Diese 10 Spiele haben ihre Schöpfer ruiniert - Haze, Project Copernicus, Tomb Raider - The Angel of Darkness

(Special)

Nummer 5: Haze von Free Radical Design

Der Entwickler Free Radical Design wurde von ehemaligen Mitarbeitern von Rare gegründet, die die Firma 1999 verlassen haben. Gleich danach haben sich die kreativen Köpfe der noch jungen Firma mit Time Splitters einen Namen gemacht.

2008, als die PlayStation 3 gerade an einem Mangel an neuen Marken und innovativen Ideen krankte, wollte der Entwickler den Markt von hinten aufrollen, indem er den ultimativen Halo-Killer produzierte. Infolgedessen entstand der Ego-Shooter Haze, der 2008 auf den Markt kam. Von der vollmundig angekündigten Action war aber im fertigen Spiel nicht viel zu sehen, es war im besten Falle mittelmäßig.

Eines der Hauptelemente im Spiel, die Droge Nectar, die der Spielfigur erweiterte sensorische und körperliche Fähigkeiten verleiht, ließ das Spiel durchaus an manchen Stellen in die höheren Spielspaß-Sphären vorstoßen. Unverständlich (und letzten Endes regelrecht verwerflich) bleibt daher die Entscheidung, gerade diese Mechanik ab etwa der Hälfte des Spiels komplett zu entfernen und dem Spieler nicht mehr zur Verfügung zu stellen.

Die Kunde über die Mittelmäßigkeit der Software hat sich schnell herumgesprochen, ein Verkaufserfolg blieb aus. Der deutsche Entwickler Crytek war zwar noch zur Stelle, um Free Radical Design zu übernehmen, jedoch war eine Schließung des Studios 2014 auch dadurch nicht mehr zu verhindern.

Nummer 6: Project Copernicus von 38 Studios

Treffen sich ein Comic-Künstler, ein Programmierer und ein Autor, um ein Videospiel zu machen ... Diese Ausgangsbasis klingt geradezu traumhaft und lässt darauf hoffen, dass das fertige Spiel ein zeitloses Meisterwerk wird. Nun, die Geschichte hat tatsächlich so stattgefunden. Meisterwerk ist dadurch keines entstanden, aber zumindest das durchaus ordentliche Kingdoms of Amalur - Reckoning, das international saubere Bewertungen und zufriedenstellende Verkaufserfolge einfahren konnte. Damit hatte Entwickler 38 Studios ein gutes Standbein in der Branche und wagte sich an sein nächstes, größeres und - wie sich herausstellen sollte - letztes Projekt.

Unter dem Codenamen Project Copernicus sollte ein noch nie dagewesenes MMO entstehen, das alle anderen Vertreter des Genres alt aussehen lassen würde. Ein so ambitioniertes Projekt benötigt verständlicherweise auch viel Geld. Geld, das 38 Studios aber nicht hatte. Ergo hat die Firma einen Kredit in der satten Höhe von 75 Millionen US-Dollar (fast 69 Millionen Euro) vom US-Bundesstaat Rhode Island aufgenommen. Diesen Kredit konnte die Firma nicht zurückzahlen und so endete die Sache vor Gericht. Der Bundesstaat verklagte den Entwickler kurzerhand, bevor dieser Project Copernicus fertigstellen konnte.

(Quelle: Youtube, Kingdoms of Amalur: Reckoning)

Der Fall erregte in der Öffentlichkeit großes Aufsehen, da der Kredit aus Steuergeldern finanziert wurde. Kurzum: Es war keine gute Idee. Weder von 38 Studios, noch von den Verantwortlichen der Regierung. Die Mitarbeiter des Entwicklers verloren quasi über Nacht ihre Arbeit und das Studio wurde geschlossen.

Nummer 7: Tomb Raider - The Angel of Darkness von Core Design

Der britische Erfinder der Videospiel-Legende Lara Croft wollte mit Tomb Raider - The Angel of Darkness die "PlayStation 2"-Ära einläuten. Und um Laras neuen Auftritt nicht nur optisch und technisch in neuem, besseren Licht zu präsentieren, wurden auch gleich spielerische Änderungen vorgenommen. Änderungen, die sich im Nachhinein als äußert unglücklich herausstellen sollten.

So fanden zum Beispiel Schleich-Abschnitte ihren Weg ins Spiel. Oder auch eine seltsame Mechanik, durch die Lara erst im Spielverlauf eine höhere Körperkraft erlangen muss, um bestimmte Aufgaben zu lösen. Noch dazu waren diese Änderungen nicht gerade von Meisterhand ausgeführt und fühlten sich gänzlich fehlplatziert an. Die Spieler haben sich etwas ganz anderes erwartet und wurden mit dem neuen Konzept nicht warm.

(Quelle: Youtube, Kanal von jojijiso)

Erschwerend hinzu kam noch der Umstand, dass Hersteller Eidos darauf gedrängt hat, den anvisierten Veröffentlichungstermin zu halten. Eine Verschiebung kam nicht in Frage und so wurde The Angel of Darkness in unvollendeter Form auf den Markt geworfen. Es muss nicht weiter erwähnt werden, dass der erhoffte Erfolg ausblieb.

Nun, Lara Croft führt seitdem unter der Ägide von Entwickler Crystal Dynamics ein neues, weiterhin erfolgreiches Leben. Für Core Design hingegen bedeutete der Fehlversuch das Aus.

Weitere Infos:

Weiter mit: Duke Nukem Forever, X-Men Destiny, E.T.

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Tags: Retro   Singleplayer   Multiplayer  

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