Vorschau Uncharted 4: Auf Achse in Madagaskar

von Thomas Stuchlik (11. April 2016)

Der erste Probespiel offenbart: Mit dem actionreichen Uncharted 4 erwartet euch vielleicht der potenzielle PS4-Kassenschlager des Jahres. Wir verraten euch, wie es sich wirklich spielt.

Die Sonne scheint und zeichnet plastische Schatten auf Felsformationen am Horizont. Wie in einer Tierdokumentation wird die rötlich gefärbte Gesteinskulisse von gedrungenen Büschen und Bäumen umrahmt. Kurzum eine schicke Urlaubsszenerie, passend für eine gemütliche Safari. Und ein Geländewagen steht auch schon bereit. Doch dessen Insassen machen schnell klar, dass es hier alles andere als gemütlich wird.

Denn im Vehikel beraten Nathan Drake, Bruder Sam Drake und Victor Sullivan über das weitere Vorgehen. Sie sind nämlich auf einer sprichwörtlich heißen Spur zum hiesigen Vulkan unterwegs. Das sind die vielversprechende Ausgangsbedingungen der bei Sony angespielten Demonstration im malerischen Madagaskar – einem Szenario, das euch erst später im fertigen Spiel erwartet.

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Die Bildschirmabenteuer in Uncharted 4

Vieles kommt unerwartet, denn in dieser Umgebung seid ihr erstmal auf vier Rädern unterwegs, um die Landschaft zu erkunden. Beim Herumfahren könnte man fast meinen, dass das heiß erwartete Uncharted 4 - A Thief's End in einer "Open World", also einer offen gestalteten Welt spielt. Doch die Macher führen euch subtil durch das abgegrenzte Areal. Abgründe und die Kommentare der Mitfahrer führen euch immer wieder auf den richtigen Weg.

Die ausladende Level-Architektur steckt voller Geheimnisse, an denen ihr vielleicht zu schnell vorbeirast. Forschernaturen entdecken hier jedoch Felsspalten, hinter denen sich Artefakte verbergen. Ebenso erkundet ihr versteckte Ruinen am Wegesrand und kartographiert die dortigen Inschriften. Schönster Archäologen-Alltag!

Auf allen Vieren

Bereits das Herumfahren im Gelände erfordert Geschicklichkeit, denn im rutschigen Schlamm driftet das Vehikel wild hin und her. Wollt ihr höhere Berge erklimmen, solltet ihr nasse Untergründe meiden und griffigere Steinoberflächen ansteuern. Wer hätte gedacht, dass Uncharted 4 auch eine überzeugende Offroad-Fahrsimulation ist?

(Quelle: Youtube, sonyplaystation)

Nicht nur das: An einigen Stelle seht ihr euch schlammbedeckten Abhängen gegenüber. Keine Chance, mit dem Auto hier hochzukommen. Wäre da nicht das Abschleppseil. Hauptdarsteller Nathan steigt kurzum aus und erklimmt mit dem Seil in der Hand die Anhöhe. (Haben wir schon erwähnt, dass sich genau hier auch eine hochinteressante antike Stätte befindet?) Oben angekommen befestigt der Held die Leine an einem Baum, um den Jeep hochzuziehen.

Derartige Rätsel sind keine Seltenheit. An anderer Stelle nutzt ihr die Seilwinde, um eine Brücke einstürzen zu lassen und sie als Rampe zu benutzen. Das Transportmittel erweist sich als treuer Begleiter, mit dem ihr große Distanzen überbrückt. Bereits vergangenes Jahr zeigte Sony, wie wichtig das Fahren ist. Denn damals ging es auf vier Rädern kreuz und quer durch ein Dorf. An euren Fersen hefteten sich gut bewaffnete Trupps, die ihr mit waghalsiger Rasereien abschüttelt. Mal sehen, was für weitere Fahrtricks das fertige Spiel erlaubt.

Auf Zehenspitzen

Action-Freunde müssen sich aber keine Sorgen machen, dass Uncharted 4 zum Rennspiel verkommt. Schließlich gibt es genug Ballereinlagen. Das wird deutlich, als Drake und seine Kollegen an einer größeren Ruine mitsamt Turmanlage ankommen. Diese wird schwer bewacht – ein Durchkommen auf vier Rädern ist unmöglich.

Aus der Deckung sichtet ihr die Lage und ladet nach.Aus der Deckung sichtet ihr die Lage und ladet nach.

Zu Fuß schleicht sich Nathan deshalb mit seinen Freunden heran. Praktisch, dass er im hohen Gras unsichtbar für Feinde ist. Sobald diese jedoch Verdacht schöpfen, erscheint ein gelbes Symbol über deren Köpfen. Jetzt heißt es schnell zuschlagen: Im Nahkampf erledigt ihr die Burschen lautlos. Doch sobald einer der Wachposten das Treiben mitbekommt, wird die Luft bleihaltig. Schnell hechtet ihr zur nächsten Deckung. Trickreiche Spieler nutzen hier sogar den Kletterhaken, um sich an Häuserwänden hoch zu hangeln. Mit etwas Schwung nutzt ihr das Utensil auch, um per Fußtritt Feinde ins Reich der Träume zu befördern.

Natürlich geht das auch brachialer, denn erledigte Gegner lassen ihre Waffen samt Munition fallen. Mit gezielten Schüssen aus der Deckung knallt ihr jeden Widersacher nieder - auch den nervigen Scharfschützen oben im Turm. Feinde verschanzen sich jedoch teils recht gut und werfen gerne mit Granaten. Deshalb solltet ihr regelmäßig eure Position wechseln, um sie hinterrücks zu überraschen. Das Zielen und Nachladen wirkt altgewohnt wie bei anderen Genrevertretern. Dennoch überzeugt die gute Waffenhandhabung und der krachige Sound.

Die volle Action-Packung

Das Schöne an besagter Festung: Dank einigermaßen offener Spielwelt steht euch die Vorgehensweise beim Einnehmen frei. Ganz ähnlich wie im "Open World"-Schleicher Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain. So könnt ihr euch von jeder Seite heranpirschen, um Wachen zu eliminieren und deren Basis zu übernehmen. Ob das bei weiteren Feindbasen auch möglich sein wird?

Bei Alarm brennt die Luft. Hoffentlich habt ihr genug Munition dabei.Bei Alarm brennt die Luft. Hoffentlich habt ihr genug Munition dabei.

Nach dieser Gefahrenstelle geht es weiter durch die felsige Landschaft, bevor die Demo traurigerweise endet. Zum anfangs erwähnten Vulkan gelangen wir nicht mehr. Erst im fertigen Spiel wird enthüllt, was sich dort verbirgt. Dabei es gibt hier noch so viel zu tun: Verpasst beispielsweise nicht die versteckte Höhle hinter einem Wasserfall. Oder eine versteckte Mine unterhalb eines einsamen Brunnens. Oder, oder, oder ...

Neben Rasen und Ballern stehen bei Uncharted 4 mancherorts auch Klettereien an. An Steilklippen hangelt sich Drake voran oder erklimmt Hausdächer. Das Spiel scheint alle Aspekte einer zünftigen Bildschirm-Action einzubeziehen. Das betrifft auch den Online-Modus, der bereits im März 2016 in einer offenen Beta-Version spielbar war. Hier duellieren sich zwei Teams um den Sieg in gewohnten Mehrspieler-Modi. Allerdings kommt es hier weniger auf Haudrauf-Action als auf Taktik und Deckung an – genau wie in der Kampagne.

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Tags: Open World   Singleplayer   Multiplayer  

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