Vorschau Battlefield 1: So spielt es sich in der geschlossenen Alpha

von Thomas Stuchlik (14. Juli 2016)

Weltkrieg statt Sternenkrieg: Battlefield dreht die Zeit zurück, um 64-Spieler-Schlachten in erfrischend alten Szenarien zu offerieren. Wir haben die erste spielbare Fassung angetestet und sind angetan.

Weg mit dem hochtechnisierten Quatsch! Her mit der puristischen Baller-Action! Das Motto des neuesten Battlefield ist klar gesetzt. Kombiniert man diese Grundpfeiler mit dem allseits bekannten Spielgefühl der bekannten Battlefield-Episoden, kommt Battlefield 1 heraus. Die schwedischen Entwickler von Dice gingen jedoch ein hohes Risiko ein. Denn im Shooter-Genre waren bis zuletzt Zukunftsschlachten groß angesagt. Ein Trend, der sich komplett gewandelt hat. Denn zahlreiche Spieler sehen das kommende Call of Duty - Infinite Warfare und dessen futuristische Raumschlachten gelinde gesagt äußerst kritisch.

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Battlefield 1 - Battlefield 5 spielt im Ersten Weltkrieg

Umso schöner, dass Konkurrent Battlefield auf ein komplett anderes Szenario setzt: den Ersten Weltkrieg. Die recht unverbrauchte Epoche wurde bei Spielen - insbesondere bei Ego-Shootern - zuletzt stark vernachlässigt. Dennoch hagelte es sogleich Kritik, dass die Macher die Geschichte nicht originalgetreu umgesetzt hätten und dass Kriegsparteien wie Frankreich und Russland komplett vernachlässigt würden. Doch wir können euch vorab sagen: Sobald ihr spielt, ist es absolut unwichtig, wie realitätsnah Battlefield 1 wirklich ist. Vielmehr kommt es auf den Spielspaß an. Und der überzeugt schon mal bei den Proberunden in der geschlossenen Alpha des Spiels.

Lebendige Kriegsschauplätze

Battlefield 1 setzt wie erwähnt auf alte Stärken der Serie. Ihr findet euch im Mehrspieler-Modus auf großen Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs wieder. Hier formiert ihr euch mit einem Fünfer-Team ("Squad"), um in Online-Gefechten mit bis zu 64 Spielern mitzumischen - ganz wie schon in Battlefield 4.

Im ländlichen Gefilde in Frankreich kämpfen 32 gegen 32 Online-Spieler.Im ländlichen Gefilde in Frankreich kämpfen 32 gegen 32 Online-Spieler.

Bei der geschlossenen Alpha-Version lassen sich bereits zwei Modi ausgiebig testen. Bei "Conquest" geht es darum, sechs Kontrollpunkte einzunehmen und zu halten. Nur so verdient ihr Siegpunkte, mit denen euer Team gewinnt. "Domination" läuft ganz ähnlich ab, ist jedoch für 24 Spieler ausgelegt und spielt sich schneller – auch da es auf kleineren Karten gespielt wird und deutlich mehr Reaktion als Taktik vonnöten ist.

So oder so stürmt ihr Seite an Seite mit euren Kameraden auf das Schlachtfeld. Und selbiges beeindruckt mit bedrohlicher Kulisse: Auf dem erstmals spielbaren Areal namens "St. Quentin Scar" im französischen Hinterland erheben sich grüne Hügel, Felder, Windmühlen sowie kleine Dörfer. Doch das Idyll ist schwer vom Kriegstreiben gezeichnet. Denn überall finden sich verlassene Ruinen, Schützengräben und zerstörte Vehikel - ganze Landstriche sind hier verwüstet.

Je näher ihr an die Krisenzonen (sprich: zu den Kontrollpunkten) vorrückt, desto lauter wird der Kriegslärm und umso hektischer geht es am Bildschirm zu. Schnell explodieren links und rechts Granaten, während ihr Deckung im nächsten Gebäude oder Graben sucht. Währenddessen knallen sich Jäger und Bomber über euren Köpfen gegenseitig vom Himmel. Kurzum: Battlefield 1 beeindruckt mit dichter Kriegsatmosphäre, die euch mehr als andere Ballereien zum festen Bestandteil eines großen Feldzugs werden lässt.

Ein Bild der Zerstörung

Im Vorab-Szenario bekriegen sich Deutsche gegen Briten mit zufällig gewählten Seiten. Das Areal beeindruckt durch seine interaktive Umgebung. Denn einige Gebäude lassen sich mit massivem Beschuss einreißen.

Zerstörbares Mauerwerk oder Gebäude bieten nicht immer Schutz.Zerstörbares Mauerwerk oder Gebäude bieten nicht immer Schutz.

Mit Panzergeschossen oder Granaten sprengt ihr das Level-Inventar, worauf die Entwickler besonders stolz sind. Denn jegliche Schäden entstehen dynamisch und sind nicht vorberechnet. Beim Anspielen fällt jedoch auf, dass nicht alles zerstört werden darf. Selbst einige Holzzäune scheinen aus härtestem Stahl zu bestehen.

