Beyond, Call of Duty, Until Dawn, Wing Commander - sie sind überall: Schauspieler in Videospielen - Dreharbeiten von Until Dawn

(Special)

Die digitale Revolution

Nach etlichen Veröffentlichungen, die auf Full-Motion-Sequenzen gesetzt hatten, etablierte sich Anfang des neuen Jahrtausends eine neue Technik, um Schauspieler in Videospiele einzubauen, das sogenannte Motion-Capture-Verfahren. Schauspieler tragen hierbei hautenge Anzüge und werden mit vielen Kameras gefilmt und in das Spiel digital integriert. Zu Beginn der Technik wurden nur die Körperbewegungen aufgezeichnet, heutzutage werden aber auch Gesichtszüge komplett übernommen, um Mimik und Gesichtsausdrücke in das Spiel zu übertragen.

Brett Dalton in echt (links) und als Mike in Until Dawn.Brett Dalton in echt (links) und als Mike in Until Dawn.

Brett Dalton erzählt uns von den Dreharbeiten zum interaktiven Horrorschocker Until Dawn, das ebenfalls auf diese Technik zurückgreift: „Wir wurden nur ab der Schulter aufgenommen. Das heißt, Stimme und Gesichtsbewegungen sind von mir, der Rest wurde via Motion-Capture in London aufgezeichnet und dann alles übereinander gelegt.“ So konnte gerade für actionreiche Szenen auf Stuntmen zurückgegriffen werden.

Gedreht wurde alles vor einer grünen Leinwand. Ein echtes Set gab es in dem Sinne nicht, die Figuren und Hintergründe wurden später im Computer zusammengeführt. „Wir Schauspieler waren aber trotzdem immer an einem Set. Eine Szene wurde immer gemeinsam gedreht, was uns ermöglicht hat, uns aufeinander einzustellen und besser in der Rolle auf unser jeweiliges Gegenüber einzugehen.“

Brett Dalton ist immer noch dankbar, dass er im Spiel von unserem Redakteur Sven überleben durfte.Brett Dalton ist immer noch dankbar, dass er im Spiel von unserem Redakteur Sven überleben durfte.

Bei dieser Art der Produktion stellt sich natürlich die Frage nach dem Freiraum. Schauspieler entfalten ihr Können oftmals durch Improvisation bei den Dreharbeiten. „Bei der Fernsehserie Agents of S.H.I.E.L.D haben wir keine Möglichkeit zu improvisieren. Hier bedürfen die Dialoge einer Freigabe und müssen genauso abgedreht werden wie vorgegeben. Bei Until Dawn war dies anders. Hier hatten wir die Möglichkeit am Set, auch bei Kleinigkeiten, zu improvisieren. Dies diente auch dem Zusammenspiel der Charaktere.“ Fünf bis zehn Prozent improvisierte Dialoge sind im Spiel angekommen, schätzt Dalton. Kann man so ein Spiel denn überhaupt noch genießen, wenn man als Schauspieler dabei war? „Wir haben das gemeinsam am Set von Agents of Shield gespielt und selbst tagsüber im Hellen haben wir uns öfters sehr erschrocken“, so Dalton. Uns selbst hat Until Dawn überzeugt und auch für so manche Schockmomente gesorgt wie ihr im Test "Until Dawn: Horror, Blut und dumme Teenager für Erwachsene" nachlesen könnt.

Weiter mit: Ein Blick in die Zukunft

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