Test Onimusha Dawn of Dreams

von Clemens Eisenberger (25. März 2006)

Wie spielt sich eigentlich der vierte Teil einer Trilogie? Nun ja, "gar nicht" wäre auf diese Frage die logische Antwort. Im Fall "Onimusha" ist dies allerdings anders. Wir erinnern uns an das Jahr 2005. Keiji Inafune, Schöpfer von "Onimusha", sagte, dass mit Teil 3 die Trilogie abgeschlossen sei und kein weiterer "Onimusha"-Teil mehr erscheinen wird. Dabei ist es im Prinzip auch geblieben, da "Dawn of Dreams" wie eine Fortsetzung der "Final Fantasy"-Serie komplett überarbeitet wird und nur das Wichtigste von den Vorgängern übernimmt. Also, wie spielt sich nun der vierte Teil einer Trilogie?

Trotz aller taktischen Neuerungen - manchmal kommt man um simple Schnetzeleien nicht herumTrotz aller taktischen Neuerungen - manchmal kommt man um simple Schnetzeleien nicht herum

Runderneuert

Die Parallelen zu den ersten 3 "Onimushas" sind immer noch unverkennbar. Ein tolles Render-Intro, die Fähigkeit, Seelen zu sammeln und der Kampf mit einigen aufrüstbaren Waffen - so weit kommt uns noch alles bekannt vor. Darüber hinaus wurde aber alles verändert. "Onimusha - Dawn of Dreams" erstreckt sich, wie nur SEHR wenige PS2-Spiele zuvor, auf 2 DVDs, was den Designern einige neue Möglichkeiten gab. So wurde die Zahl der Zwischensequenzen drastisch in die Höhe geschraubt, aber auch die Zahl der Level und Charaktere ist gestiegen. Durch diese Erweiterungen hat sich die Spielzeit von "Onimusha" mindestens verdoppelt. Da der bisherige Oberfiesling Nobunaga Oda am Ende des dritten Teils endgültig ins Gras gebissen hat, begegnet euch in "Dawn of Dreams" ein neuer Oberfiesling - Hideyoshi. Dieser steht Nobunaga in nichts nach und sorgt somit ebenfalls für schlaflose Nächte - zumindest bei den Zwischenkämpfen, denn die sind diesmal serien-untypisch sehr schwer ausgefallen.

Der Charakter fegt seine Gegner gleich mit Oni-Magie vom SchlachtfeldDer Charakter fegt seine Gegner gleich mit Oni-Magie vom Schlachtfeld

Ich sehe was, das du nicht siehst

Die Zahl der Gegner, die euch während einem Level begegnen sowie deren Intelligenz sind unverändert geblieben. Ein wichtiger neuer Aspekt ist die, nun bereits zum dritten Mal in der Seriengeschichte veränderte Kamera. Nachdem die ersten beiden Teile noch gerenderte Hintergründe hatten, entschloss man sich bei Teil 3 für etwas ganz neues: 3D-Echtzeit-Hintergrüde. Diese Neuerung hat das Spielkonzept drastisch verbessert und ist bei den meisten Spielern auch gut angekommen, dennoch entschloss man sich bei Teil 4 wieder für einen neuen Weg. Ein Fehler! Die neue Kamera ist nämlich sehr störrisch und zeigt oft den falschen Winkel, sodass einem die Sicht auf das Kampfgeschehen durch einen Pfosten oder sonst ein Hindernis genommen wird. Die Kamera ist zwar frei schwenkbar, allerdings funktioniert das auch nicht immer. Bei den oftmals sehr großen und teilweise unübersichtlichen Arealen ist dies sehr frustrierend, da man des Öfteren einfach die Orientierung verliert und nur nach langen Fluch-Eskapaden letztendlich am Ziel ankommt. Aber zum Glück ist die Kamera nicht die einzige Änderung am Spielprinzip der "Onimusha"-Serie, sodass auch durchaus Positives zu berichten ist.

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