Test Power Chess 2

von Steffen Velte (10. Februar 1999)

Power Chess 2.0 von Sierra verspricht grenzenlosen Spielspaß für Anfänger und Profis. Ob dieses Versprechen eingehalten wird, erfährst Du in diesem Review.

Ok, ganz ehrlich, Schach spiele ich wirklich nicht sehr gut. Das es mir aber in über 50 Partien nicht einmal gelang zu gewinnen, daran konnten weder die vielen verschiedenen Gegner mit Ihren vielen verschiedenen Schwierigkeitsgraden etwas ändern, noch die Königin, die auf der Verpackung erhebt, dem Spieler während kniffligen Situationen im Spiel helfen zu können. Das kann Sie leider weniger, denn Sie kennt nur wenige Eröffnungen. Meinen Lautsprechern - vielleicht bedingt durch mein unkonventionelles Spiel - entrannen nur Kommentare wie "Das war ein großartiger Zug". Danke, das weiß ich selbst...

Wie schon erwähnt, gibt es mehrere Gegner, die verschiedene Charaktere darstellen. Einer von ihnen ist der König, der am ehesten einem menschlichen Gegner entsprechen soll. Angeblich passt er sich sich der eigenen Spielstärke an und wird damit wenigstens auf dem Papier zu einem schlagbaren Gegner. Es gibt auch einen Gorilla, den König des Zoos. Eigentlich schätze ich meinen IQ höher ein als den eines Gorillas, aber dieser... Er verschenkt hier und da mal eine wichtige Figur, um dann aber wieder einige Züge perfekt zu spielen.

Nach einigen verlorenen Partien wurde mir klar, daß ich mir wohl helfen lassen sollte. Wiederum hatte ich auf der Verpackung gelesen, daß zum Spiel ein komplettes Online-Tutorial mit der Geschichte des Schachs, den Basisregeln und Strategieratschlägen sowie ein umfangreiches Repertoire an legendären Partien gehört. Doch auch dieses konnte mir nicht helfen, denn wie man einen Bauer bewegt, wußte ich dann doch schon...

Zu den besonderen Optionen gehört die 3D Darstellung des Spielbrettes, allerdings leidet die Übersicht enorm darunter. Natürlich gibt es verschiedene Spielbretter und Figurensätze zur Auswahl, aber ohne Erfolgserlebnis kommt auch damit auf Dauer keine Freude auf. Wer mehr Optionen und vor allem einen noch stärkeren Gegner braucht, sollte die Fritz-Titel (Fritz 8, Fritz 9) antesten.

Fazit:

Daß sich mein Lob bis zu diesem Punkt in Grenzen hielt, liegt einfach daran, daß auch dieses Spiel nicht viel mehr als andere Schachspiele leistet. Die grafische Umsetzung ist bis auf die 3D-Darstellung gelungen, die Bedienung ist einfach. Aber man kann mit Hilfe dieses Spiels weder das Schachspiel lernen, noch finden Anfänger eine wirkliche Hilfe während der Partien. Und gerade diesen Anspruch erhebt Sierra mit Power Chess 2.0. Ergo: Anfänger kaufen sich lieber ein vernünftiges Buch, Großmeister - und alle die es werden wollen - sollten zugreifen!

60

meint:

Tags: Singleplayer  

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