Beyond, Call of Duty, Until Dawn, Wing Commander - sie sind überall: Schauspieler in Videospielen - Am Set von Wing Commander IV

(Special)

Cinematischer Sternenkrieger

Mit Wing Commander 3 fand Mitte der 1990er jedoch ein Umdenken statt. Produzent Chris Roberts engagierte für die Zwischensequenzen bekanntere Schauspieler wie Mark Hamill (Luke Skywalker aus „Star Wars“) und John Rhys Davis (bekannt beispielsweise durch seine Rolle als Sallah in „Indiana Jones“). Dazu wurde meist vor einem echten Set gespielt, das dann in das Spiel eingebunden wurde. Ein junger Schauspieler, der damals noch am Anfang seiner Karriere stand, war Mark Dacascos, der als Troy „Catscratch“ Carter in Wing Commander 4 eine nicht unwesentliche Rolle spielte.

Ein junger Mark Dacascos in Wing Commander 4.Ein junger Mark Dacascos in Wing Commander 4.

Er erinnert sich heute noch gut an die Dreharbeiten: „Es gab kaum Unterschiede zu einem normalen Set.“ Regieanweisungen und Technik waren genau so, wie er es von herkömmlichen Filmsets kannte. Einen großen Unterschied gab es dann aber doch: „Bei einem Film dreht man eine Szene, auch mehrfach, bis sie dem Regisseur gefällt, aber trotzdem bleibt es bei einer Aufnahme, die dann im Film landet. Für Wing Commander mussten wir stattdessen eine Szene mit mehreren Antworten drehen und dazu unterschiedliche Reaktionen einfangen“, erzählt Dacascos Abhängig vom jeweiligen Handlungsverlauf, der vom Spieler beeinflusst wird, sterben manche Figuren, tauchen also im weiteren Spiel nicht mehr auf. Für all solche Eventualitäten mussten die Sequenzen komplett abgedreht werden.

Unser Redakteur Sven mit Mark Dacascos und der PC-Version von Wing Commander 4.Unser Redakteur Sven mit Mark Dacascos und der PC-Version von Wing Commander 4.

Dacascos haben die Dreharbeiten und die Arbeit mit den Schauspielkollegen damals viel Spaß gemacht: “Alle waren am Set sehr freundlich. Gerade Mark Hamill aus Star Wars war immer höflich zu jedem. Tom Wilson, auch bekannt als Bösewicht Biff Tannen aus Zurück in die Zukunft ist ein richtiger Spaßvogel am Set und hat einen gern und oft auf den Arm genommen.“

Lange wurde diese Art von Spielen nicht entwickelt. Die Kosten für Dreharbeiten waren hier einfach zu hoch, als dass es sich am Ende ausgezahlt hätte. Gerade die teuren Sets hätten bei einem Großteil der damaligen Spieleproduktionen das Budget gesprengt. Heutzutage sieht man echte Schauspieler nur noch selten in Zwischensequenzen. Ein aktuelles Beispiel ist hier Need for Speed, dessen Geschichte mit gedrehten Zwischensequenzen vorangebracht wird.

Weiter mit: Dreharbeiten von Until Dawn

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