Vorschau Dark Souls 3: In allem Vergehenden liegt Anmut

von Daniel Kirschey (11. März 2016)

In Hamburg konnte spieletipps Dark Souls 3 anspielen - von Anfang an! Wie spielt sich also der Beginn des dritten Teils der unbarmherzigen Reihe? Das erfahrt ihr hier.

Allein auf der spieletipps-Seite gibt es bereits drei Vorschauen zu Dark Souls 3. Ihr denkt nun vielleicht: "Was will man denn da noch Neues erfahren? Es wurde doch schon alles gesagt." Mitnichten, liebe Leser, mitnichten.

Klar, wir könnten noch mehr in die Details gehen, wie beispielsweise der sogenannte Backstab (also Hinterrücksangriff) in Dark Souls 3 sich von dem in Dark Souls 2 unterscheidet und diese beiden Angriffe dann in ihren spielmechanischen Auswirkungen zu dem Hinterrücksangriff aus Dark Souls vergleichen. Auch wenn das für einige Spieler, die nicht genug von allen "Dark Souls"-Spielen bekommen können und immer noch stundenlang auf Spielerjagd gehen, durchaus interessant ist: Das Gefühl eines Angriffs in den Rücken zu beschreiben - das ist nur, wie es in einer der Vorschauen schon versucht wurde, leidlich möglich. Auch dass aus Dark Souls 3 wohl das nächste Top-Spiel wird, ist irgendwie ebenfalls klar.

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Dark Souls 3 - Asche, Drachen und der Tod

Doch da tritt Hersteller Bandai Namco auf den Plan und lädt nach Hamburg. Und zwar ganz sicher nicht, um lediglich bekannte Abschnitte des Spiels zu zeigen. Zum ersten Mal war es in Hamburg möglich Dark Souls 3 von Anfang an zu spielen. Das heißt, hier erfahrt ihr nun auch einiges über die ersten drei bis vier Stunden des Spiels.

Blasphemie und Hidetaka Miyzaki

Dark Souls 3 spielen. Als die Einladung von Bandai Namco nach Hamburg auf elektronischem Papier in die Redaktion flattert, beginnt in der spieletipps-Redaktion eine kleine Keilerei, wer denn dem Ruf des Herstellers folgen wird. Zum einen will jeder Dark Souls 3 zocken und zum anderen sind die Soul-Events immer etwas Besonderes. Diesmal durfte sich spieletipps mit anderen Pressevertretern zusammen in einer evangelischen Kirche der erbarmungslosen Welt von Lothric stellen.

Da hilft auch verstecken nicht ...Da hilft auch verstecken nicht ...

So oft wie an diesem Tag wurde wohl noch nie in einer Kirche geflucht. Im Minutentakt erschallen Ausrufe wie: "Verflucht sei Iudex Gundyr, Dark Souls 3 und Gott, dass er dieses Spiel zulässt." Doch kein Blitz strafte die Rufer. Statt Gott durfte spieletipps aber Hidetaka Miyzakis Gestalt ansichtig werden. Für etwa knapp eine halbe Stunde betrat der Chef von From Software die Bühne, um Dark Souls 3 vorzustellen. Danach war der schüchterne Japaner wieder schnell verschwunden und das Event über nicht mehr zu sehen. Interviews gab es wohl auch nur eine handvoll. Ob es sich dafür wirklich gelohnt hat, den Herren aus Japan einfliegen zu lassen?

Na ja, zumindest durfte die Presse Dark Souls 3 das erste Mal von Anfang an spielen. Nach der schon bekannten Einführungssequenz geht es direkt in die Charaktererstellung. Diesmal wählt ihr alles Wichtige vor dem eigentlichen Spiel aus und die Erstellung ist nicht in den Anfang eingeflochten wie noch in Dark Souls 2. Dann geht es auch schon los.

Dieses Video zu Dark Souls 3 schon gesehen?

