Nachtest von Tera: Ninja-Update auf Version 42.06 sorgt mit Klasse für Aufsehen

(Special)

von Michael Krüger (07. Juni 2016)

Das einstige Grafikwunder unter den Online-Rollenspielen lässt sich nicht aufs Abstellgleis verfrachten. Die jüngste Erweiterung lockt auch Abtrünnige mit neuen Inhalte.

Mittlerweile ist es schon über vier Jahre her, dass Tera nach Europa kam, siehe Test "Tera: Die Actionbraut unter den Online-Rollenspielen". Seit drei Jahren ist es sogar kostenlos spielbar, ein Ende ist nicht in Sicht. Doch um mit der Konkurrenz Schritt zu halten, benötigt Tera neue Inhalte. Bei der Veröffentlichung konnte es bei Spielern mit der umwerfenden Optik und einem innovativen Kampfsystem punkten.

Mittlerweile gibt es allerdings andere Online-Rollenspiele (MMORPGs) die ebenfalls auf Action setzen und die Figuren direkt angreifen lassen. Auch in Sachen Präsentation hat sich über die Zeit einiges getan und die Messlatte liegt nun deutlich höher als es vor fünf Jahren der Fall war.

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Das macht Tera so besonders

Damit ihr auch weiterhin eure Zeit gerne in Tera verbringt, erscheint nun eine große Aktualisierung. Neue Kerker, eine neue Klasse und erstmals fliegende Reittiere versprechen weitere Stunden Spaß. Was das im Detail für euch bedeutet, klären wir gleich. Zunächst werfen wir noch einen kleinen Blick auf die Erweiterung, die den Weg hierhin ebnete.

Kontinuierlich gewachsen

Vor etwa einem halben Jahr haben die Entwickler das Spielerlebnis bereits generalüberholt und mit einer Vielzahl neuer Inhalte versehen. Darunter ein verbesserter Charakter-Editor der sich aktuellen Modellen der Konkurrenz annähert. Das frische Startgebiet Trauminsel gestaltet den Einstieg ins Spiel besonders für Neulinge angenehmer.

Im neuen Startgebiet hat nicht jeder friedliche Absichten.Im neuen Startgebiet hat nicht jeder friedliche Absichten.

Der Chat wurde ebenfalls angepasst und die Hilfe im Spiel um einiges verbessert. Wo ihr euch früher eventuell allein auf weiter Flur gefühlt habt, wisst ihr nun zu jeder Zeit was zu tun ist. Umfangreiche Anleitungen und Hinweistexte nehmen euch an der Hand und erklären euch jedes noch so kleine Detail der Spielmechaniken. So finden auch dMMORPG-Neulinge schnell ins Spiel.

Im Kern von Tera stehen weiterhin die Kämpfe. Zur Zeit der Veröffentlichung war es in der Spielegattung MMORPG noch üblich, dass Gegner nur ungefähr anvisiert wurden. Die Kämpfe verliefen wie in World of Warcraft recht passiv, was nicht allen Spielern behagte. Tera startete mit seinem sogenannten True-Action-Combat eine kleine Revolution. Ähnlich wie es in Metzel-Spielen auf Konsolen üblich ist, bekämpft ihr hier eure Feinde in direktem Kontakt, blockt gegnerische Schläge und nutzt die Umgebung für eure Bewegungen. Kein Wunder also, dass sich Tera auch mit einem Controller angenehm spielen lässt. Mittlerweile gibt es deutlich mehr MMORPGs, die ebenfalls auf ein aktives Kampfsystem setzen und die Eingabe per Controller unterstützen.

Sollte es Tera noch etwas an Feinschliff gefehlt haben, wurde dieser mit der Erweiterung im Dezember 2015 vorgenommen. Alleine schon die Präsentation der eigenen Charaktere, die gleich einer Gruppe Action-Helden auf die Kamera zulaufen, macht ordentlich etwas her. Tera wirkt also spätestens seit Ende des vergangenen Jahrs richtig rund und bildet daher eine Basis für neue Inhalte. Diese wurden nun veröffentlicht und versprechen weitere Stunden Spielspaß.

Chibi-Ninjas als 12. Klasse

Als wäre die Auswahl an Rassen und Ausrichtungen in Tera nicht schon groß genug, bringt Gameforge eine zwölfte Klasse ins Spiel. Als Ninja schlüpft ihr in die Rolle eines Schadenverursachers - allerdings ohne Einbußen in der Geschwindigkeit.

Von der knappen Kleidung bekommt ihr im Spiel selbst nicht viel mit.Von der knappen Kleidung bekommt ihr im Spiel selbst nicht viel mit.

Optisch mag diese Klasse nicht jedermanns Geschmack sein. Ihr habt die Wahl zwischen mehreren Chibi-Mädels. Irgendwo zwischen Lolita und kleinen Mädchen mit Hasenohren findet ihr eventuell ein Exemplar, das eurem Geschmack entspricht. Die Reizwäsche der niedlichen Kriegerinnen wirkt im Gegensatz zu anderen Klassen nicht zu aufreizend, sondern bekommt auf Grund der kindlichen Körper irgendwie einen ulkigen Charakter. Das unterstützt auch der riesige Ninja-Stern, den Mädels auf ihrem Rücken tragen. Mithilfe dieser tödlichen Waffe lassen diese unscheinbaren Wesen ein Gewitter aus Kombos und schnellen Attacken auf ihre Gegner herabregnen.

