Test HTC Vive erschienen: Muss ich mir jetzt ein Gerät kaufen, um Virtual Reality nicht zu verpassen?

von Michael Krüger (13. April 2016)

Was sich die vergangenen Monate ankündigte, ist nun im Handel. Mit HTC Vive zieht "Virtual Reality" in den ersten Haushalten ein. Höchste Zeit, die nackte Realität und ihre Fakten zu prüfen.

Oculus Rift, PlayStation VR und HTC Vive - diese drei Namen wecken gekonnt das Interesse der Spielergemeinde. Versprochen wird euch ein nie dagewesenes Spiel-Erlebnis. HTC schickt gemeinsam mit Valve die Virtual-Reality-Brille Vive ins Rennen. Diese könnt ihr seit kurzem bestellen, die ersten Geräte wurden bereits ausgeliefert. Die Redaktion von spieletipps hatte Glück und konnte sich eines davon sichern.

Erste Aktionen in der spieletipps-Redaktion mit Onkel Jo.Erste Aktionen in der spieletipps-Redaktion mit Onkel Jo.

Besonders die Partnerschaft mit der Spieleplattform Steam ist ein großer Vorteil der HTC Vive. Dadurch steht euch ein bekanntes und passendes Menü für die Verwaltung eurer Virtual-Reality-Spiele zur Verfügung. Ihr könnt auch künftig davon ausgehen, dass ihr Unterstützung für die HTC Vive erwarten dürft. Mit im Paket befinden sich neben der Virtual-Reality-Brille zwei Controller, die über klassische Bedienfelder verfügen. Zusätzlich erkennen zwei Vive-Sensoren auf Stativen die Bewegungen der Eingabegeräte im Raum, so dass eure Hände im Spiel simuliert werden. Auch laufen könnt ihr über die Sensoren.

Wo bekomme ich das Gerät her?

Seit etwa zwei Wochen könnt ihr die HTC Vive bestellen. Anders als es bei anderen technischen Geräten meist üblich ist, bekommt ihr die heißbegehrte Brille im Moment ausschließlich direkt über den Hersteller.

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Virtual Reality - Sind Oculus Rift, HTC Vive und PlayStation VR die Zukunft des Spielens?

Scheinbar möchte HTC den Vertrieb erst einmal selbst kontrollieren. Warum genau das so ist, bleibt Spekulation. Die Konkurrenz hat sich ebenfalls für diesen Schritt entschieden. Auch Oculus Rift bekommt ihr ausschließlich über die entsprechende Web-Seite des Herstellers. Lediglich Sonys Virtual-Reality-Brille PlayStation VR findet ihr immer mal wieder auf Amazon - sie ist oft vergriffen.

Möchtet ihr die HTC Vive also jetzt schon vorbestellen, dann bleibt euch nur der Weg über diese Seite:

So sieht es aus, das Tor in die Zukunft.So sieht es aus, das Tor in die Zukunft.

Was kosten Gerät und Versand?

Bevor ihr vom Stuhl fallt, verraten wir euch den Preis. Für ca. 960 Euro könnt ihr eine HTC Vive erstehen. Darin enthalten ist ein Aufschlag von ca. 60 Euro für den Versand nach Deutschland. Möglicherweise entfällt dieser, sollte sich der Vertrieb bis zur Veröffentlichung verbessern, beziehungsweise ausweiten.

Als Zahlungsarten stehen euch Paypal, Online-Banking und diverse Kreditkarten zur Verfügung. Hier solltet ihr gut aufpassen. Entscheidet ihr euch für die Bezahlung per PayPal wird der Betrag nämlich direkt abgebucht und nicht erst nach Versendung eurer Bestellung. Bei der Bezahlung per Online-Banking oder Kreditkarte wird die Gesamtsumme hingegen erst fällig, wenn die sich die HTC Vive auf den Weg zu euch gemacht hat.

Eine kostspielige Anschaffung: Die Virtual-Reality-Brille HTC ViveEine kostspielige Anschaffung: Die Virtual-Reality-Brille HTC Vive

Wie sieht es denn mit dem Zoll aus? Das ist natürlich eine berechtigte Frage, wird die HTC Vive doch aus den Vereinigten Staaten (USA) versendet. Auf der offiziellen Seite steht dazu, dass für Länder außerhalb der USA möglicherweise noch Zoll- und Tarifgebühren fällig werden.