Bei Häusern dürft ihr Türen wahlweise öffnen, eintreten oder wegsprengen. Granaten-Explosionen verursachen gar Löcher im Boden, die als Deckung herhalten. Selbst hinter Trümmerteilen abgeschossener Fluggeräte dürft ihr euch verstecken. Äußerst praktisch, wenn ihr zu Fuß offene Felder überqueren müsst.

Daneben bedient ihr auch stationäre Geschütze wie Artillerie und schwere Maschinengewehre. Diese bringen mächtig Feuerkraft, aber wenig Präzision und machen euch zum leichten Ziel. Obendrein spielt das Wetter eine große Rolle: Bei Sonne lassen sich Ziele von weitem ausmachen. Regen und Nebel schränken dagegen die Sicht ein. Das erleichtert zwar das Anschleichen, jedoch werden Angriffe von Scharfschützen und Luftangriffe so vielleicht vereitelt.

Bekannte Aufgabenteilung

Abgesehen vom frischen Szenario wirkt der Spielablauf ebenso vertraut wie die Charakterklassen. Mit selbigen erledigt ihr verschiedene Aufgaben auf dem Schlachtfeld. Innerhalb der fünfköpfigen Soldatentrupps ist Team-Arbeit Trumpf - genau wie in den Vorgängern.

In eurem Trupp teilt ihr am besten die Aufgaben zum Geleitschutz, zur Heilung oder zum Ausspähen auf.In eurem Trupp teilt ihr am besten die Aufgaben zum Geleitschutz, zur Heilung oder zum Ausspähen auf.

Der Frontsoldat ("Assault") gilt als Rundum-Kämpfer gegen Soldaten und Fahrzeuge. Mit manuellem oder automatischem Gewehr, Pistole und Granate kommen wohl die meisten auf Anhieb zurecht. Der Sanitäter ("Medic") heilt seine Teamkameraden per Medikit oder belebt sie mittels Spritze wieder. Als Unterstützer ("Support") verfügt ihr dagegen über ein schweres Maschinengewehr, mit dem ihr Sperrfeuer gebt. Ebenso nutzt ihr verschiedene Granaten und Sprengminen. Als Späher ("Scout") kundschaftet ihr das Gebiet nach Gegnern aus und markiert sie für eure Kameraden. Außerdem nutzt ihr ein Scharfschützengewehr für Schüsse aus der Distanz.

Jede Klasse verfügt über eigene Waffenkonfigurationen, die auch anpassbar sind. Ausrüstung kann mit errungenen Punkten freigeschaltet und verbessert werden - ganz ähnlich wie in Star Wars Battlefront. Jeder Soldat greift notfalls auch zu Nahkampfwaffen wie Schaufel, Säbel oder Beil. Ebenso nutzt ihr ein spitzes Bajonett, das auf euer Gewehr montiert ist. Wie gewohnt wählt ihr auch während der Schlacht mit welcher Klasse und an welchem eroberten Punkt oder bei welchem Team-Kollegen ihr wieder ins Spiel einsteigt.

Individueller Nahverkehr

Außerdem seid ihr nicht nur zu Fuß unterwegs, sondern bemannt auch leichte wie schwere Panzer oder geht gleich in die Luft. Die Ingenieurs-Klasse entfällt diesmal. Stattdessen verdingt ihr euch als Panzerfahrer oder Pilot - je nachdem, welches Vehikel ihr wählt (sofern noch eines frei ist).

Angriffsanflüge im Jäger erfordern Übung, vor allem bei dichtem Nebel.Angriffsanflüge im Jäger erfordern Übung, vor allem bei dichtem Nebel.

Je nach Fahrzeugtyp gibt es mehrere Geschützstationen, die von anderen Spielern bemannt werden. Wagemutige setzen sich einfach oben aufs Dach eines Vehikels. Gleichermaßen verfügen Jäger und Bomber über mehrere Besatzungsmitglieder. Doch der Pilot sollte für einen ruhigen Flug sorgen, damit die Bordschützen Ziele am Boden zielsicher treffen können. Vertraut aber nicht blind der Panzerung und steigt besser per Fallschirm aus, bevor sich das Vehikel in den Boden bohrt.

Auch der gigantische Zeppelin namens "Behemoth" steht nach kurzer Spielzeit für das unterlegene Team zur Verfügung. Aus sicherer Höhe habt ihr nicht nur den Überblick, sondern deckt Feindstellungen auch mit Maschinengewehrfeuer ein. Doch Vorsicht: Selbst dieses Ungetüm kann vom Gegner abgeschossen werden, welches dann in einem Feuerspektakel zu Boden stürzt. Im fertigen Spiel sollen obendrein Kampfboote und Pferde als Transportmittel zur Verfügung stehen. Scheinbar erwartet euch so viel Abwechslung wie in noch keiner Battlefield-Schlacht.

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Tags: Beta   Multiplayer  

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