Vorschau One Piece - Burning Blood: Ruffy und Co. schwingen die Fäuste!

von Thomas Nickel (22. März 2016)

Ruffy und seine Bande schwingen wieder die Fäuste. Doch dieses Mal nicht gegen Hundertschaften von Piraten: In One Piece - Burning Blood steht der edle Zweikampf im Mittelpunkt.

Seit dem im Jahr 2000 in Japan für den Handheld Wonderswan veröffentlichten From TV Animation - One Piece: Become the Pirate King! sind viele, viele Jahre vergangen (Gut, genaugenommen 16.) und viele, viele Spiele rund um Ruffy und seine Piratencrew sind erschienen. Es gibt Rollenspiele, Actionspiele und natürlich wird genau wie in Manga und TV-Serie kräftig geprügelt. Vor allem die drei Episoden von One Piece - Pirate Warriors waren weltweit kolossal erfolgreich.

Doch den Spielern war das nicht genug, wie Produzent Koji Nakajima erklärt: "Bisher waren ja Spiele wie One Piece – Pirate Warriors sehr populär. Aber vor allem bei westlichen Spielern wurde immer wieder der Wunsch laut, doch auch mal ein richtiges Kampfspiel zu machen. Das war für uns ein Grund, die Arbeit an One Piece – Burning Blood zu beginnen. Und dann haben wir uns gesagt: Hey, wenn wir schon auf der PS4 arbeiten, dann wollen wir den Leuten auch richtig was bieten, wir wollen das System wirklich ausreizen."

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Impressionen aus One Piece - Burning Blood

Und deswegen treten all die Piraten und Marine-Offiziere im neuesten One Piece jetzt auch direkt gegeneinander an: In Dreierteams hauen sich Ruffy, Zorro, Nami, Sanji, Fujitora, Ace, Sir Crocodile und viele weitere Helden und Schurken kräftig auf die Mütze. Der Hauptverantwortliche für das Spiel, Hiroyuki Kaneko, meint: "Zuerst haben wir uns gefragt, welche Figuren und Techniken im Kampf gut aussehen könnten. Mit welchen Fähigkeiten würden die Spieler gerne mal experimentieren?"

Klar, dass natürlich Ruffy mit seinen Gummiarmen für die meisten Spieler die erste Wahl darstellt. Doch tatsächlich sind es vor allem die eher unerwarteten Figuren, die sich richtig gut spielen. Das hat auch seinen Grund, wie Kaneko verrät: "Wir haben uns selbst gefragt, was im Spiel denn so richtig gut aussehen könnte. Was wäre spielerisch interessant? Das hat uns dann auch zu ein paar eher unerwarteten Figuren geführt – wir wollen die Spieler ja auch überraschen."

Nami zeigt gerne, was sie zu bieten hat.Nami zeigt gerne, was sie zu bieten hat.

Und das ist durchaus gelungen: Denn One Piece - Burning Blood sieht nicht nur richtig gut aus, es spielt sich auch enorm schnell und dynamisch und hat ein paar Figuren an Bord, die ihr zunächst nicht erwarten würdet.

Drei gegen Drei

Beim Anspieltermin in Frankfurt war zwar nur ein Teil der Figuren spielbar und es gab auch nur wenige Hintergründe zu bewundern, aber was da zu sehen war, das machte definitiv Lust auf mehr. Wie bereits gesagt, tretet ihr in Dreierteams an. Figuren sind dabei in verschiedene Klassen unterteilt: Manche setzen auf rohe Kraft, andere auf Geschwindigkeit, Technik oder Tricksereien. Eine ausgewogene Gruppe bringt euch dem Sieg auf jeden Fall gleich ein ganzes Stück näher.

Die Liste der spielbaren Figuren ist lang und sollte für jeden Geschmack etwas bieten. Mit von der Partie sind Bartholomäus Bär, Bartolomeo, Boa Hancock, Borsalino, Brook, Buggy, Sir Crocodile, Don Quichotte de Flamingo, Mihawk Dulacre, Edward Newgate, Enel, Eustass Kid, Franky, Gekko Moria, Issho, Jesus Burgess, Jimbei, Jozu, Kuzan, Marco, Marshall D. Teach, Monkey D. Ruffy, Nami, Nico Robin, Perona, Puma D. Ace, Lorenor Zorro, Sabo, Sakazuki, Sanji, Sengoku, Smoker, Tony Tony Chopper, Trafalgar Law, Lysop und X Drake.

Die grundlegende Steuerung ist dabei für alle Figuren gleich: Ihr habt verschiedene Angriffe, könnt springen, in Deckung gehen und eine verbündete Figur rufen. Per Schultertaste aktiviert ihr außerdem Spezialattacken und Super-Angriffe. Neben den insgesamt 36 Kämpfern gibt es auch noch ein paar Unterstützer, die ihr per Steuerkreuz ruft: Die verpassen dann dem Gegner einen Schlag, laden einen Teil eurer Energie auf oder unterstützen euch auf andere Weise.

Kräftig oder Schnell?