Angesichts des Anschaffungspreises kommen ca. weitere 160 Euro für die Einfuhrumsatzsteuer auf euch zu. Je nach endgültiger Klassifizierung von Virtual-Reality-Brillen werden zusätzlich 0 bis 14 Prozent Zollgebühr fällig, was im Falle der HTC Vive nochmal bis zu ca. 140 Euro ausmacht. Das mag für manche unter euch kein KO-Kriterium sein, sollte aber dennoch nicht unbeachtet bleiben, da es die Anschaffungskosten ordentlich anhebt.

Was ihr allerdings beachten solltet, ist die Tatsache, dass ihr weder die Lieferadresse noch andere Optionen eurer Bestellung nachträglich verändern könnt. Überprüft diese daher am besten gleich dreimal bevor ihr sie absendet.

Welchen Rechner benötige ich dafür zu Hause?

Es ist kein Geheimnis, dass VR-Technik leistungsstarke Computer voraussetzt. Immerhin werden gleich zwei Bildschirme mit hochaufgelösten Bildern mit einer rasanten Bildwiederholungsrate vor euren Augen abgespielt. Ist euer Heimrechner schon in die Jahre gekommen, solltet ihr euch vorher unbedingt mit der Frage auseinandersetzen, ob euer PC über die notwendige Rechenleistung verfügt.

Ist euer Rechner fit genut?Ist euer Rechner fit genut?

Vive und HTC lassen euch bei dieser Frage nicht im Regen stehen. Die offfiziellen Systemanforderungen lauten:

  • Betriebssystem: Windows 7 Service Pack 1 oder aktueller
  • Prozessor: Intel i5-4590, AMD FX 8350 oder besser
  • Arbeitsspeicher: 4 Gigabyte oder mehr
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 970, AMD Radeon R9 290 oder besser
  • Video-Ausgabe: HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.2 oder neuer
  • USB-Anschluss: 1 x USB 2.0 oder besser

Habt ihr den Steam-Client installiert, könnt ihr mittels eines kostenlosen Programms automatisch eine Überprüfung eures Systems durchführen. Anschließend erfahrt ihr genau, welche Komponenten eures Rechners möglicherweise nicht genug Leistung liefern, um ein optimales Erlebnis mit der HTC Vive zu ermöglichen.

Auf diese Weise wisst ihr rechtzeitig, ob ihr bereit für den Kauf der HTC Vive seid. Sollte euer PC nämlich nicht ausreichen, solltet ihr hierfür weitere Anschaffungskosten einplanen.

Hier findet ihr die Test-Software auf Steam:

Welche Voraussetzungen muss meine Wohnung dafür erfüllen?

Möglicherweise habt ihr schon einmal Kinect von Microsoft ausprobiert und dabei eines der Spiele gespielt, die man im Stehen spielt. In diesem Fall habt ihr ein ungefähres Gefühl dafür, wie viel Platz die Verbindung aus Spiel und Bewegung benötigt. Das ist bei Virtual-Reality-Spielen ähnlich. Zwar spielt ihr eher selten im Stehen, doch die Möglichkeit wollt ihr euch sicherlich nicht entgehen lassen, da ihr ansonsten einen Teil des Erlebnisses verpasst.

Ein bisschen Platz braucht ihr.Ein bisschen Platz braucht ihr.

Feste Referenzwerte für diesen Einsatz gibt es aktuell kaum, doch zumindest ein paar Spiele weisen bereits vor dem Kauf darauf hin, dass man für deren optimale Nutzung cirka vier Quadratmeter benötigt. Diesen Platz solltet ihr also einplanen. Und das ist nicht gerade wenig!

Klar, viele Spiele werdet ihr vermutlich im Sitzen genießen, doch auch hier ist etwas Platz sinnvoll. Immerhin schreien die beiden mitgelieferten Controller geradezu nach Bewegungsfreiheit. Und ihr wollt sicherlich nicht bei einem virtuellen Schwertschlag eure Deko vom Schreibtisch fegen.

Überlegt ihr euch, eine HTC Vive zu kaufen, prüft vorher also, ob ihr an eurem Lieblings-Platz zum Spielen über ausreichend Platz verfügt. Wer einmal Kinect auf einem Quadratmeter gespielt hat, weiß wie frustrierend zu wenig Raum für ein Spiel sein kann.

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Tags: Virtual Reality   Onkel Jo   Hardware   Oculus Rift  

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