Vorschau Quantum Break - Meinung von Onkel Jo

Schlauch-Levels mit Knalleffekt

Was ihr nicht erwarten solltet, ist ein Spiel mit offener Spielwelt. Euren Interaktionsmöglichkeiten und dem Spielraum sind enge Grenzen gesetzt. Abseits der Hauptwege bleiben Türen verschlossen und Kisten stoppen euren Forscherdrang. Trotzdem verstecken die Entwickler ein paar virtuelle Bonbons für euch.

Und die Zeit steht still: Ihr lauft durch eingefrorene Szenen, die der Physik trotzen.Und die Zeit steht still: Ihr lauft durch eingefrorene Szenen, die der Physik trotzen.

Ihr dürft Hinweise sammeln. Die markiert das Spiel und ihr könnt mit der Taste X nachsehen, was sich dort an Zusatzinformationen verbirgt. Je nachdem, wie viel ihr sammelt, schaltet ihr dadurch auch sogenannte Quantumwellen frei, die sich auf die Live-Action-Sequenzen auswirken und dort zusätzliche Szenen freischalten. So untersucht ihr Poster, lest E-Mails oder seht euch auch Sendungen im Fernsehen an. Zufällig läuft hier auch eine Serie, in der Sam Lake als FBI-Agent zu sehen ist. "Enttarne die Lügen, finde die Wahrheit", steht auf einem Zettel, der an dem Fernseher klebt. Im Gespräch mit uns klärt Sam Lake auf, dass es sich bei der Serie um das handelt, "was Alan Wake 2 heute sein würde, wenn wir es heute verwirklichen würden."

Bis es soweit ist, freut euch erstmal auf den 5. April. An dem Tag soll Quantum Break im Laden stehen. Wer das Spiel auf Xbox One als Download kauft, bekommt die PC-Version übrigens geschenkt dazu. Damit möchte Microsoft anscheinend sein dahinsiechendes und jetzt wiedererwachtes PC-Engagement subventionieren. Außerdem bekommen Xbox-Spieler noch Download-Codes für Alan Wake samt Erweiterungen. Falls ihr das Spiel vorbestellt, schenkt euch der Konzern sogar den Download-Ableger Alan Wake's American Nightmare noch dazu. Aktuell programmiert Remedy noch fleissig an der PC-Fassung, während das Spiel für Xbox One laut eigener Aussage bereits fertig gestellt ist.

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Quantum Break - Das neue Spiel von Remedy, den Machern von Max Payne und Alan Wake

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Fakten:

Meinung von Joachim Hesse

Quantum Break zählt zu einem der wenigen Spiele, auf die ich dieses Jahr ernsthaft warte. Immerhin ist es von Remedy. REMEDY! Die Action-Götter aus Finnland, die wie kein zweites Studio auf der Welt Geschichten für Erwachsene in ihren Spielen erzählen. Ich persönlich hoffe ja immer noch auf eine Auflösung von Alan Wake, aber ich habe auch nicht lang gebraucht, um mich an das neue Milchgesicht Jack zu gewöhnen. Ein Nachmittag in London war dafür ausreichend.

Das Spiel läuft auf der Xbox One flüssig und sieht fantastisch aus. Nur bitte nicht zu genau hinschauen, sonst wirkt manche Frisur doch wieder wie ein Kunststoffhelm. Aber hey, die Action stimmt und die magischen Momente sind definitiv wieder vorhanden. Für Sätze wie "Ich werde aufstehen und dann gehen. Dann wird der Mann da rechts Ihnen in den Kopf schießen", könnte ich den Verantwortlichen bei Remedy küssen. Aber nur, wenn er weiblich ist. Ich mag die kompromisslose Art des Spiels.

Das liegt auch daran, dass ich Zeitlupe in Spielen einfach liebe. Es gibt keinen Spielentwickler, der dieses Element aus dem Film "Matrix" so perfekt in Spielmechanik integriert wie das finnische Studio Remedy. Und für Quantum Break haben sich die Damen und Herren erneut ein paar besondere Einsatzmöglichkeiten einfallen lassen. Meine erste Proberunde hat mir viel Freude bereitet. Gut, mit der Zielhilfe muss ich mich noch anfreunden, aber so ist das eben. Bereits in Alan Wake entpuppte sich die Steuerung als kleine Schwachstelle.

Die "Live Action"-Einschübe passen mir gut ins Konzept: Alte Männer brauchen ein bisschen Ruhe nach so einem adrenalinreichen Spiel-Level. Das spart Netflix & Co und reißt vom Sofa aus nicht mehr aus der Handlung. Ich fürchte nur, dass das Spiel nicht allzu lange bei der Stange halten wird. Und falls es sich als Strohfeuer entpuppt, möchte ich ungern wieder sechs Jahre bis zum nächsten Zeitlupen-Werk aus Finnland warten.

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Tags: Entwicklerbesuch   Onkel Jo  

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