Vorschau E3 2016: The Legend of Zelda: Neuer Name, neue Spielwelt, neue Möglichkeiten

von Thomas Stuchlik (16. Juni 2016)

Held Link ist bekannt für Verspätungen. Denn Nintendo nimmt sich für seine Zelda-Reihe besonders viel Zeit. Das mussten auch Besitzer der Wii U schmerzlich erfahren. Doch auf der Spielemesse E3 2016 gibt es endlich Neues zum vielleicht besten Action-Adventure überhaupt.

Fast fünf Jahre ist es bereits her, als Link in The Legend of Zelda - Skyward Sword auf der Wii die Welt mal wieder rettete. Doch trotz ausgefeilter Spielmechanik stießen einige Neuerungen bei Spielern sauer auf. Vor allem das Fehlen des Pferdes Epona und die zerstückelte Spielwelt bereiteten Kopfzerbrechen. Obendrein wurde die Geduld der Nintendo-Anhänger auf eine harte Probe gestellt. Denn für Wii U kamen zwar aufbereitete Versionen von The Legend of Zelda - The Wind Waker und The Legend of Zelda - Twilight Princess, doch eine eigenständige Episode für Nintendos jüngere Hardware fehlt einfach noch.

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The Legend of Zelda kommt endlich auf Wii U

Dieses Versprechen löst endlich das neu betitelte The Legend of Zelda - Breath of the Wild ein, das nicht nur die Mängel der Vorgänger ausbügeln will. Laut Macher soll es mit vielen Serienkonventionen brechen. Schließlich hat das Zelda-Rezept schon einige Jährchen auf dem Buckel und sollte mit der Zeit gehen. Nichtsdestotrotz dürft ihr euch im neuen Teil auf eine große, zusammenhängende Spielwelt freuen, die durchaus an klassische Episoden erinnert. Nur mit deutlich schickerer 3D-Kulisse.

Die größte Spielwelt der Serie

Bereits Links erste Aussicht auf die Spielumgebung lässt Serienkenner jubeln. Denn die Welt soll zwölfmal größer sein als die Ländereien aus The Legend of Zelda - Twilight Princess. Das Spiel startet auf einem großen Hochplateau, von dem aus ihr die anderen Areale in der Distanz gut erkennen könnt.

Wow! Diese malerische Aussicht zeigt nur einen Bruchteil der Spielwelt.Wow! Diese malerische Aussicht zeigt nur einen Bruchteil der Spielwelt.

So erblickt ihr am Horizont felsige Schluchten, Wälder, Seen mit Sandstränden und einen Vulkan. Euch erwarten ebenso heiße Wüsten mit schroffen Steingebilden wie eisige Gefilde mit viel Schnee. Doch zunächst erkundet Link die gemäßigte Umgebung mit Wiesen und Feldern. In der ausladenden Graslandschaft entdeckt er verlassene Türme, Ruinenreste und ein großes Kathedralen-Monument. Die Macher versprechen außerdem Städte, wollen diese aber noch nicht zeigen.

Erstmals kann Link auch an Felsklippen und senkrechten Wänden emporklettern - ganz wie die Helden der Assassin's Creed-Reihe. Dabei kommt aber die Ausdauerleiste ins Spiel, die derartige Anstrengungen einschränkt.

Zu Fuß stehen euch lange Märsche bevor. Wie gut, dass ihr über einen Flugdrachen für kurze Flugeinlagen verfügt. In schneebedeckten Arealen nutzt ihr daneben euren Schild als Snowboard und gleitet stilsicher Berge hinunter. Ebenso steht euch später ein treues Pferd zur Seite, das ihr selbst zähmen könnt. Dieses ist nicht nur für große Reisen gut, sondern hilft auch im Kampf aus. Denn die Welt steckt voller Gefahren.

Neue Kampfmöglichkeiten

Allerorts stolpert ihr über bewachte Außenposten. Die grimmigen Bokblins der Vorgänger erfüllen auch hier ihre Pflicht und attackieren mit Vorliebe vorbeikommende Spitzohren. Das Kampfsystem hat sich grundsätzlich nicht geändert. Ihr visiert Gegner an, weicht aus und teilt gezielt Hiebe und Schläge aus.

Die Wächter zählen zu den bisher gefährlichsten Gegnern.Die Wächter zählen zu den bisher gefährlichsten Gegnern.

Dennoch eröffnen sich neue Möglichkeiten. Ihr könnt euch hinter Deckungen und im hohen Gras anschleichen. Ebenso sorgt ihr mit gezieltem Pfeilbeschuss für Kopftreffer oder explosive Ablenkung dank roter Fässer. Ebenso könnt ihr bis zur Nacht warten, denn dann legen sich einige Feinde schlafen. Nur dumm, dass bei Mondenschein serientypisch wieder Skelette aus dem Boden auferstehen.

