jahres 2013

Resultat: Kurz nach Verkaufsstart des Spiels gingen die Server so dermaßen in die Knie, dass viele Käufer einfach ausgesperrt blieben und das Spiel, für das sie zuvor vollpreisig zur Kasse gebeten wurden, schlicht und ergreifend nicht spielen konnten. Insgesamt endete die Situation in einem Fiasko, von der sich Maxis nicht mehr erholt hat.

Zwar wurde 2014 das Spiel dann auch ohne Internetverbindung spielbar gemacht (so viel zum Thema "wichtiger Teil der Spielerfahrung"), doch der entstandene Schaden war nicht mehr zu beheben. Als Konsequenz wird Maxis im Jahr 2015 von Electronic Arts geschlossen.

Weitere Infos:

Nummer 4: Lair von Factor 5

Der deutsche Entwickler Factor 5 hat sich schon zu C64- und Amiga-Zeiten mit einigen Spielen unvergesslich gemacht. Darunter zum Beispiel Katakis und Turrican. Später konnte sich Factor 5 durch Star Wars - Rogue Squadron auf dem N64 selbst anerkennend auf die Schulter klopfen. Die Reihe wurde erfolgreich auf Nintendos Gamecube fortgesetzt.

Der Erfolg des Entwicklers ließ Sony aufmerksam werden. Für die damals noch brandneue PlayStation 3 sollten die Kölner Programmierer das absolute Vorzeigespiel in Sachen Bewegungssteuerung produzieren. Heraus kam dabei Lair. Das Spiel verfügt eigentlich über alle Faktoren, die es zu einem potenziellen Verkaufsschlager machen sollten: Drachen, Luftkämpfe, Feuerbälle und jede Menge Action. Nur eines hat dummerweise komplett gefehlt, nämlich eine funktionierende Steuerung. Selbst die wildesten Kapriolen mit dem bewegungsempfindlichen PS3-Controller haben zu keinen nennenswerten und schon gar nicht kontrollierten Aktionen auf dem Bildschirm geführt.

(Quelle: Youtube, PlayscopeTrailers)

Lair war spielerisch und kommerziell eine Katastrophe. Zwar folgte später eine Aktualisierung, die das Spiel auch mit traditioneller Analog-Steuerung versah und es damit zumindest spielbar machte, aber der Zug war schon abgefahren. Die Schließung von Factor 5, einer der Legenden deutscher Programmierkunst, erfolgte im Jahr 2009.

Weiter mit: Haze, Project Copernicus, Tomb Raider - The Angel of Darkness

Tags: Retro   Singleplayer   Multiplayer  

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