Test Hitman - Fakten und Meinung

Wenig spektakulär

Die Präsentation des Spielablaufs und der Aufträge klangen im Vorfeld klasse: Über 300 Individuen mit eigenen Abläufen und Zeitplänen sollen in den Missionen für eine lebendige Umgebung und ein authentisches Gefühl sorgen. Irre. Doch spielt ihr Hitman einmal selbst, nehmt ihr davon nicht viel wahr.

Keine Zeugen!Keine Zeugen!

Vielmehr fühlen sich die Missionen genau so authentisch und lebendig an, wie sie es bereits in Hitman Absolution vermochten. Eine Verbesserung ist höchstens dezent spürbar. Der Ablauf eures Handelns bleibt im Wesentlichen der gleiche wie im Vorgänger beziehungsweise Hitman - Blood Money. Ihr schaut euch nach Gelegenheiten um, verkleidet euch, tötet und rennt weg.

Selbst wenn ihr euch für ausgefallenere Attentat-Varianten entscheidet, gewinnt Hitman kaum an Aufregung. Hier geht es darum, bestimmte Gegenstände im Missionsgebiet zu finden und diese dann an dem ihnen bestimmten Ort zu verwenden. Egal für welche Tötungsart ihr euch entscheidet, der Ablauf bleibt recht ähnlich. Das kann für manche von euch alles sein, was ihr euch von einem Spiel dieser Art erhofft, doch für andere wiederum ist dieses Prinzip bereits nach kurzer Zeit uninteressant.

Wichtig: Hitman macht Spaß! Es ist durchaus unterhaltsam, das Ziel ausfindig zu machen und einen möglichst kreativen Weg für dessen Beseitigung zu suchen. Doch angesichts der bisherigen Hammerspiele der Marke Hitman, ist der Wunsch nach mehr Handlung und Inhalt kaum zu unterdrücken - zumindest nicht für jeden.

Fakten:

  • zur Veröffentlichung im März 2016 3 Missionen spielbar
  • 6 weitere Missionen für 2016 angekündigt
  • Online-Pflicht, wenn ihr die "Missions-Herausforderungen" wollt
  • Wiederspielwert durch kreative Attentatsvarianten
  • Handlung ist Nebensache
  • sehr lange Ladezeiten
  • selbst erstellbare Aufträge sollen für Langzeitmotivation sorgen
  • Spielmechanik bietet kaum Neuerungen
  • pro Mission mehrere Startpunkte und Kostüme freischaltbar
  • Preis für Komplettpaket cirka 60 Euro
  • Preis für Startpaket cirka 15 Euro
  • Preis für Einzelmissionen cirka 10 Euro
  • Collector's Edition enthält eine Statue von Agent 47, Spiel aber als Download
  • Episode 1 erhältlich ab 10. März 2016 für PC, PS4 und Xbox One
  • "Hitman - Collector's Edition - (PS4)" bei Amazon bestellen
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Meinung von Michael Krüger

Auch wenn die Tatsache, dass Hitman in Episoden erscheint, für viele abschreckend wirkte, blieb ich bis zuletzt optimistisch. Immerhin ist Hitman Absolution eine große Freude für mich und das Konzept des neuen Spiels halte ich für vielversprechend. Nach einigen Stunden als Agent 47 ist mein Eindruck ernüchternd.

Zu Beginn des Spiels fühlt sich alles nach einem soliden Hitman-Ableger an. Die Spielmechanik geht rasch in Fleisch und Blut über und wenn ihr die Vorgänger gespielt habt, findet ihr schnell ins Spiel. Nachdem ich allerdings ein paar Missionen erledigt habe, sinkt die Motivation für weitere Runden. Das liegt zum einen daran, dass die Ladezeiten mich frustrieren, zum anderen an der Monotonie, die sich schnell breit macht. Große Lust, alle Möglichkeiten durchzuspielen, habe ich nicht. Der Umfang wird für mich so zum Kritikpunkt.

Möglicherweise gehöre ich ja nicht zur Zielgruppe von Hitman. Doch diesen Gedanken verleugne ich. Immerhin gefielen mir die Vorgänger und selbst das kurze Hitman - Sniper Challenge, das vor cirka drei Jahren als Download erschien, konnte mich ungewöhnlich lange unterhalten. Gehört ihr zu denjenigen, die nicht genug von Attentaten und dem Ausprobieren verschiedener Varianten bekommen, werdet ihr gut bedient - von den Ladezeiten mal abgesehen.

Ob sich das Gesamtpaket lohnt, bleibt abzuwarten. Doch aktuell sehe ich für mich keinen großen Anreiz darin, weitere Stunden im Spiel zu verbringen. Möglicherweise ändert sich das ja noch, sollten die Spielstände durch einen Patch künftig schneller geladen werden. Würden wir heute eine Prozent-Wertung abgeben, würde die deutlich niedriger ausfallen als von der Serie gewohnt.

85 Spieletipps-Award

meint: Starke Spielmechanik und lange Ladezeiten. Das Episodenformat zwingt Agent 47 in ein enges Korsett. Geeignet für Menschen, die Missionen gerne mehrmals spielen.

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Tags: Online-Zwang   DLC   Episoden  

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