Diese 10 Spiele haben ihre Schöpfer ruiniert - Duke Nukem Forever, X-Men Destiny, E.T.

(Special)

Nummer 8: Duke Nukem Forever von 3D Realms

Was soll man noch groß über die Kultfigur Duke Nukem sagen? Mittlerweile ist hinlänglich bekannt, dass der Macho nicht lange fackelt, seine Abenteuer von jeder Menge nackter Haut durchsetzt sind und stets auf gnadenloser Action aufbauen. Groß war dementsprechend die Freude, als Duke Nukem Forever nach satten 14 Jahren Entwicklungszeit endlich auf den Markt kam.

Eigentlich hätte der Duke schon 1998 erneut durchstarten sollen. Ständige Änderungen der verwendeten Technik haben aber dazu geführt, dass die Wartezeit immer länger wurde. Als dann 2011 Borderlands-Macher Gearbox eingesprungen ist, war eigentlich schon so gut wie nichts mehr zu retten.

Drei Konsolen-Generationen lang hat die Zockerwelt auf die Rückkehr des Duke gewartet. Und als er dann endlich kam, war die Enttäuschung groß. Man möchte fast meinen, dass das Internet-Slangwort "meh" extra für dieses Machwerk ersonnen wurde. Ihr ahnt schon, wie die Konsequenzen für den Entwickler aussahen.

Rein technisch gesehen existiert 3D Realms tatsächlich noch. Aufgrund der enormen Zeit und des finanziellen Aufwandes, denn der schiffbrüchige Duke Nukem erfordert hat, wird das Studio aber wohl nie wieder dazu in der Lage sein, ein Spiel auf den Markt zu bringen.

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Nummer 9: X-Men Destiny von Silicon Knights

Und noch ein ehemals erfolgreicher Entwickler, der sich an einem großen Namen einen Bruch gehoben hat. Mit Eternal Darkness für den Gamecube gelang Silicon Knights der ganz große Wurf. Das düstere Abenteuer, das sich am Mythos der "Großen Alten" von Autor H.P. Lovecraft orientiert, sorgte weltweit für entzückte Spieler und klingelnde Kassen.

Dann allerdings gab es zwei herbe Rückschläge. Zuerst kam Too Human. Silicon Knights verwendete unerlaubterweise zur Produktion des Spiels das Grafikgerüst Unreal Engine von Epic Games. Nach dem daraus resultierenden Rechtsstreit musste Silicon Knights alle Spiele einstampfen, die auf der Unreal Engine basieren.

(Quelle: Youtube, CoinOpTV)

In einem letzten Aufbäumen zog das Studio eine dicke Lizenz an Land. Mit X-Men Destiny wollten die Entwickler zeigen, dass sie es noch können und wieder ganz vorne mit dabei sein. Das Dumme ist nur: Es hat nicht funktioniert. Denn X-Men Destiny ist im allerbesten Fall mittelmäßig. Fest steht, dass sich schlicht und ergreifend zu wenig Leute für das Mutanten-Spektakel interessiert haben. Nach weiteren Berichten über Rechtstreitigkeiten und ständigen Fehlentscheidungen der Geschäftsleitung mussten Silicon Knights schließlich 2014 ihre Aktivitäten einstellen.

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Nummer 10: E.T. von Atari

Einer der ganz großen Kino-Erfolge der frühen 80er-Jahre ist E.T. von Regisseur Steven Spielberg. Die Geschichte des auf der Erde gestrandeten Außerirdischen, der nur nach Hause wollte, löste einen regelrechten Boom aus. Klar, dass viele Firmen auf der Erfolgswelle mitreiten wollten. So auch Atari, die E.T. auf der hauseigenen Konsole Atari 2600 sehen wollten.

Die damalige Nummer 1 auf dem Videospiel-Sektor sicherte sich die Lizenz für eine Spielumsetzung des Films. Die Entwicklungskosten waren für Spiele aus dieser Zeit nicht besonders hoch, dafür floss umso mehr Geld in eine Werbekampagne von gigantischem Ausmaß. An allen Ecken und Enden grinste E.T. knarzig von Plakatwänden, Printanzeigen sowie TV- und Kino-Werbespots. Atari war sich sicher: Das wird DER Verkaufsschlager des auslaufenden Jahrtausends!

Fehlanzeige. E.T. zählt auch heute noch zu den schlechtesten Spielen, die jemals produziert worden sind und avancierte in kürzester Zeit zum bleischweren Ladenhüter, den niemand haben wollte. Atari entschied sich daraufhin zu einer mittlerweile legendären Aktion und verbuddelte alle verbleibenden Exemplare des Spiels in der Wüste.

(Quelle: Youtube, DigThatBoxRETRO)

Diese Fehlinvestition brach nicht nur Atari das Genick, sie läutete auch das Ende des "Goldenen Zeitalters der Videospiele" ein. Zu viele Konsolenformate, zu viel schlecht produzierte Spielesoftware, zu viel Kram, den keiner haben wollte. Die Konsumenten hatten schlicht und ergreifend die Schnauze voll. Es sollten Jahre vergehen, bis Nintendo trotz aller üblen Vorzeichen sein NES auf den Markt brachte und damit ein neues, bis heute andauerndes Zeitalter der Videospiele eröffnete. Tut uns leid, Atari. Vielen Dank, Nintendo.

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Tags: Retro   Singleplayer   Multiplayer  

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