Test Hearthstone - Das Flüstern der Alten Götter: C'Thun stellt alles auf den Kopf

von Dennis ter Horst (04. Mai 2016)

Blizzard hat seinem berühmten Online-Sammelkartenspiel Hearthstone – Heroes of Wacraft eine neue Erweiterung spendiert. Der alte Gott „C'Thun“ treibt sein Unwesen und verdirbt mit seinen Albträumen altbekannte Kreaturen.

Die Taverne ist von Schatten und dämmrigem Licht erfüllt. In der letzten Zeit hat sich etwas verändert, was die mysteriöse Kartenleserin noch merkwürdiger erscheinen lässt, als sie ohnehin schon ist. Sie spricht von dem alten Gott „C'Thun“ und seinen Albträumen. Sie schlingen sich wie schmierige Tentakel um alles Gute und verdrehen einst gute Seelen. Diener, wie ihr sie möglicherweise kennt, gibt es nicht mehr, dafür aber veränderte Versionen von ihnen, die blind vor Wahnsinn agieren.

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Hearthstone - Das Flüstern der Alten Götter: Der Wahnsinn von C'Thun

C'Thun stellt im wahrsten Sinne des Wortes das Online-Sammelkartenspiel Hearthstone – Heroes of Warcraft auf den Kopf. Dies zeigt sich sowohl bei den Dienern, als auch im eigentlichen Spielverhalten. Die Schlingen des alten Gottes überkommen alles und jeden. Letztendlich sogar euch, denn ihr bekommt die Gelegenheit, mit Hearthstone – Das Flüstern der Alten Götter völlig neue Spieldecks auszuprobieren.

Veränderungen und neue Wege

Mit der neuen Erweiterung stehen regelmäßige Spieler vielen Veränderungen gegenüber. Zuerst einmal wären da die insgesamt 134 neuen Karten, die ihr euch mit den neuen Kartenpackungen zulegen könnt. Des Weiteren wurde das System der gewerteten Spiele verändert. Im Standard-Format könnt ihr nur Karten für eure Decks nutzen, die in den letzten beiden Kalenderjahren erschienen sind.

Das Spiel macht euch direkt darauf aufmerksam, dass "Das Flüstern der Alten Götter" nun verfügbar ist.Das Spiel macht euch direkt darauf aufmerksam, dass "Das Flüstern der Alten Götter" nun verfügbar ist.

Wollt ihr also mit Dienern und Zaubern aus „Goblins und Gnome“ oder „Naxxramas“ spielen, ist das Wild-Format für euch die erste Wahl. Die Karten aus Hearthstone – Das große Turnier sind im Standard-Format aber noch spielbar. Der Test: "Hearthstone - Das große Turnier: Heißt die Inspirierten und Tjostmeister willkommen!" hält viele Details zu der Kartenpackung für euch bereit. Übrigens nähert sich Hersteller Blizzard mit den Formaten den Regularien physischer Sammelkartenspiele an. Dort ist es ebenfalls Gang und Gebe, nur aktuelle Karten für Turniere zuzulassen.

Damit aber nicht genug, denn kurz vor der Veröffentlichung der neuen Karten-Erweiterung hat Blizzard einige Anpassungen an bereits erschienen Kreaturen vorgenommen. Beispielsweise hat der „Arkangolem“ nun etwas mehr Leben, dafür ging aber die Fähigkeit „Ansturm“ drauf. Das Urtum der Lehren, eine Druidenkarte, wurde ebenfalls angepasst, da ihr nur noch eine Karte anstatt zwei ziehen könnt.

Letztendlich haben die Veränderungen zur Folge, dass bekannte und durchschlagkräftige Decks nicht mehr so mächtig sind. Gute Beispiele dafür sind der Jäger oder Druide. So ist es noch etwas schwieriger geworden, dem feindlichen Helden mit dem Jäger viele Lebenspunkte abzuziehen. Der Druide kann sich dagegen nicht mehr ganz so sehr auf seine Karten verlassen, bei denen der Spieler jeweils auswählen kann, welche Fähigkeit zum Einsatz kommen soll.

Ein besonderes Schmankerl für erfahrene Spieler ist die Tatsache, dass viele Diener schon einmal da waren. Doch jene wurden von C'Thun in die Verderbnis gezogen und haben sich verändert. Dazu gehören Karten wie „König Mukkla“ oder auch der altbekannte „Nerv-o-Thron“, aus dem der „Psych-o-Thron“ wurde. Wen ihr wohl noch alles entdeckt, der zu C'Thun übergelaufen ist?

Dieses Video zu Hearthstone schon gesehen?

