Test - Star Ocean - Integrity and Faithlessness

Star Ocean - Integrity and Faithlessness

Veröffentlichungsdatum: 1. Juli 2016 Preis: ca. 60 Euro System: PS4

Ihr erkundet so manche weitläufige Landschaft.Ihr erkundet so manche weitläufige Landschaft.

Genau wie Atelier Sophie erschien auch Star Ocean - Integrity and Faithlessness in Japan ebenfalls noch für die PS3, bei uns ist das "Science Fantasy"-Abenteuer von Square Enix dagegen nur für die PS4 zu haben. Was beginnt als klassisches Abenteuer um ein paar Helden aus einem abgelegenen Dorf und einen Krieg, der den Kontinent zu zerreißen droht, das nimmt schon bald eine unerwartete Wendung in Richtung Wissenschaft. Auch sonst kommt beim neuen Star Ocean so Einiges recht unerwartet.

Da ist beispielsweise das Kampfsystem, bei dem ihr gegen Ende des Spiels mit bis zu sieben Figuren gleichzeitig in den Kampf zieht: Während ihr per Steuerkreuz festlegt, wen ihr direkt kontrollieren wollt, hilft der Rest der Truppe nach bestem Können und gemäß eurer Vorgaben, dem Feind einen Scheitel zu ziehen. Übergänge gibt es dabei nicht: Ungeheuer sind stets sichtbar und kommt es zum Kampf, werden lediglich die entsprechenden Anzeigen eingeblendet und die Hauerei beginnt. Überhaupt ist das neue Star Ocean eine flotte Angelegenheit. Lange Dialoge werden nicht in Zwischensequenzen, sondern bei den zahlreichen Fußmärschen gehalten, gleich zu Beginn kommt das Spiel zur Sache - nach nur wenigen Minuten seid ihr bereits mitten im Abenteuer.

Allerdings hat die schnelle Inszenierung auch die für manche Spieler unschöne Nebenwirkung, dass sie bereits nach knapp 25 Stunden vor dem finalen Endgegner stehen - wer ein ausladendes Abenteuer mit einer Spielzeit von mehr als 60 Stunden erwartet, der sollte sich anderweitig umsehen. Während das dem Spiel aber nicht als Schwäche ausgelegt werden sollte, denn die starke Mehrfachverwertung von bereits besuchten Szenarien ist bereits so schon keinesfalls ideal. Es gibt nur eine handvoll kleiner Städte, ständig bereist ihr bereits besuchte Gegenden. Zwar werden die Ungeheuer dann durch stärkere Exemplare ersetzt, trotzdem wären mehr echter Umfang und Abwechslung hier wünschenswert.

Grafisch profitiert Star Ocean von der PS4, reißt aber keine Bäume aus. Manch einer Textur und manch einer Felsformation merkt ihr die PS3-Ursprünge durchaus an. Dafür gefällt das Spiel aber mit meist sauberen 60 Bilder pro Sekunde und einer scharfen, nativen 1080p-Auflösung. Überhaupt wäre knackig wohl das beste Stichwort zum neuen Star Ocean. Ein dynamischer Spielverlauf, flotte Kämpfe und eine angenehm entschlackte Inszenierung machen Star Ocean - Integrity and Faithlessness zu einem sehr attraktiven Rollenspiel-Abenteuer - gerade für Spieler, die nicht die Zeit haben, ständig an den großen 60-Stunden-Monstern herumzunagen.

Fazit: Die Figuren sind sympathisch, die Kämpfe spielen sich prima und auch die Handlung ist interessant - ob die überschaubare Spielzeit für euch einen Vor- oder einen Nachteil darstellt, das dürft ihr selbst für euch entscheiden. So oder so stößt allerdings das starke Recycling von Orten und Monstern etwas negativ auf. Trotzdem ist das neue Star Ocean gerade für Rollenspieler der alten PlayStation-Schule ein Spaß. Falls ihr genauer prüfen wollt, ob das Spiel euer Geld wert ist, werft einen Blick in den ausführlichen Test:

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Tags: Anime  

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