Hier liegt auch die Stärke der neuen Klasse. Über die beliebte Funktion der Kettenangriffe bastelt ihr euch immer längere Kombinationen aus Attacken und Ausweichaktionen. Nach einer kurzen Eingwöhnungszeit fegt ihr schneller als ein Tornardo um eure Gegner herum und zerlegt sie in tausend Stücke. Zum Vergleich: Während die Berserkerin im Startgebiet mehrere Schlagfolgen pro Gegner-Eliminierung benötigt, schafft es die Ninja-Kämpferin meist in einer halben bis ganzen Kombo, die Feinde zu erlegen. Auf diese Weise kämpft ihr euch schnell durch ganze Mobs. So nimmt Grinden (den Charakter verbessern) nicht mehr allzu viel Zeit in Anspruch und kann einfach mal zwischen zwei Nebenmissionen eingeschoben werden.

Die Ninja-Klasse passt gut in die Welt von Tera. Schon nach ein paar Stunden könnt ihr euch kaum noch vorstellen, dass sie nicht immer Bestandteil dieser Fantasiewelt waren. Alleine schon daran könnt ihr gut messen, welchen Mehrwert die neue Klasse für Tera bringt.

Alleine als Mystiker und Priester

Mit dem neuen Startgebiet rückte der Fokus auch auf Spieler, die nicht unbedingt in einer Gruppe unterwegs sind. Denn es gibt durchaus Freunde von Online-Spielen, die gerne alleine ihre Missionen erledigen und die Anwesenheit anderer Spieler in der Fantasiewelt nur als Beiwerk betrachten. "Mitspieler, Computer-Figuren - Ds sind doch alles nur Statisten!"

Mystiker schlagen sich nun um einiges besser im späteren Spielverlauf.Mystiker schlagen sich nun um einiges besser im späteren Spielverlauf.

Damit Alleingänger nicht bei der Wahl der Klasse scheitern, sind die Mystiker und Priester nun stärker. Besonders im Kampf gegen Bosse verursachen sie nun mehr Schaden, so dass es keine so große Rolle mehr spielt, ob ihr gemeinsam mit Freunden oder auf eigene Faust euer Abenteuer bestreitet. Zusätzlich sind die Abklingzeiten beider Klassen reduziert. Das führt dazu, dass ihr häufiger eure Fähigkeiten einsetzen könnt.

Für neue Herausforderungen sorgen die Kerker (Dungeons) Durions Bluttempel, Vernos Laboratorium und Thron des Himmels. In letzterem stürzt ihr euch ohne Hilfe anderer Spieler in einen Wettlauf gegen die Zeit. Damit ihr auch mit weniger starken Klassen eine reale Chance habt, werden zu Beginn des Kerkers eure Werte auf ein ausgewogenes Niveau gehoben. Schafft ihr es, diesen Kerker zu beenden, erhaltet ihr spezielle Marken, die ihr wiederum gegen Glyphen und Ausrüstung eintauschen könnt. In Durions Bluttempel versucht ihr im Team mit bis zu vier Freunden einen von drei Bossen zu erlegen - coole Belohnungen warten hier ebenfalls auf euch.

Kerker und fliegende Pferde

Der größter Kerker wartet mit Vernos Laboratorium auf euch. Eine Gruppe aus bis zu sieben Spielern stellt sich dem Kampf gegen Vera und Prima, Odon die Krabbe und Verno. Wollt ihr euch erst einmal vorsichtig herantasten, spielt die beiden Gruppen-Kerker vorerst auf Normal.

So lässt es sich mit Klasse reisen.So lässt es sich mit Klasse reisen.

Bezwingt ihr sie in diesem Schwierigkeitsgrad, stellt euch unbedingt der Herausforderung auf "Schwer". Hier ist deutlich mehr Taktik gefragt. Eure Anstrengungen werden auf mehrere Arten vergütet. Das Gefühl des Erfolgs ist groß und die Belohnungen wertvoller als im normalen Schwierigkeitsgrad.

Eine der besten Neuerungen in Tera sind die fliegenden Reittiere. Habt ihr die entsprechende Missionsreihe abgeschlossen, werdet ihr mit einem geflügelten Pferd belohnt. Das macht nicht nur optisch einiges her, sondern ermöglicht euch, mittlere Strecken schnell zu überwinden. Sobald ihr reitet, lädt sich eure Flugenergie auf. Solange ihr davon etwas übrig habt, könnt ihr fliegen. So könnt ihr nun auch die fantasiereiche und schöne Welt von Tera von oben sehen. Das ist natürlich ein deutlicher Mehrwert, denn die Entwickler haben viel Zeit für die Gestalung der Landschaften investiert.

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Tags: DLC   Online-Zwang   Anime  

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