Die Macht von C'Thun

Die wichtigste und eine der mächtigsten neuen Diener-Karten ist C'Thun. Auf diesen Gott sind viele Karten ausgelegt, welche ihm noch mehr Macht und Stärke verleihen. Für zehn Mana ist jener jedoch auch nicht gerade billig und kann erst im späteren Spielverlauf zum Einsatz kommen. Dies ist natürlich so beabsichtigt, denn C'Thun startet mit sechs Lebenspunkten und sechs Angriffspunkten.

Manche Illustrationen erscheinen besonders verrückt.Manche Illustrationen erscheinen besonders verrückt.

Jedoch gibt es mehrere Diener, wie beispielsweise die „Beschwörerin des Bösen“, die euren C'Thun verstärken. Das Besondere: Er erhält die Wert-Steigerungen überall, dazu muss er sich nicht auf eurer Hand oder auf dem Spielfeld befinden.

Darüber hinaus seht ihr immer, wie stark euer eigener C'Thun oder der eures Gegners ist, wenn ihr einen Diener für ihn ausspielt. Das macht das Ganze deutlich spannender, denn wenn zwei Decks mit dem alten Gott aufeinander treffen, artet die Partie in der Regel zu einem kleinen Wettstreit aus. Wer schafft es, den mächtigeren C'Thun zu entfesseln? Klar: Ihr könnt eure Decks jetzt natürlich auch nach wie vor ohne C'Thun gestalten.

Für Neulinge geeignet

Blizzard kommt gerade neuen Spielern mit „Das Flüstern der Alten Götter“ entgegen. So erhaltet ihr C'Thun und einen weiteren Diener automatisch, sobald ihr eure Kartenpackung der neuen Erweiterung öffnet. Da ihr zu Beginn direkt drei Packungen geschenkt bekommt, wandert der legendäre Diener also direkt in eure Sammlung.

Besucht den Shop, um weitere Kartenpackungen der neuen Erweiterung gegen Gold oder ein paar Euros einzutauschen.Besucht den Shop, um weitere Kartenpackungen der neuen Erweiterung gegen Gold oder ein paar Euros einzutauschen.

Zuletzt gibt es noch zwei spezielle Aufgaben, die ihr bewältigen könnt, um noch mehr Packungen abzusahnen. Dazu ist es nur nötig, eine vorgegebene Anzahl an Spielen im Standard-Format zu gewinnen. Insgesamt könnt ihr euch dadurch dreizehn Kartenpackungen erspielen, ohne auch nur einen müden Cent auszugeben.

Neben C'Thun sind jedoch noch drei weitere alte Götter erschienen. Jene bringen ebenfalls überaus starke Effekte mit sich, die den Spielverlauf entscheidend beeinflussen können – im Fall von „Yogg-Saron, Hoffnungsende“ nicht unbedingt immer zu euren Gunsten.

Der veränderte Spielverlauf

Nicht nur die Karten und Möglichkeiten rund um C'Thun können mächtige Decks hervorbringen. Allgemein dauern die Partien nun etwas länger, da es wichtiger ist, ein Spiel in den späteren Spielverlauf zu treiben, um mit C'Thun überhaupt richtig agieren zu können. So ändert sich natürlich auch die Struktur innerhalb der Decks. Letztendlich gilt dies mehr für das Standard-Format.

Die "Zwielichtgeomantin" gehört zu den Schergen C'Thuns.Die "Zwielichtgeomantin" gehört zu den Schergen C'Thuns.

Doch wie hat sich das Spiel noch verändert? Bestehende Deck-Varianten, wie beispielsweise Drachendecks, erhalten neue, starke Diener. Dies ist auch bei der Variante der Fall, bei der es darum geht, in kurzer Zeit besonders viele Diener zu beschwören. Wer gerne unzählige Geheimnisse mit seinem Paladin beschwört, sieht mittlerweile alt aus. Nun ist ein neutraler Diener vorhanden, der alle gegnerischen Geheimnisse zerstört und dadurch stärker wird. Dafür können sich Krieger-Liebhaber mit neuen Piraten ausstatten.

C'Thun und seine finsteren Gefährten werfen das Spiel also ganz schön durcheinander. Die Formate haben daran natürlich ebenfalls ihren Anteil, jedoch sind die Veränderungen mit „Das Flüstern der Alten Götter“ besonders prägnant und spürbar. Neue Decks treten hervor, alte sind kaum noch anwendbar.

Für die Arena sind ebenfalls mehrere Diener interessant, wobei es da natürlich oft auf euer Glück ankommt. Nicht immer passen eure Karten so zusammen, dass ihr auf mehrere Siege hoffen könnt. Darüber hinaus ist es unmöglich, ein C'Thun-Deck auf die Beine zu stellen, denn dazu ist das Prinzip der Arena einfach zu willkürlich.

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Tags: Online-Zwang   Multiplayer   DLC   E-Sport  

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