Best of Dark Souls

An der Charaktererstellung hat sich nichts geändert: Nachdem ihr Aussehen und eine Anfangsklasse gewählt habt, sucht ihr euch noch einen Anfangsgegenstand aus und schon geht es los. Das Anfangsgebiet ist nicht besonders groß und stellt eine Einführung in das Spiel dar. Wer es sich noch nicht gedacht hat, hier ein Hinweis: Ihr lauft durch den Abschnitt und lest Nachrichten auf dem Boden, die euch die Grundzüge des Spiels erklären, um dann eine Minute später in einen Boss hineinzulaufen.

Der Speer hat eine große Reichweite.Der Speer hat eine große Reichweite.

Gerade die ersten beide Gebiete spielen sich wie ein Best of Dark Souls: Direkt nach der kurzen Einführung rennt ihr - wie erwähnt - in einen Bossgegner, der euch alles abverlangt, was ihr durch ein paar Nachrichten dann können solltet. Die Bosse in Dark Souls 3 haben Phasen. Nach dem Verlust von ungefähr der Hälfte ihres Lebens bricht beispielsweise wildes, schwarzes Fleisch aus den davor schon grausig-schönen Gestalten und katapultiert den adrenalingeladenen Kampf in Sphären der Tollheit.

Hat euch der Boss mit dem Namen Iudex Gundyr endlich seine Seelen vermacht, geht's ins neue Gebiet, dass einige von euch vielleicht aus der Beta kennen. Hier trefft ihr nach kurzer Zeit auf einen Drachen, der einen Abschnitt der Burg in Feuer taucht und euch so den Weg versperrt, aber auch einige Feinde entsorgt. Ein wiederkehrendes Element der Reihe. Nachdem ihr eine Abkürzung geöffnet habt, die euch schneller zum Boss bringt, steht ihr auch schon vor diesem.

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Dark Souls 3 - Asche, Drachen und der Tod

Ein Wesen, das zwar auf allen Vieren läuft, aber in einer dicken Panzerung steckt. Ist der Rüstungsheini besiegt, tragen euch von einer Kante weiße Gargoyles durch gleißendes Sonnenlicht zu einem neuen Abschnitt. Klingt bekannt, oder? In Dark Souls haben einen die merkwürdigen Gestalten noch nach Anor Londo gebracht.

Es ist jedoch nicht so, dass Dark Souls 3 seine eigenen Vorgänger schlichtweg kannibalisiert. Viel eher kommt wirklich ein "Best of"-Gefühl auf. Es gibt genügend neue Aspekte, die sich zusammen mit den alten in ein wunderbares Erlebnis vermischen.

Das letzte Dark Souls

Vor einiger Zeit ist Hidetaka Miyazaki etwas über die Lippen gepurzelt, dass Liebhaber der Serie überrascht hat: Wahrscheinlich sei Dark Souls 3 der letzte Teil der Souls-Reihe. Geht ihr nur vom Anfang des Spiels aus, kommt genau dieses Gefühl auf.

Ob diese Frau gleich anfängt zu kichern?Ob diese Frau gleich anfängt zu kichern?

Mit dem dritten Teil feuert Miyazaki-san noch einmal alles ab, was Dark Souls ausmacht. Wieder - und das kann ich schon jetzt sagen - in gewohnter, exzellenter Qualität. Es wäre verwunderlich, wenn Dark Souls 3 bei Erscheinen nicht wieder ein außergewöhnliches Spiel wird. Mit Demon's Souls, Dark Souls, Dark Souls 2 und Bloodborne hat From Software so lange an der Formel gefeilt, dass es überhaupt nicht vorstellbar ist, dass nun ein schlechtes Spiel erscheint.

Das lässt einen bei dem Gedanken an das letzte Dark Souls vielleicht traurig werden. Doch in seiner Traurigkeit stimmt einen dies auch irgendwie froh. Es fühlt sich dabei nämlich genau so an, wie sich Dark Souls 3 selbst präsentiert - wie es von From Software vorgesehen ist: In aller Endgültigkeit, in allem Untergang, in allem Vergehenden liegt Anmut.

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Tags: Fantasy  

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