Völlig offen seid ihr bei der Waffenwahl, schließlich dürft ihr Keulen, Schwerter, Mistgabeln oder Speere besiegter Gegner mitnehmen. Sogar der zappelnde Arm besiegter Skelette eignet sich zum Nahkampf. Jedoch sind allesamt nur begrenzt haltbar. Ergo seid ihr ständig auf der Suche nach neuer Ausrüstung. Selbst Stahlwaffen und Bögen halten nicht unendlich lange.

In der Praxis erfordern die verschiedenen Waffengattungen allesamt andere Kampftaktiken. Platziert ihr eine Attacke mit dem richtigen Timing, schaltet das Spiel zudem in Superzeitlupe. Dann landet ihr flugs mächtige Treffer. Das wird vor allem bei größeren Brocken wie den Wächtern nötig. Die zähen Steinwesen verfügen über lange Tentakel und laserähnliche Schüsse. Doch vielleicht könnt ihr sie mit ihren eigenen Waffen austricksen?

Experimentiert herum!

Die Welt von Breath of the Wild steckt voller Überraschungen und lädt zum Herumprobieren ein. Ihr sammelt nicht nur Pilze oder Äpfel von Bäumen ein, die als Energiespender taugen. Ebenso fertigt ihr eigene Ausrüstung an.

Feindliche Lager bekämpft ihr mit dem Schwert oder auch explosiven Pfeilen.Feindliche Lager bekämpft ihr mit dem Schwert oder auch explosiven Pfeilen.

Mit einer Axt könnt ihr Bäume fällen, die nach dem Umkippen vielleicht als Brücke über einen Fluß dienen. Stämme zerhackt ihr zu Scheiten, die ihr als Waffe nutzt. Ebenso entzündet ihr Holz an Lagerfeuern und fackelt damit Grasbüschel ab. So überrascht ihr Gegner und zieht ihnen obendrein Lebensenergie ab. Außerdem lasst ihr Felsbrocken an Abhängen herunterrollen, um Feinde zu erschlagen. Auch heruntergeschossene Bienenstöcke eignen sich prima, um aggressive Insekten auf sie zu hetzen.

Ebenso erwartet euch eine breit gefächerte Tierwelt mit Rehen, Wildschweinen, Hirschen oder Enten, die gejagt werden können. Aus deren Überresten lassen sich vielleicht neue Klamotten anfertigen. Schließlich friert Link schnell in kalten Arealen, was an seiner Lebensenergie nagt. Anfangs ist Link noch in Lumpen unterwegs, später auch in Ritterrüstungen und Heldengewändern. Letztlich kocht ihr an Lagerfeuern auch Essen aus Rohkost - die dazu nötigen Rezepte vorausgesetzt. Damit verbessert ihr eure Gesundheitswerte auch über das Maximum hinaus.

Über 100 Dungeons!

Das neueste Zelda legt den Spielfokus deutlich mehr auf die riesige Oberwelt. Dennoch kommen die Dungeons nicht zu kurz. Neben den üblichen Tempeln erwarten euch über 100 Schreine, die als Mini-Kerker fungieren. In jedem erwartet euch eine andere Prüfung, vom Logikrätsel bis zum Bossgegner.

Die unterkühlte Dungeon-Gestaltung wirkt wie aus einer anderen Welt.Die unterkühlte Dungeon-Gestaltung wirkt wie aus einer anderen Welt.

Die Schreine unterscheiden sich optisch komplett vom restlichen Spiel. Denn statt muffigen Ruinen erwarten euch hier unten modern wirkende Bauten in kühlem blauen Lichtschein. Das düstere Design soll der Serie wohl auch einen neuen Anstrich verleihen. An Altären aktiviert Link seine mitgeführte Rune für spezielle Fähigkeiten. Und diese haben es in sich: Er kann beispielsweise Wasser zu großen Eisblöcken gefrieren lassen. Das gefrorene Nass dient als Klettermöglichkeit für sonst nicht erreichbare Anhöhen. Ebenso lassen sich damit auch Tore von unten aufschieben.

Als weitere Fähigkeit erhaltet ihr einen magischen Magneten, mit dem ihr große Objekte ferngesteuert greift und fallenlasst. Auf diese Weise baut ihr Brücken über Abgründe oder holt euch entfernte Schatztruhen heran, um Laufarbeit zu sparen. Ebenso lassen sich versunkene Gegenstände aus Seen fischen. Selbst Felsblöcke könnt ihr schweben lassen – eine nette Überraschung für unwissende Gegner.

Für das Spiel erscheinen auch drei neue Amiibo-Figuren: Link auf dem Pferd, Link beim Zielen mit Pfeil und Bogen sowie eine Wächterstatue mit beweglichen Tentakeln. Außerdem könnt ihr das bereits erhältliche Amiibo des Wolfs-Link nutzen, um im Spiel einen treuen Wolfsbegleiter erscheinen zu lassen.

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Tags: Open World   Shigeru Miyamoto   Amiibo   E3 2016  

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