Test Witcher 3 - Blood and Wine - Fakten, Meinung und Wertung

Dieser zerstückelte Herr musste einiges einstecken, davon merkt er jetzt jedoch nicht mehr viel.Dieser zerstückelte Herr musste einiges einstecken, davon merkt er jetzt jedoch nicht mehr viel.

Fakten:

  • glaubhafte und vielschichtige Rollenspielwelt
  • neue Missionen mit vielen neuen Charakteren
  • beeinflussbare Dialoge in mehreren Sprachen
  • 4 Schwierigkeitsgrade
  • bestechende Optik mit viel Vegetation und wechselnden Tageszeiten
  • Sprache und Texte in Deutsch (wahlweise auch Englisch, Französisch und Polnisch)
  • klein dargestellte Texte nicht für jeden gut lesbar
  • es geht ins Land Toussaint
  • mehr Rüstungen
  • eigene neue Karte
  • mehr Humor
  • neue Talente
  • neue Mutationen
  • Erweiterung ohne Haupthandlung aus dem Hauptspiel spielbar

Meinung von Daniel Kirschey

Mit einem verschmitztem Lächeln verabschiedet sich Geralt von Riva von den Spielern, der Bildschirm wird schwarz, die Credits rollen ins Bild hinein: Das war's dann wohl mit The Witcher 3. Hiernach soll nun erst einmal nichts mehr mit dem grummeligen Weißhaar kommen. Das erste Wort, was mir durch den Kopf schießt: "Schade." Seit inzwischen neun Jahren gehört die digitale Version von Geralt irgendwie zum meinem Dasein als Zocker dazu. Schon den ersten Teil habe ich mit Genuss gespielt. Wie auch den zweiten Teil. Nachdem jetzt das Ende von The Witcher 3 da ist, stellt sich neben der nachhallenden Spielfreude etwas Trübsinn ein.

Ganz will CD Projekt Red ein weiteres Spiel im Witcher-Universum nicht ausschließen, wahrscheinlich nur nicht mit Geralt. Mal sehen was kommt. Dieses Fitzelchen an trübsinnigem Gefühl stellt sich vor allem deshalb ein, da CD Projekt Red mit The Witcher 3 und beiden Erweiterungen ein Spiel gelungen ist, das wohl noch lange Zeit als ein Maßstab für "Open World"-Rollenspiele gelten wird. Und das zu Recht.

Auch wenn Blood and Wine nicht ganz an Hearts of Stone herankommt, bin ich in Toussaint versunken und habe jede Sekunde in der farbigen Welt genossen. Es ist schon erstaunlich, dass diese Tage ein "DLC" erscheint, der mehr Spielzeit und Spielspaß in petto hat, als einige Vollpreisspiele. Ob man dies anderen Entwicklern negativ auslegen will, ist ein anderes Thema, aber zu allererst kann man dies CD Projekt Red positiv zurechnen. Mit jeder weiteren Veröffentlichung des Entwicklers wächst meine Anerkennung. In der Vorschau hatte ich geschrieben, dass es unwahrscheinlich ist, dass der polnische Entwickler je etwas Negatives abliefert. Und genau so ist es gekommen: Blood and Wine ist trotz seiner wenig intensiven Erzählung ein rundum geklungenes Hexer-Spiel, das mich wieder ein facettenreiches Universum erleben lässt, wie es sonst wenige in der Spielewelt gibt. Danke!

90

meint: Blood and Wine schickt Geralt ins sonnige Toussaint. Große und gelungene Erweiterung für alle Hexer-Freunde.

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Tags: Open World   Fantasy   Singleplayer  

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