In der Steuerung mögen sich die Figuren ähneln, trotzdem fühlen sie sich höchst unterschiedlich an. Da ist zum Beispiel der mächtige Whitebeard. Der bärtige Muskelprotz ist eher behäbig unterwegs, doch wo er hinschlägt, da wächst so schnell kein Gras mehr. Landet ihr mit Whitebeard ein paar saftige Treffer, dann ist der Kampf fast schon entschieden. Ganz anders sieht es da beispielsweise bei Marco aus: Der wetzt mit einer fast schon unheimlichen Geschwindigkeit durch die Arenen und greift bevorzugt aus der Luft an. Im Einstecken ist er nicht so gut, allerdings müssen ihn seine Gegner dafür erst einmal zu fassen kriegen.

Ruffy und Ace geben ein prima Team ab.Ruffy und Ace geben ein prima Team ab.

Nami dagegen setzt auf Technik: Mit ihrem Stab täuscht sie den Gegner und setzt diverse Wettereffekte ein. Ein ganz besonderes Problem hat übrigens Schiffskoch Sanji: Mit seinen schnellen Tritten setzt sich der Blondschopf eigentlich gut zur Wehr - aber im Kampf gegen Frauen hilft ihm das nichts: Da Sanji als echter Gentleman nicht gegen Frauen kämpft, greift er dann auch nicht an!

So hat dann jede Figur ihre Spezialitäten und Eigenheiten, die es zu erlernen und zu beachten gilt. Dabei wird One Piece - Burning Blood aber nie so komplex und kompliziert wie beispielsweise ein Blazblue, das Spiel bleibt immer zugänglich. Und ist selbst das noch zu kompliziert, dann gibt es einen Modus für Auto-Block und automatisierte Kombos.

Faire Vielfalt

Trotz der vielen unterschiedlichen Figuren macht One Piece - Burning Blood bisher einen ausgewogenen Eindruck. Keine Figur wirkt übermäßig stark oder viel zu schwach. Kaneko erklärt dazu: "In One Piece sind die Teufelsfrüchte ein sehr wichtiger Bestandteil. Und wenn man die nun in ein klassisches Kampfspiel einbaut, dann kann das ja eigentlich kein wirklich fairer Kampf mehr sein. Deswegen haben wir uns für ein "Drei-Gegen-Drei"-System entschieden. So kann man sich dann ein ausgewogenes Team zusammenstellen. Durch die unterstützenden Figuren wird das Feld dann ausgeglichen."

Das ist allerdings noch nicht alles, tatsächlich ist bisher eine Menge Feinarbeit in das Spiel geflossen, wie Produzent Nakajima ergänzt: "Für eine gute Balance haben wir dann die künstliche Intelligenz genutzt. Wir ließen den Computer lange gegen sich selbst kämpfen – das waren Hunderte, Tausende Runden. Da konnten wir dann sehen, welche Figuren vielleicht zu stark und welche Techniken möglicherweise zu mächtig sind. Und dann konnten wir ein gutes Gleichgewicht herstellen."

Natürlich wird sich letzten Endes erst beim fertigen Spiel mit allen anwählbaren Figuren und einem funktionierenden Online-Modus zeigen, wie gut die Prügelei denn nun tatsächlich ausbalanciert ist. Aber nach ein paar Stunden spaßiger Prügelei fand sich doch für jeden noch so knackigen Gegner ein Trick - selbst fiese Kerle wie Borsalino bekommt ihr mit der richtigen Herangehensweise klein.

Besser als im TV

Eine Sache ist bereits jetzt klar: One Piece - Burning Blood sieht einfach großartig aus. Die Figuren wirken wie handgezeichnet und sind mit leichten Schraffur-Effekten versehen, die Animationen sind enorm wuchtig und jeder Schlag wirkt einfach befriedigend. Die für One Piece so typische Überzeichnung von Figuren und Bewegungen wurde gut in die dritte Dimension übernommen. One Piece - Burning Blood zeigt eindrucksvoll, dass die Grafikleistung der aktuellen Konsolen nicht nur bei Spielen mit realitätsnaher Grafik gut zur Geltung kommt.

Mihawk Dulacre hat ein besonders großes Schwert dabei.Mihawk Dulacre hat ein besonders großes Schwert dabei.

Die Hintergründe sind da im Vergleich oft etwas einfacher gehalten: Wenn da beispielsweise jubelnde Massen im Amphitheater von Dressrosa die Kämpfer anfeuern, dann wird bei genauerem Hinsehen schon deutlich, dass es sich dabei eigentlich um flache Pappkameraden handelt. Doch diese kleinen grafischen Abkürzungen nehmt ihr im Eifer des Gefechts letzten Endes kaum wahr.

Bisher ist nur die Version für PS4 spielbar, aber ihr könnt wohl guten Gewissens davon ausgehen, dass die Umsetzungen auf PC und Xbox One der PS4-Version grafisch in nichts nachstehen. Interessant wird noch die Vita-Konvertierung: Die muss ja mit zwei Knöpfen weniger auskommen und hat grafisch nicht ganz so viel auf dem Kasten wie die großen Systeme. Ihr dürft also gespannt sein, ob für die tragbare Version noch Abstriche gemacht werden müssen.

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Tags: Anime   Entwicklerbesuch   Singleplayer  

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